Cape Rodney-Okakari Point Marine Reserve
Das Cape Rodney-Okakari Point Marine Reserve (inoffiziell auch Goat Island Marine Reserve) war bei seiner Einrichtung im Jahre 1975 das erste Meeresschutzgebiet Neuseelands und gilt als Meilenstein im globalen Umweltschutz. Es ist ein wichtiger Nachweis für die erfolgreiche Regeneration geschädigter Ökosysteme. Das Fischen sowie die Entnahme oder Störung von Meereslebewesen oder -materialien ist innerhalb des Schutzgebiets verboten.
Cape Rodney-Okakari Point Marine Reserve
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Goat Island | ||
| Lage | Auckland, Neuseeland | |
| Fläche | 556 km² | |
| WDPA-ID | 10465 | |
| Geographische Lage | 36° 16′ S, 174° 48′ O | |
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| Einrichtungsdatum | 1975 | |
| Verwaltung | Department of Conservaty | |
Das Schutzgebiet umfasst eine Fläche von 547 ha und erstreckt sich von Cape Rodney bis Okakari Point und verläuft in einem 800 m breiten Streifen vor der Küste. Das Schutzgebiet schließt die Goat Island (Te Hāwere-a-Maki) mit ein. Die nächstgelegene menschliche Ansiedlung ist der Küsten Ort Leigh. Die Universität Auckland betreibt dort das Meeresforschungsinstitut Leigh Marine Laboratory. Der erste Direktor der Einrichtung der gebürtige Brite Bill Ballantine gilt als die treibende Kraft hinter der Einrichtung des Schutzgebiets. Wissenschaftler und Studenten dürfen das Schutzgebiet für ihre Forschungen über die Funktionen maritimer Ökosysteme nutzen.
Geschichte
Die Gründung des Schutzgebiets hängt stark mit der Errichtung des Leigh Marine Laboratory zusammen, die Forscher konnten Mitte der 1960er Jahre nicht ungestört arbeiten, da ihnen unter anderem ständig die wenigen noch vorhandenen Fische weggefangen wurden. Ihre Bemühungen, allen voran Bill Ballantine, der damalige Leiter der Forschungseinrichtung, kämpften für ein komplettes Fangverbot. Ihr Kampf mündete schließlich 1971 in der Verabschiedung des Marine Reserve Act. Dieses Gesetz ist bis heute die rechtliche Grundlage für alle Meeresschutzgebiete Neuseelands.
Bis das Gebiet offiziell als Cape Rodney-Okakari Point Marine Reserve unter Schutz gestellt wurde dauerte es allerdings noch bis 1975, bereits 2 Jahre später wurde das Reservat für die Öffentlichkeit freigegeben, in den ersten Jahren gab es allerdings noch Probleme bei der Durchsetzung des kompletten Fangverbots. Bereits zu Beginn der 1980er Jahre konnte eine massive Rückkehr von Schnappern und Hummern, den natürlichen Fressfeinden der Seeigel beobachtet werden. Dadurch war konnten die Kelpwälder nach einigen Jahren wieder zurückkehren. so dass sie Ende der 1980er Jahre großflächig die Küsten bewuchsen. 1993 kann es zu einer Ostreopsis, einer giftigen Algenblüte, durch die der Kelp-Bestand fast vollständig vernichtet wurde, allerdings konnte sich das marine Leben im Schutzgebiet schneller erholen als außerhalb.[1]
2011 erfolgte die offizielle Anerkennung der kulturellen Bedeutung von Goat Island für den Maori-Stamm Ngāti Manuhiri, die Insel wurde auch formell in Te Hāwere-a-Maki /Goat Island umbenannt.[2]
Einzelnachweise
- ↑ The algal bloom and climate anomalies of 1992. Dr W J Ballantine, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Ngāti Manuhiri Claims Settlement Act 2012. The Office for Māori Crown Relations – Te Arawhiti, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).