André-Gaston Prételat
André-Gaston Prételat (* 11. Dezember 1874 in Wassy, Département Haute-Marne; † 6. Dezember 1969 im 16. Arrondissement („Arrondissement de Passy“), Paris) war ein französischer Offizier des Heeres und zuletzt General.
Leben
André-Gaston Prételat absolvierte als Angehöriger der Promotion N°79 d’Alexandre III eine Offiziersausbildung an der Militärschule Saint-Cyr und wurde nach deren Abschluss am 1. Oktober 1896 als Leutnant (Sous-lieutenant) des Heeres übernommen. Er wurde am 1. Oktober 1898 zum Oberleutnant (Lieutenant) befördert und am 30. Dezember 1901 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Er fand zahlreiche Verwendungen als Offizier sowie Stabsoffizier und war zwischen 1910 und 1912 Militärattaché in Tanger im Sultanat Marokko. Während des Ersten Weltkrieges war er 1915 Chef des Stabes der 70. Infanteriedivision (70e division d’infanterie) unter General Alphonse Pierre Nudant[1] und wurde für seine Verdienste am 14. Juni 1915 zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. 1916 war er Chef des Stabes des XXXIII. Korps (33e corps d’armée), dessen Kommandierender General vom 6. Februar 1916 bis zum 6. Oktober 1916 ebenfalls General Nudant und danach General Jacques Élie de Riols de Fonclare[2] war. Nachdem er von 1916 bis 1917 zunächst Kommandeur des 159. Infanterieregiments (159e régiment d’infanterie) war, fungierte er 1917 erst als stellvertretender Chef des Stabes und 1918 als Chef des Stabes der 4. Armee (4e armée) unter General François Paul Anthoine[3] sowie ab dem 15. Juni 1917 General Henri Gouraud.[4]
Nach Kriegsende war Prételat 1919 Chef des Stabes der Elsass-Armee (Armée d’Alsace) unter General Paul Pau[5] und fungierte zwischen dem 12. Oktober 1919 und dem 31. März 1923 als Chef des Stabes der Levante-Armee (Armée du Levant), deren Befehlshaber ebenfalls General Henri Gouraud war. Er wurde in dieser Verwendung am 14. Oktober 1920 Kommandeur der Ehrenlegion sowie am 21. März 1922 zum Brigadegeneral (Général de brigade) befördert. Im Anschluss verblieb er vom 30. Mai 1923 bis zum 22. Dezember 1927 als Chef des Stabes engster Mitarbeiter von General Gouraud, der in dieser Zeit Mitglied des Obersten Kriegsrates war. Daraufhin war er zwischen dem 22. Dezember 1927 und dem 22. Februar 1930 Kommandeur der 1. Infanteriedivision (1re division d’infanterie) in Lille und wurde am 28. Februar 1928 zum Generalmajor (Général de division) sowie am 3. Februar 1930 zum Generalleutnant (Général de corps d'armée) befördert. Daraufhin fungierte er zwischen dem 3. Februar und dem 21. Mai 1930 als Kommandeur der 11. Militärregion in Nantes sowie vom 21. Mai 1930 bis zum 5. September 1934 als Kommandeur der Militärregion Paris, einschließlich der Départements Seine, Seine-et-Oise und Seine-et-Marne. Er wurde am 24. Dezember 1931 Großoffizier der Ehrenlegion und am 5. September 1934 zum General (Général d’armée) befördert, woraufhin er zwischen dem 5. September 1934 und dem 2. September 1939 dem Obersten Kriegsrat (Conseil supérieur de la guerre) als Mitglied angehörte. Zudem wurde ihm am 18. Januar 1939 das Großkreuz der Ehrenlegion verliehen.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde General Prételat Oberkommandierender der Heeresgruppe 2 (Groupe d’armées 2) und behielt dieses Kommando bis zu seiner Ablösung durch General Charles-Marie Condé[6] am 17. Juni 1940. Nach dem Waffenstillstand von Compiègne am 22. Juni 1940 schied er aus dem aktiven Militärdienst und trat am 1. Juli 1940 in den Ruhestand.
Weblinks
- Pretelat, André-Gaston. The Generals of WWII (generals.dk), abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).
- PRETELAT André Gaston. Archives nationales, abgerufen am 3. Dezember 2025 (französisch).
Einzelnachweise
- ↑ NUDANT, Alphonse Pierre. Archives nationales, abgerufen am 3. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ RIOLS DE FONCLARE DE Jacques Elie. Archives nationales, abgerufen am 3. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ ANTHOINE François Paul. Archives nationales, abgerufen am 3. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ GOURAUD Henri Joseph Eugène. Archives nationales, abgerufen am 3. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ PAU Paul Mary César Gerald. Archives nationales, abgerufen am 3. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Condé, Charles-Marie. The Generals of WWII (generals.dk), abgerufen am 3. Dezember 2025 (englisch).