Caotun
| Caotun 草屯鎮 | ||
|---|---|---|
Lage Caotuns im Landkreis Nantou | ||
| Staat: | Republik China (Taiwan) | |
| Landkreis: | Nantou | |
| Koordinaten: | 23° 59′ N, 120° 44′ O | |
| Fläche: | 104,0327 km² | |
| Einwohner: | 97.264 (August 2025[1]) | |
| Bevölkerungsdichte: | 935 Einwohner je km² | |
| Zeitzone: | UTC+8 (Chungyuan-Zeit) | |
| Telefonvorwahl: | (+886) (0)49 | |
| Postleitzahl: | 542 | |
| ISO 3166-2: | TW-NAN | |
| Gemeindeart: | Stadtgemeinde (鎮, Zhèn) | |
| Gliederung: | 27 Ortsteile (里, Lǐ) | |
| Bürgermeister: | Chien Tzu-sheng (簡賜勝) (KMT) | |
| Webpräsenz: | ||
Caotun (chinesisch 草屯鎮, Pinyin Cǎo tún, W.-G. Ts'ao³-t'un²) ist eine Stadtgemeinde (鎮, Zhèn) im Landkreis Nantou der Republik China (Taiwan).
Lage
Caotun liegt im Nordwesten des Landkreises Nantou in Zentraltaiwan. Das Gemeindegebiet hat etwa die Form eines liegenden Rechtecks mit 6,5 × 16 Kilometern Seitenlänge. Die Nachbargemeinden sind Guoxing im Osten, Zhongliao und Nantou im Süden, Fenyuan (Landkreis Changhua) im Westen und Wufeng (Stadt Taichung) im Norden.[2] Caotun wird vom Fluss Wu (烏溪, Wū xī) durchflossen und ist geologisch eine Schwemmebene.
Geschichte
Die ursprünglichen Bewohner der Gegend waren indigene Völker Taiwans, die Hoanya, Arikun und Tausabata. Ab dem 18. Jahrhundert setzte die Einwanderung von Han-Chinesen ein. Die indigene Bevölkerung wurde assimiliert oder in das östliche Bergland abdrängt. Zur Zeit der japanischen Herrschaft über Taiwan wurde Caotun 1938 zu einer Stadtgemeinde erhoben. Nach der Übergabe Taiwans an die Republik China nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Caotun im Jahr 1950 zu einer Stadtgemeinde im neu eingerichteten Landkreis Nantou.[2][3]
Einwohner
Mit fast 100.000 Einwohnern (2025) ist Caotun die nach Nantou einwohnerstärkste Gemeinde im Landkreis Nantou. Nachdem die Einwohnerzahl seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs lange Zeit kontinuierlich gewachsen war, stagnierte sie ungefähr seit dem Jahr 2000 kurz vor der 100.000-Einwohner-Marke bzw. ging eher zurück. Ende 2017 gehörten nach offizieller Statistik 536 Personen den indigenen Völkern an (etwa 0,6 %).[4]
Caotun wurde schwer vom Jiji-Erdbeben (auch 921-Erdbeben) im Jahr 1999 betroffen, das in der Gemeinde zahlreiche Gebäude zerstörte und 87 Todesopfer forderte.[5] In den folgenden Jahren wurde die Stadt planmäßig wieder aufgebaut.[6]
Verwaltungsgliederung
Caotun ist in 27 Ortsteile (里, Li) untergliedert:[7][8]
1 Zhongshan (中山里)
2 Yufeng (玉峰里)
3 Mingzheng (明正里)
4 Yanfeng (炎峰里)
5 Heping (和平里)
6 Dunhe (敦和里)
7 Futun (富寮里)
8 Zhongzheng (中正里)
9 Xinyi (新厝里)
10 Shanjia (山腳里)
11 Bizhou (碧洲里)
12 Bifeng (碧峰里)
13 Yushi (御史里)
14 Fuxing (復興里)
15 Zhongyuan (中原里)
16 Jialao (茄荖里)
17 Beitou (北投里)
18 Shichuan (石川里)
19 Nanpu (南埔里)
20 Xinzhuang (新庄里)
21 Xinfeng (新豐里)
22 Shanglin (上林里)
23 Tucheng (土城里)
24 Beizhi (北勢里)
25 Pinglin (平林里)
26 Pingding (坪頂里)
27 Shuangdong (雙冬里)
| Gliederung von Caotun |
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Wirtschaft
Caotun ist ein Zentrum des Reisanbaus im Landkreis Nantou.[9]
Verkehr
Caotun ist an die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Autobahn Nationalstraße 3 angeschlossen. In westliche Richtung ist Caotun durch den im Jahr 2005 eröffneten, knapp 5 Kilometer langen Baguashan-Tunnel der Provinzstraße 76 mit der Stadt Yuanlin im Landkreis Changhua verbunden.
Bildungseinrichtungen
In Caotun befindet sich die Technische Nan-Kai-Universität (NKUT).[10]
Sehenswürdigkeiten
In Caotun befindet sich das Nationale taiwanische Institut für Handwerksforschung und -entwicklung (國立臺灣工藝研究發展中心, englisch National Taiwan Craft Research and Development Institute). Hier finden Ausstellungen, Workshops, Märkte, Konferenzen etc. rund um das Handwerk statt.[11]
Auf dem Dun-He-Tempel (敦和宮) befindet sich Taiwans größte Bronzestatue der Gottheit Cai Shen.
Als sehenswert gilt die Landschaft um den knapp 800 Meter hohen Berg Jiujiufeng (九九峰 – „Jiujiu-Gipfel“), die sich bis in die Nachbarort Wufeng (Taichung) erstreckt.
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Geschäftsviertel von Caotun
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Landschaft um den Jiujiufeng (九九峰)
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Dun-He-Tempel (敦和宮)
Persönlichkeiten
- Wu Den-yih (* 1948 in Caotun), ehemaliger Vize-Premierminister und Parteivorsitzender der Kuomintang
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 各月人口資料 03. 鄉鎮戶數及人口數 (9701) („Bevölkerungsdaten für jeden Monat 03. Gemeinden und Bevölkerung (9701)“). Taiwanisches Innenministerium, abgerufen am 1. Oktober 2025 (chinesisch).
- ↑ a b Knowing Caoxiedun. englischsprachige Webseite der Gemeinde Caotun, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2017; abgerufen am 22. November 2018 (englisch).
- ↑ 草屯沿革 („Geschichte von Caotun“). Webseite von Caotun, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. November 2018; abgerufen am 22. November 2018 (chinesisch).
- ↑ 原住民戶數及人數 Households and Persons of Indigenous People. (xls) Taiwanisches Innenministerium, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 11. Mai 2018; abgerufen am 19. Mai 2018 (chinesisch, englisch).
- ↑ S. N. Han, K. T. Chen: Mortality of the 921 Earthquake in Nantou and Taichung Counties. In: Epidemiology Bulletin. 25. Januar 2000, ISSN 1021-366X, S. 1–8 (englisch, online [PDF]).
- ↑ City Construction. englischsprachige Webseite der Gemeinde Caotun, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2022; abgerufen am 22. November 2018 (englisch).
- ↑ Administrative Area. englischsprachige Webseite der Gemeinde Caotun, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2022; abgerufen am 22. November 2018 (englisch).
- ↑ 各里資料 („Daten zu den jeweiligen Ortsteilen“). Webseite von Caotun, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. November 2018; abgerufen am 23. November 2018 (chinesisch).
- ↑ Rice. englischsprachige Webseite der Gemeinde Caotun, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2022; abgerufen am 22. November 2018 (englisch).
- ↑ 南開科技大學 Nan Kai University of Technology. Webseite der Universität, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 3. Januar 2014; abgerufen am 4. April 2019 (englisch).
- ↑ National Taiwan Craft Research Institute. englischsprachige Webseite der Gemeinde Caotun, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2022; abgerufen am 22. November 2018 (englisch).