Carl Gottlieb Immanuel Acoluth

Carl Gottlieb Immanuel Acoluth auch Karl Gottlieb Immanuel Acoluth (* 12. Februar 1776 in Zittau; † 8. Mai 1827 in Bautzen) war ein deutscher Mediziner und Apotheker.

Leben

Familie

Acoluth war der jüngste von sechs Kindern des praktizierenden Arztes und Apothekers Carl Christian Acoluth (1729 in Pirna; † 16. September 1776 in Zittau)[1]. Nach dem frühen Tod seines Vaters heiratete seine Mutter Maria Rosina (1742–1807), die Tochter des Kaufmanns Karl Gottfried May, im Jahr 1778 den Mediziner Johann Gottfried Knispel (1742–1811), der einen prägenden Einfluss auf die Erziehung des Stiefohnes ausübte. Seine Schwester Christiana Juliana Acoluth (* 10. Januar 1767 in Zittau; † 2. Dezember 1827 ebenda) war mit dem Lehrer Johann Gottfried Kneschke verheiratet. Zu seinen Vorfahren zählten der Breslauer Pfarrer Johann Acoluth und dessen Sohn, der Mediziner und Apotheker Johann Karl Acoluth sowie der Orientalist Andreas Acoluth.

1803 heiratete er Auguste Henriette Wilhelmine (* 30. Oktober 1783 in Bautzen; † 1. November 1839 ebenda), die einzige Tochter des Kaufmanns Samuel Benjamin Mühle (1743–1786) aus Löbau. Die Ehe war kinderreich und bescherte dem Paar elf Kinder, von denen zum Zeitpunkt seines Todes noch sieben am Leben waren.

Ausbildung und berufliche Anfänge

Nach einer Privatausbildung bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr trat Acoluth 1790 in die Apotheke seines Stiefvaters ein, wo er bis 1796 die Apothekerkunst erlernte und anschließend bis 1798 als Gehilfe tätig war. Parallel zu seiner praktischen Ausbildung verfolgte er intensiv sein wissenschaftliches Selbststudium. Im Frühjahr 1798 verließ er Zittau, um an der renommierten Chemisch-physikalisch-pharmaceutischen Pensionsanstalt für Jünglinge von Johann Bartholomäus Trommsdorff in Erfurt zu studieren.

Seine Leistungen führten dazu, dass er eine besondere Nähe zu Trommsdorff entwickelte, der ihn fördernd unterstützte. Zu Ostern 1799 wechselte Acoluth an die Universität Jena. Unter der Anleitung angesehener Professoren – darunter Lorenz Johann Daniel Suckow, Ludwig Friedrich von Froriep, Christoph Wilhelm Hufeland, Justus Christian Loder und Christian Gottfried Gruner – studierte er Medizin und Chirurgie.

Nach erfolgreichem Examen promovierte er bereits nach zwei Jahren mit einer Dissertation über de kali tartarico acido boracico zum Doctor der Medizin und Chirurgie.

Ärztliche Tätigkeit in Zittau und Umzug nach Bautzen und Wechsel zur Apotheke

Nach seiner Rückkehr zu seinen Eltern eröffnete Acoluth 1799 eine ärztliche Praxis in Zittau.

1809 verlegte Acoluth seinen Wohnort nach Bautzen und erwarb die städtische Apotheke. In dieser Phase konzentrierte er sich vorwiegend auf das Apothekergeschäft und trat von seiner ärztlichen Praxis zurück. Jedoch erwies sich sein Interesse am Apothekerberuf als nicht von Dauer. Nach wenigen Jahren verspürte er erneut seine Berufung zur Medizin stärker als zur Pharmazie.

Rückkehr zur medizinischen Praxis

Um 1820 nahm Acoluth seine ärztliche Tätigkeit wieder auf. Da die medizinische Praxis zeitaufwändig war, verpachtete er 1822 die Apotheke und verkaufte sie schließlich.

Schriften

  • Bereitungsart des Kupfer-Ammoniaks. 1799.
  • De kali tartarico acido boracico. 1801.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Familienstammbaum von Carl Christian ACOLUTH. Abgerufen am 11. Dezember 2025.