Carl Christoph von Broesicke
Carl Christoph von Broesicke (geb. 14. Januar 1724 in Ketzür; gest. 15. März 1795) war ein preußischer Leutnant und Landrat.
Herkunft und Leben
Carl Christoph von Broesicke war ein Sohn von Christoph Dietrich von Broesicke (* 1674), Erbherr auf Ketzür, und dessen Ehefrau Maria Eleonore, geb. von Quast. Ab dem 22. Februar 1738 besuchte er die Ritterakademie Brandenburg an der Havel. Später trat er in das Preußische Heer ein und stieg dort im Jahr 1742 bis zum Rang eines Leutnants auf. 1746 baten er und ein älterer Bruder (* 1722) einen Leutnant George Ludwig vom Dragoner-Regiment Nr. 7 von Roëll um eine venia aetatis (Volljährigkeitserklärung).[1] Nachdem er vom Militär verabschiedet worden war, wurde er Kreisdeputierter im Havelland. 1768 wurde er in der Nachfolge von Otto Sigismund von Erxleben zum Landrat des Havelländischen Kreises gewählt. Die Bestallung erfolgte am 26. Januar 1769. Im Frühjahr 1781 geriet von Broesicke bei der Aufnahme von Frostschäden mit dem Domkapitular Henning Caspar von Bredow auf Marckau (1742–1788) derart in Streit, das dieser ihn mit einem Stock traktierte. Zu einem von beiden geforderten Duell kam es nicht, jedoch zu einer Anzeige, in deren Folge von Bredow im Oktober 1781 eine vierjährige Festungsstrafe erhielt, jedoch kurz darauf vom König begnadigt wurde. Nachdem von Broesicke im März 1795 gestorben war, wurde Peter Alexander von Itzenplitz sein Nachfolger.
Familie
Carl Christoph von Broesicke saß auf Ketzür (Ketzin), Linde und Goertz, und war mit Maria Elisabeth Gottliebe, geb. von Flanß, verheiratet.
Literatur
- Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 139 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Einzelnachweise
- ↑ Volljährigkeitserklärung. In: Handbuch zur deutschen Rechtsgeschichte. Abgerufen am 21. Dezember 2025.