Burg Güssing
| Burg Güssing | ||
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Südwestansicht der Burg Güssing (2021) | ||
| Staat | Österreich | |
| Ort | Güssing | |
| Entstehungszeit | Hochmittelalter (ab 1157) bis Reformation | |
| Burgentyp | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand | Erhalten oder wesentliche Teile erhalten | |
| Ständische Stellung | Freiherren, Grafen, Fürsten und Könige | |
| Heutige Nutzung | Museum, Veranstaltungsort | |
| Geographische Lage | 47° 3′ N, 16° 19′ O | |
| Höhenlage | 318 m ü. A. | |
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Die Burg Güssing ist eine Wehranlage in der Stadt Güssing im gleichnamigen Bezirk im österreichischen Bundesland Burgenland. Sie geht auf einen hölzernen Vorgängerbau aus dem Jahr 1157 zurück, der noch im 12. Jahrhundert durch eine Steinburg ersetzt wurde, und ist damit die älteste noch bestehende Burganlage des Burgenlandes.[1][2]
Ursprünglich war sie eine der wichtigsten Festungen im Westen des damaligen Königreiches Ungarn, zu dem die Regionen des heutigen Burgenland bis 1921 gehörten. Sie stand daher auch mehrfach in königlichem Besitz. Die Burg diente der Absicherung der Grenze zum Heiligen Römischen Reich und war das militärische Gegenstück zur befestigten Stadt Fürstenfeld und der Riegersburg.
Nach dem Sieg der Osmanen in der Schlacht von Mohács 1526 und der anschließenden Dreiteilung Ungarns direkt im Grenzgebiet zum Osmanischen Reich gelegen, wurde die Anlage im 16. Jahrhundert stark ausgebaut. Sie wurde zum Stammsitz der Familie Batthyány, die sich durch die Verteidigung der Burg und ihrer Umlande Verdienste im Kampf gegen die Türken erwarb, und so zu einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter der Habsburgermonarchie aufstieg.
Nachdem die Burg Ende des 16. Jahrhunderts durch die Tätigkeit des Botanikers Carolus Clusius und des Buchdruckers Johannes Manlius am Hof der damals protestantischen Batthyány ihre kulturelle Blütezeit erlebte, kam es im 18. Jahrhundert zur militärischen Aufgabe der Burg und ihrem schrittweisen Verfall. 1870 wurde sie von Fürst Philipp Batthyány-Strattmann in eine eigens geschaffene Stiftung zu ihrem Erhalt eingebracht, in deren Eigentum sie noch heute steht.
Trotz zahlreicher Sicherungs- und Rekonstruktionsmaßnahmen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist heute nur noch rund ein Drittel der eigentlichen Kernburg erhalten. Die Anlage präsentiert sich heute ungefähr in einem ähnlichen Zustand wie an der Schwelle vom 18. in das 19. Jahrhundert.
Die Burg gilt als markantes Wahrzeichen der Region, sowohl im österreichischen Burgenland, als auch im angrenzenden Westungarn. Sie wird heute als Museum und Ausflugsziel genutzt und ist ein wichtiger kultureller Veranstaltungsort, unter anderem für den Güssinger Kultursommer.[3][4]
Lage und Umgebung
Burg Güssing steht auf einem weithin sichtbaren Tuffkegel im Zentrum der gleichnamigen Stadt, im äußersten Südosten Österreichs.[5]
Die heute als Schloßberg bekannte, rund 318 m ü. Adria gelegegene Erhebung ist ein Tuffschlot (Diatrem), dessen Gestein vor etwa 5 bis 6 Millionen Jahren entstanden ist.[6] Das Gestein – ein aus vulkanischen Auswurfmassen (Pyroklasten) bestehender Tuffit – entstand im Schlotbereich des ehemaligen Vulkans, dessen oberirdische Bildungen durch starke Erosion (mehrere Hundert Meter) vollständig abgetragen wurde. Vermutet wird ein ehemaliger Maarvulkan.[7] Dadurch entstand ein etwa 100 Meter hoher, allseits steil abfallender Kegelberg mitten in der Ebene.[8]
Der markante Härtling mit der Burg erhebt sich über ein breites Flusstal, das als Unteres Stremtal bekannt ist, und nach dem gleichnamigen rechten Nebenfluss der Donau benannt ist. Ungefähr 500 m nordwestlich des Burgkegels vereinigt sich die Strem auf ihrem Weg Richtung Osten zur Pannonischen Tiefebene mit dem kleineren Zickenbach. Beide Gewässer durchzogen das Tal der Strem jahrhundertelang in zahlreichen Flussschlingen und schufen so eine Auen- und Sumpflandschaft, die es ermöglichte die Festung auf dem steilen, schroffen Bergfelsen in ihrem Zentrum leicht zu verteidigen – vor allem im Mittelalter.
Der Großteil der Hauptverkehrswege rund um die Stadt verläuft bis heute auf Dämmen. Ebenso sind noch viele der Gebiete in unmittelbarer Nähe der Flussläufe regelmäßig von Überschwemmungen betroffen.[9] Auch eine Herleitung des Ortsnamens Güssing von einem Wort oder Wortstamm, welche diese geografischen Gegebenheiten umschreibt, wird vermutet (siehe Güssing, Etymologie).
Geschichte
Historische Anfänge
Archäologische Funde aus der Ur- und Frühgeschichte deuten auf eine sehr frühe Besiedelung der Gegend um Güssing hin. Eine frühzeitliche Nutzung des Bergkegels als Ort einer Höhensiedlung oder einer frühen Burgwallanlage ist möglich, wissenschaftlich gibt es aber bisher keine Hinweise dafür. Historisch belegt ist das Vorhandensein einer Wehranlage auf dem heutigen Schloßberg ab dem Hochmittelalter.[10]
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Jahr 1157, als der ungarische König Géza II. den Berg Quizun samt Umgebung an das Brüderpaar Walfer (oder Wolfer) und Hedrich (oder Heinrich) vergab, die um das Jahr 1140 herum mit 40 weiteren Rittern aus einem der römisch-deutschen Landesterritorien zugewandert waren, und dann als sogenannte Hospes (siehe Hospitium) im Königreich Ungarn blieben. Die beiden Grafen wurden mit Ländereien belehnt und gelten als Ahnherren eines der bedeutendsten mittelalterlichen Adelsgeschlechter Ungarns (siehe Héder). Lange Zeit verortete man die Herkunft der Brüder im steirischen Wildon, man nimmt heutzutage aber an, dass sie aus dem Gebiet um Hainburg an der Donau nach Ungarn kamen und möglicherweise ursprünglich aus dem zentraldeutschen Raum stammten.[11][12]
Noch im Jahr der Belehnung mit dem Vulkankegel ließ Wolfer auf diesem ein Benediktinerkloster errichten sowie eine hölzerne Wehranlage, die als militärischer Vorgängerbau der heutigen Burg anzusehen ist.[13]
Novum Castrum
Vermutlich aufgrund seiner militärischen Bedeutung wurde der Burgberg mit Wehranlage und Kloster von König Béla III. später konfisziert. Noch im 12. Jahrhundert ließ er statt dem Holzbau eine neue Burg (lateinisch novum castrum) aus Stein und festem Material errichten. Sie stand ungefähr im Bereich der heutigen Hochburg und bezog im Osten das ehemalige Benediktinerkloster mit ein, dessen östliche Außenmauer bis heute am Ostrand des Burgberges in Teilen als Ruine erhalten ist.[14]
Historisch erstmals genannt wurde diese Steinburg in einer Urkunde König Emmerichs aus dem Jahr 1198, um Schenkungen an das Zisterziensterkloster im nahe gelegenen Szentgotthárd geografisch zu umschreiben: "circa eundem Sacrum Fontem, in territorio videlicet Novi Castri habent vineas, quas sepe dicti fratres cum consensu et elemosina patris nostri, gloriosis Bele regis […] susceperunt" (deutsch Rund um dieselbe Heilige Quelle, nämlich im Gebiet von Novi Castri, gibt es Weinberge, die die besagten Brüder mit der Zustimmung und den Almosen unseres Vaters, des glorreichen Königs Bela, […] übernahmen).[15]
Die Bezeichnung „Neue Burg“ für Stadt und Burg Güssing ist bis heute im Ungarischen und Burgenlandkroatischen vorhanden. Die Bedeutung des ursprünglich aus dem Lateinischen stammenden Begriffes wurde noch im Mittelalter ins Ungarische übernommen [Németújvár (deutsch Deutsch-Neuburg)], und von diesem dann wiederum Jahrhunderte später von Burgenlandkroaten in deren Sprache [Novigrad (deutsch Neue Burg)].[16][17]
13. Jahrhundert
Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wechselte die Burg mehrfach vom königlichen Besitz in den bedeutender staatlicher Würdenträger. Durch die Belehnung mit Burg und Herrschaft Güssing wurden diese meist für militärisch bedeutende Siege oder ihre treuen Dienste dem König gegenüber belohnt.
Von 1225 bis etwa 1235 stand die Burg im Eigentum des Grafen Demetrius von Csák (1217–1254). Er war königlicher Truchseß, Obergespan des Komitates Eisenburg, Gespan von Preßburg und Landrichter und Gespan von Bács, und erhielt die Burg vermutlich im Zuge einer königlichen Schenkung. In den Jahren 1241 und 1242 hielt die erneut in königlichem Besitz stehende Burg den Angriffen während des Mongolensturms stand. Sie war eine der wenigen ungarischen Burgen, die nicht eingenommen werden konnte. Im Jahre 1263 belehnte König Bela IV. seinen Schatzmeister Moritz Pok und dessen Verwandte Johann und Deta mit der Burg, zusammen mit anderen Besitzungen – als Lohn für ihre Tapferkeit gegenüber König Ottokar von Böhmen, der nach dem Erhalt der Herzogtümer Österreich, Steiermark und Kärnten versuchte seinen Einflussbereich auch nach Ungarn auszudehnen.[18][19]
Sowohl Demetrius als auch Pok ließen die Burg mehrfach ausbauen. Unter den Pok wurde unter anderem der heute noch erhaltene Bergfried erbaut bzw. ausgebaut. Im 13. Jahrhundert war Burg Güssing neben den Festungen in Wieselburg und Ödenburg, der Burg Lockenhaus und jener in Eisenburg ein wichtiger Teil des Festungsgürtels entlang der ungarischen Westgrenze.[20]
Die Günser (Héder)
Im Jahre 1270 ging die Burg durch eine königliche Schenkung wieder auf die Günser Grafen (Herren von Güns) über, die wegen ihres Besitzes der Burg Güssing im deutschen Sprachraum auch häufig Güssinger Grafen genannt werden. Den Nachfahren der Brüder Wolfer und Hedrich gehörten zeitweise sämtliche Wehrbauten entlang der Grenze zur Steiermark. Obwohl die Héder ein unabhängiges Fürstentum anstrebten, und somit in ständigem Streit mit dem ungarischen Königshaus lagen, brachten es einige ihrer Mitglieder zu höchsten Ämtern.[21][22]
Heinrich II. (1228–1274) lenkte als Palatin und Banus von Slawonien zeitweise die Geschicke Ungarns. Er stand im Machtkrieg zwischen König Béla IV. und seinem 1245 zum Juniorkönig gekrönten Sohn Stephan V. auf Seiten von Bela und floh nach dessen Tod 1270 nach Böhmen. Dort verbündete er sich mit König Ottokar II. Přemysl und übertrug diesem die Burg Güssing zusammen mit anderen Besitzungen. Nach seiner Aussöhnung mit Stephan 1273 kehrte er nach Ungarn zurück, wo er 1274 wieder mit seinen früheren Besitzungen belehnt wurde. Da er diese zuvor aber Ottokar II. übertragen hatte, hatte der böhmische König bereits im Jahr zuvor mit seinen Truppen erfolglos die Burg Güssing belagert.[23][24]
Die von politischen Unruhen geprägte Zeit nutzten neben den Günsern auch andere Adlige, um ihre Macht auf Kosten des Königshauses zu stärken, weshalb König Ladislaus IV. um militärischen Beistand von Herzog Albrecht I. von Österreich bat. Es kam zur Güssinger Fehde, im Zuge derer der aufständische Günser Johann I. (auch genannt Ivan der Rote Ritter, † 1308) nach ersten Niederlagen geschlagen werden konnte. 1289 eroberte der Truchseß Berthold von Emmerberg Burg Güssing, wovon Ottokar aus der Gaal 1310 in seiner Steirischen Reimchronik berichtete. Dabei wurde erstmals der deutsche Name von Burg und Stadt Güssing genannt: "die insin burc Guzzinc" ("die unsere Burg Güssing").[25]
Nach dem Friedensschluss von Hainburg erhielten die Günser ihre Besitzungen wieder zurück, es kam aber weiterhin zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Im Jahre 1327 wurden sie endgültig entmachtet, ins Landesinnere und nach Österreich abgedrängt und verloren an Einfluss und Bedeutung. Die Burg Güssing ging zusammen mit anderen Warten und Burgen der Héder wieder in königlichen Besitz über und wurde die nächsten Jahrzehnte von königlichen Kastellanen verwaltet.[26][27]
15. Jahrhundert
Ab etwa 1400 standen Burg und Herrschaft Güssing wieder im Besitz Adliger. Bereits 1391 hatte König Sigismund dem Feldherren und Gespan Ladislaus von Sáro Güssing im Tausch für andere Herrschaften übertragen. Dessen Sohn Peter nannte sich Cheh von Léva und war unter anderem königlicher Oberstallmeister, Mitglied des Drachenordens, Gesandter bei den Osmanen und Banus von Macsó. Sein Sohn Ladislaus geriet im Kampf gegen die Türken in Gefangenschaft, aus der er sich nur durch Zahlung eines Lösegeldes befreien konnte, für das er sich beim mächtigen Magnaten Nikolaus Ujlaky (1410–1477) verschulden musste.[28]
Dieser war im Kampf um die ungarische Krone zwischen den ungarischen Hunyadi und den österreichischen Habsburgern ein Vertreter der sogenannten „deutschen“, also Habsburger Partei. Ladislaus Cheh-Léva hingegen unterstützte den Reichsverweser Johann Hunyadi, dessen Sohn Matthias Corvinus später den Thron bestieg. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen konnte Burg Güssing 1455 gegen die Söldnerführer Berthold von Ellerbach und Andreas Baumkircher, die zu dieser Zeit für auf Seiten der Österreicher kämpften, nur mit Mühe verteidigt werden. Die Angreifer hatten bereits die Stadt eingenommen, mussten die Belagerung der Burg auf Betreiben der Führer beider Parteien (Hunyadi, Ujlaky und Friedrich) aber wieder beenden.[29]
Im Jahre 1458 brachte Nikolaus Ujlaky als größter Pfandgeber von Cheh-Léva Burg und Herrschaft mit Gewalt unter seine Kontrolle. Ladislaus und sein Sohn Johann wurden von Parteigängern Ujlakys gefangen genommen und mussten für ihre Freisetzung ein erneutes hohes Lösegeld bezahlen. Die Burg verblieb damit im Besitz der Ujlaky, die Cheh von Léva verzichteten 1561 schließlich offiziell auf sie.[30]
Unter Nikolaus Ujlakys Vorsitz versammelten sich im Februar 1459 die mit Matthias Corvinus unzufriedenen westungarischen Magnaten und wählten Kaiser Friedrich III. zum Gegenkönig. Ujlaky schlug sich später aber auf die Seite Matthias Corvinus’ und wurde einer seiner wichtigsten Unterstützer. Er verteidigte Bosnien gegen die Osmanen, wurde von Corvinus in den Fürstenstand erhoben, zum Banus von Bosnien ernannt, und erhob später sogar Anspruch auf den Titel eines Königs von Bosnien.[31]
Als es nach dem Tod von König Matthias erneut zu Streitigkeiten um die königliche Erbfolge kam, unterstützten die Ujlaky den unehelichen Sohn Matthias', Johann Corvinus. Nikolaus Sohn Lorenz (1459–1524) geriet dadurch in Konflikt mit dem neuen König Vladislav II., weshalb Burg Güssing 1495 von Truppen des Königs und dessen Unterstützer Kaiser Maximilian I. belagert wurde. Lorenz musste aufgeben und einen Erbvertrag unterschreiben, durch den Burg und Herrschaft Güssing nach seinem kinderlosen Ableben 1524 wieder zurück an die Krone fielen.[32]
Die Batthyány
Vladislavs Sohn und Nachfolger Ludwig II. übertrug Güssing 1524 dem Feldherren Franz Batthyány und dessen Neffen Christoph als Lohn für den Sieg über ein türkisches Heer bei Jajce. Batthyány war einer der engsten Vertrauten des Königs und war als Kämmerer und Mundschenk des damaligen Thronfolgers mit diesem am königlichen Hof in Ofen aufgewachsen. Er wurde nach Ludwigs Regierungsantritt 1516 zum königlichen Kämmerer und später auch zum Obermundschenk ernannt.[33]
Nachdem der König in der verlustreichen Schlacht bei Mohács 1526 gefallen war, kam es zur Dreiteilung Ungarns, und die Krone des westlichen, sogenannten „königlichen Ungarn“ ging an den Bruder der verwitweten Königin Maria, den späteren Kaiser Ferdinand I., der seinerseits mit einer Schwester König Ludwigs verheiratet war. Dadurch kam es zu einer Personalunion zwischen dem Königlichen Ungarn, dem Königreich Böhmen und den österreichischen Erblanden unter dem Oberhaupt der österreichischen Linie der Habsburger. Burg Güssing lag nun nur etwa 50 km östlich der Grenze zum osmanisch besetzten Zentralungarn und wurde damit zu einem wichtigen Grenzposten des Habsburgerreiches und des christlichen Europa.[34]
Blütezeit
Aufgrund ihrer strategischen Bedeutung wurde die Burg zur weitläufigen Festung ausgebaut, wofür die Batthyány ab 1532 von den österreichischen Landständen insgesamt 70.000 Gulden erhielten. Sämtliche äußere Bastionen und Toranlagen wurden unter Franz I. errichtet – nach dem neuesten Stand der Technik, von italienischen Festungsbauern.[35]
Zeitgleich nahm auch die Bedeutung der Burg als Hauptsitz eines stetig an Einfluss gewinnenden Adelsgeschlechtes zu. In den Franz I. nachfolgenden Generationen stiegen die Batthyány in den ungarischen Hochadel auf und wurden zu einer der bedeutendsten Adelsfamilien im Habsburgerreich.
Unter dem protestantisch erzogenen Balthasar III. wurde die Burg zu einem wissenschaftlichen und kulturellen Zentrum. Er war humanistisch gebildet, besaß eine Bibliothek mit über 1000 Bänden, sprach mehrere Sprachen und förderte und beherbergte Gelehrte an seinem Hof. 1567 berief er den in Ödenburg wirkenden Stefan Beythe (1532–1612) zu seinem Hofprediger. Beythe publizierte Predigtbücher, Katechismen und weitere theologische Werke, und leitete eine im ehemaligen Augustinerkloster Güssing untergebrachte protestantische Mittelschule, in der zahlreiche Kinder aus dem niederen Adel der Region ihre Erziehung genossen. 1576 nahm Balthasar den ehemaligen Hofbotaniker von Kaiser Maximilian II. in Güssing auf. Carolus Clusius war von Maximilians Nachfolger Rudolf II. zusammen mit anderen Hofgelehrten aufgrund ihres protestantischen Glaubens entlassen worden. Clusius verfasste auf den Burgen Güssing und Schlaining sein bedeutendstes Werk, den "Stirpium Nomenclator Pannonicus", das erste botanische Werk aus den Ländern der ehemaligen Habsburgermonarchie. Gedruckt wurden die Werke Beythes und Clusius' vom Wanderdrucker Joannes Manlius, der 1582–1584 und 1588 am Güssinger Hof seine Druckerei betrieb.[36]
Im Zuge der Gütertrennung nach dem Tod Adam I., wurde Burg Güssing zur Gahnerbenburg. Seine beiden Söhne und deren nachfolgende Generationen teilten die Trakte der Burg unter sich auf, wodurch sowohl die ältere Linie Christoph II., als auch die jüngere Linie Paul I. über Wohnungen und Räumlichkeiten für ihre Hofhaltung verfügten. Die Burg wurde gemeinschaftlich geführt.[37][38]
Bis ins 18. Jahrhundert bildeten Burg und Umgebung das Lager für ein stehendes Heer. Im Jahre 1633 wurden 274 Mann und 526 Pferde gezählt, 1635 zehn Rittmeister, 300 Soldaten und 507 Pferde. Im Jahre 1708 wurden in einem Inventar 25 schwere und 43 leichte Geschütze aufgelistet, sowie Mörser, gefüllte Bomben und Schwarzpulver. Auch in den Beschreibungen der Josephinischen Landesaufnahme wurde eine große Menge an Waffen und Kriegsgeräten angeführt, sowie zahlreiche Unterkünfte für die Besatzung und als Magazine genutzte Gewölbe genannt.[39][40]
Niedergang
Nach der erfolglosen Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 wurden die Osmanen schrittweise auf den Balkan zurückgedrängt und Zentralungarn kam ebenfalls unter habsburgische Herrschaft. Dadurch verloren ehemals wichtige Grenzburgen in Westungarn ihre strategische Bedeutung. 1775 mussten auf königliche Anordnung Privatburgen wie Güssing alle ihre Waffen verkaufen oder dem Staat übergeben. Im Jahre 1788 verkaufte Fürst Ludwig II. Batthyány (1753–1806) den Restbestand der Waffen an einen Wiener Eisenhändler.[41]
Auch Änderungen in Kriegsführung und Hofhaltung trugen zur Aufgabe der Festung bei. Die Batthyány errichteten ab dem 17. Jahrhundert mehrere Schlossbauten (Kastell Güssing, Kastell Batthyány, Schloss Draskovich) direkt in der Stadt, in denen sie fortan residierten. Die östlichen und nördlichen Teile der Kernburg wurden größtenteils abgetragen, um mit ihrem Material herrschaftliche Meierhöfe in der Umgebung zu errichten. Auch Teile der Westtrakte am Übergang zwischen Ujlakyturm und Nordtrakt wurden dafür abgetragen. Erhalten wurde nur die Hochburg in ihren heutigen Ausmaßen. Als Maria Theresia 1775 zur indirekten Besteuerung des priviligierten ungarischen Adels (siehe Goldene Bulle) eine Dachsteuer einführte, entfernte man mit Ausnahme von Glockenturm und Kapellentrakt sämtliche Dächer der Hochburg. Aus diesem Grund verfügt diese heute größtenteils über Flachdächer aus dem 20. Jahrhundert.[42]
20. Jahrhundert
Um die ruinöse Stammburg seiner Ahnen erhalten zu können, hatte Fürst Philipp Batthyány-Strattmann bereits 1870 eine eigene Stiftung einrichten lassen. Auch zu ersten Sanierungsmaßnahmen bei Burg, Kloster und Klosterkirche, sowie Familiengruft war es damals bereits gekommen. In den Inflationsjahren nach dem Ersten Weltkrieg verlor die Stiftung zum Erhalt von Burg und Franziskanerkloster den größten Teil ihres Kapitals, weshalb die Familie in den 1980er Jahren der Öffentlichen Hand die Mitverwaltung antrug. Seit 1981 wird die Stiftung hauptsächlich vom Land Burgenland finanziert und gemeinschaftlich vom aktuellen Familienoberhaupt und einem Vertreter des Landes geleitet.[43][44]
Obwohl es im April 1945 zu intensiven Kämpfen zwischen Deutscher Wehrmacht und Roter Armee kam, erlitt die Burg keine größeren Schäde während des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Besatzungszeit. Als deren sichtbares Zeichen installierte die Rote Armee kurz nach dem Ende des Krieges auf den Ruinen des Nordtraktes oberhalb der Kanonenhalle einen weithin sichtbaren beleuchteten roten Sowjetstern, der erst nach Abschluss des Österreichischen Staatsvertrages wieder entfernt wurde.[45][46]
Im Jahre 1957 wurden erste Erhaltungs- und Rekonstruktionsarbeiten an der größtenteils ruinösen Burganlage durchgeführt. In den darauffolgenden Jahren wurden Aufgangswege, Tore, Basteien und die Hochburg soweit gesichert und wieder in Stand gesetzt, dass 1969 ein erstes Burgmuseum in der Hochburg eröffnet werden konnte. In den 1980er und 1990er Jahren erfolgten weitere, umfassende Restaurierungs- und Wiederaufbauarbeiten – teilweise als Vorbereitung für die auf Burg Güssing veranstalteten Landesausstellungen "Die Ritter" (1990) und "… nach Amerika" (1992).[47]
Um die Jahrtausendwende kam es erneut zu Sanierungsmaßnahmen, die vor allem die Räumlichkeiten des Burgmuseums und den Ujlakyturm betrafen. Gleichzeitig wurde auch ein Schrägseilaufzug am Osthang des Burgberges errichtet.[48]
Die Anlage
Tore und Bastionen
Erstes Burgtor
An den nordöstlichen Hängen des Burgberges liegt das erste Tor zur Anlage. Es befindet sich ungefähr auf halber Höhe zwischen der befestigten Innenstadt auf rund 240 m Seehöhe und dem Porphyrkegel mit der Kernburg auf 318 m. Zwischen dem Torbau und dem dem ungefähr 200 m weiter nördlich liegenden Franziskanerkloster Güssing – das als nordöstlichste Ecke der Stadtbastionen diente – existiert bis heute der Großteil der ehemaligen Stadtmauern, sowie Teile des angrenzenden Granariums.[49][50]
Das Tor selbst besteht aus einem zweigeschoßigen Torhaus auf rechteckigem Grundriss mit Satteldach, das im hinteren Bereich mit dem angrenzenden steil abfallenden Burgfelsen durch eine dicke, mehrere Meter hohe Bastionsmauer mit Schießscharten verbunden ist. Die in Ost-West-Richtung gelegene Durchfahrt hat eine Giebelfassade mit Rundbogenportal mit einer Inschrift: „C:C:D:B:1672:C:P:D:B“. Deren Buchstaben stehen für „Comes Christophus de Batthyán“ und „Comes Paulus de Batthyán“ und erinnern an die Sanierung des Tores unter den damaligen Burgherren, den Brüdern Christoph II. und Paul I. Batthyány im Jahr 1672.[51][52]
Das Tor verfügte an seiner Außenseite ursprünglich über eine Zugbrücke, die den hier beginnenden Stadtgraben überspannte. Zusätzlich gab es zwei Paar Flügeltore, deren Positionen noch durch in der Wand des Torhauses vorhandene Öffnungen und Eisenscharniere ersichtlich ist.[53]
Scheibelturm
Direkt an die Nordseite des Burgtores schließt der sogenannte Scheibelturm an, ein zweigeschoßiger Turmbau auf halbrundem Grundriss mit Kegeldach. Seine Namensbezeichnung rührt vermutlich von dessen vermeintlich kreisrundem Grundriss her, der einer Scheibe ähnelt. Der Turm wurde 1544 unter Franz I. Batthyány errichtet und 1657 von Christoph II. und Paul I. Batthyány saniert. Im Turm waren ursprünglich leichte Kanonen untergebracht, mit denen man durch mehrere Schießschartenöffnungen potenzielle Angreifer unter Beschuss nehmen konnte. Zusätzlich diente das Erdgeschoß des Turmes den Wachen des ersten Burgtores als Unterkunft.[54][55]
An den Hängen vor Scheibelturm und Burgtor lag lange Zeit der Jüdische Friedhof der Stadt, ehe er 1799/1800 durch einen neuen Friedhof im Mühlwinkel ersetzt wurde. Es handelte sich um den zweiten von insgesamt drei Friedhofsanlagen in der jahrhundertelangen Geschichte der jüdischen Gemeinde Güssings.[56]
Scheibelturmbastei
Dem Verlauf des befestigten Torweges an der Nordseite des Schloßberges folgend, verläuft die Scheibelturmbastei. Sie ist im unteren Bereich direkt auf das Basaltgestein des Burgfelsens gebaut, erhebt sich mehrere Meter hoch vor der Felswand, und ist zu großen Teilen von dichter Vegetation bedeckt. Der nach dem Scheibelturm benannte Verteidigungsbau beginnt am ersten Burgtor und verläuft etwa bis auf halbe Höhe des Weges zum zweiten Tor. Die Bastei diente der Absicherung des Geländes zwischen den beiden Toren und ist teilweise mit Schießscharten ausgestattet.[57]
Franzenstor
Ab dem Westende der Scheibelturmbastei steigt der Weg zur Burg steil an. Er mündet in eine weitere Bastei, die durch ein rundbogiges Tor mit schmiedeeisernem Gitter und doppelflügeligem Holztor betreten werden kann. Der Torbau ist mit „FDB“ für „Franciscum de Batthyán“ bezeichnet, und nach Franz I. benannt, unter dessen Herrschaft er errichtet wurde. Der Torbogen trägt ein steinernes Wappen und verfügt über eine zerstörte Jahresbezeichnung.[58][59]
Ursprünglich war das Tor ebenfalls mit einer Zugbrücke ausgestattet. Konstruktionselemente, die an diese nicht mehr vorhandene Vorrichtung erinnern sind eine rechteckige Aussparung rund um den Torbogen herum (für die geschlossene Brückenklappe), sowie zwei Öffnungen für die Ketten oder Seile der Zugbrücke beiderseits oberhalb des Bogens.
Der an das Tor anschließende Zwinger grenzt im Osten direkt an die steile Felswand des Burgkegels. In diesem Bereich sind Reste eines Gebäudes vorhanden, das ursprünglich als Gefängnis diente.[60][61]
Kanonenbastei
Die dahinter liegende Bastei ist nach Nordwesten ausgerichtet und war ursprünglich mit leichten Geschützen ausgestattet. Sie ist als Kanonenbastei oder als sogenanntes Scharfes Eck bekannt – eine Bezeichnung, die vermutlich Bezug auf die spitze geometrische Grundform der Bastei und deren scharfe Geschütze nimmt.
Wegen ihrer Lage und Bauform kann man von der Bastei das gesamte Gebiet westlich und nördlich des Festungsbaus überblicken. Man konnte daher neben den einzelnen Toranlagen der Burg auch die ganze Innere Stadt an den nördlichen Abhängen des Schloßberges, sowie das Westtor der Stadtbefestigungen absichern. Dieses lag etwa 70 m nordwestlich unterhalb der Bastei und war mit dieser durch eine Mauer verbunden. Deren Überreste führen heute bis hinter ein Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße Nr. 3., das in den 1980er-Jahren anstelle des bereits viele Jahrzehnte zuvor abgerissenen Westtores errichtet wurde.
Die Bastei ist weitestgehend von dichter Vegetation überwuchert, und teilweise in einem ruinösen Zustand, weshalb sie öffentlich nicht zugänglich ist.[62][63]
Kanonenhalle
Rechts oberhalb der Kanonenbastei erhebt sich eine riesige Kasematte mit Schießscharten. Sie war mit schweren Geschützen ausgestattet und ist daher als Kanonenhalle bekannt. Der großzügige Hallenbau verfügt über ein Renaissanceportal und ein Gewölbe, das auf Polygonsäulen ruht. Die Lichtöffnungen in der Decke dienten auch dem Rauchabzug der Kanonen. Auf dem Dach der Halle waren weitere, leichte Geschütze positioniert.[64][65]
Die Kanonenhalle kann für Veranstaltungen angemietet werden und war Ende des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts häufig Veranstaltungsort für größere Tanzveranstaltungen und Konzerte.[66]
Holzgittertor
Am Ende einer 180-Grad-Kehre zwischen Franzenstor, Kanonenbastei und Kanonenhalle liegt die dritte Toranlage der Burg. Das Rundbogenportal aus dem 17. Jahrhundert verfügte ursprünglich über ein namensgebendes hölzernes Fallgatter. Es deckte den inneren Bereich hinter dem Franzenstor und den Zugang zur Kanonenhalle. Errichtet wurde es ebenfalls unter Franz I. Batthyány und seinem Neffen Christoph II.[67][68]
Rauchfeuerturm
Direkt an das Holzgittertor ist ein polygoner Steinturm angebaut, der als Rauchfeuerturm bezeichnet wird. Seine Bezeichnung leitet sich von Kreidfeuern ab, mit denen die Stadtbevölkerung vor herannahenden Gefahren gewarnt wurde.
Aufgrund seiner Lage überblickt man vom Turm seine Umgebung vollständig. Er konnte daher den Burgaufgang zwischen den ersten beiden Toren sowie die Außen- und Innenbereich des Franzenstores und des Holzgittertores absichern. Zusätzlich deckte er die schräg unterhalb liegende Scheibelturmbastei ab.[69]
Adamstor
Nach ca. 150 m eines steil ansteigenden Weges mündet der Zwinger nach einer scharfen Rechtskurve in der vierten und letzten Toranlage der Befestigungsanlagen. Das nach Adam I. Batthyány benannte Tor besteht aus einem 18 m langen Tunnel, der zu großen Teilen direkt aus dem Felsen gehauen wurde.
Der im Kern mittelalterliche Torbau verfügt über zwei spitzbogige Portale aus Bruchstein und ein abschließendes, drittes Ziegelportal aus der Zeit des Barock, das direkt in die Vorburg und den Burghof führt.[70][71]
Kernburg
Burghof
Der Haupthof der Festungsanlage ist über 6000 m2 groß, fast vollständig mit Gras bewachsen, und wird daher auch Burgwiese genannt. Er wird im Süden von der Hochburg und im Westen vom sogenannten Witwentrakt umschlossen. Im Norden und Osten ist er von Resten abgegangener Gebäudetrakte begrenzt, die teils verschüttet und von dichter Vegetation bewachsen sind.
Der Burghof ist seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Veranstaltungsort, etwa für den Güssinger Kultursommer.
Hochburg
Die am Süddrand des Bergkegels gelegene Hochburg liegt etwa 100 m über der Stadt. Sie ist der am besten erhaltene Teil der Anlage und verfügt über Gebäude mit zumeist drei Geschoßen, die aus unterschiedlichen Bauepochen stammen. Im Untergeschoß sind ihre Räume teilweise direkt aus dem Basaltfelsen gehauen. Die Bauten umschließen einen engen Innenhof und folgen dem Verlauf der Geländekante, weshalb die Südfront der Hochburg mehrfach geknickt ist.
Der Innenhof liegt ein Geschoß höher als die Vorburg und kann vom Burghof aus über eine breite Freitreppe im Zentrum der Nordfront betreten werden. Seitlich der Treppe sind in der Nordfassade zwei steinerne Tischwangen vorhanden, bezeichnet mit der Jahreszahl "1571" und "Magnifica Caterina Battyani". Die Inschrift verweist auf die zweite Ehefrau und Witwe Franz I., Katherina, die bis zu ihrem Tod 1575 mit ihrem Sohn Balthasar II. die Herrschaft führte, und einige Umbauten an der Burg vornehmen ließ.
Rechts an die Treppe grenzt ein quadratischer Erker, der ursprünglich als Torbau diente, und mit einer Zugbrücke ausgestattet war. Sein ursprünglich großer runder Torbogen wurde später verkleinert und mit einem Gesims versehen, schließlich aber zugemauert und durch die Freitreppe ersetzt. Die hinter dem Torbau liegenden Ziegelarkaden wurden im 20. Jahrhundert an Stelle einer abgegangenen Säulenloggia errichtet.
Direkt neben dem Torbau liegt eine Bastion, die früher als Cavalier bezeichnet wurde, und in der sich eine Zisterne befand. Sie ist mit „1571“ bezeichnet und wurde ebenfalls unter der verwitweten Burgherrin Katharina Batthyány (geb. Svetkovics) errichtet.
Burgmuseum
20 Räume der Hochburg beheimaten ein Burgmuseum mit rund 5000 Exponaten. Zu sehen sind u. a. der große Rittersaal, der Ahnensaal mit zahlreichen Portraits bedeutender Mitglieder der Batthyány und das Familienmuseum. Außerdem kann das oberste Geschoß des Glockenturmes erklommen werden.
In den restlichen Räumen sind vor allem historische Waffen, Plastiken und kunstgewerbliche Gegenstände wie Mobiliar, Heizöfen, sakrale Kunst, Tierpräparate und Musikinstrumente ausgestellt. Dazu gehört etwa eine 1574 angekaufte Truhenorgel, die im 17. Jahrhundert stark verändert wurde, und sich ursprünglich in der Burgkapelle befand. Das Museum verfügt auch über einige Gemälde aus der Zeit der Renaissance und des Barock – darunter zwei Porträts aus der Hand von Lucas Cranach dem Älteren.
Glockenturm
Zwischen dem Wohn- und dem Kapellentrakt aus dem 15. Jahrhundert erhebt sich der mächtige Bergfried. Er verfügt im unteren Bereich noch über romanische Bausubstanz aus der Zeit der ersten Steinburg. Der Großteil des Baus wurde 1497 unter dem damaligen Burgherren Lorenz Ujlaky errichtet, worauf eine Inschrift im Turm hinweist, die auch den damaligen Kastellan Peter Porkoláb nennt.
Sein Glockengeschoß wurde im 17. Jahrhundert errichtet und abschließend mit der bis heute bestehenden markanten Kupferhaube im Stil der Renaissance versehen. Außen ist eine Turmuhr angebracht. Das Treppenhaus des Turmes stammt aus dem 17. Jahrhundert, die Glocke aus dem Jahr 1647. Sie ist mit einer Inschrift mit Jahreszahl und dem Namen des Glockengießers Leonhard Löw versehen. Ihr ab Ende des 20. Jahrhunderts nicht mehr funktionstüchtiges Glocken- und Uhrenwerk wurde 2025 erneuert. Die Turmglocke läutet täglich von 8:00 Uhr bis 22:00 Uhr zu jeder vollen und halben Stunde.
Burgkapelle
Im zweigeschoßigen Trakt östlich des Bergfriedes befindet sich im Erdgeschoß unterhalb des Ahnensaales die Burgkapelle Maria Schnee. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut, 1642 und 1793 renoviert und 1964 restauriert.
Ihr dreijochiger Innenraum verfügt über einen Chor mit polygonalem Abschluss und Netzrippengewölbe. Das Schiff ist kreuzgewölbt, mit hohlgekehlten Rippen auf Runddiensten. Chorraum und Schiff trennt ein spitzbogiger Triumphbogen. Das Nordportal mit Eselsrückenssturz führt direkt in den großen Burghof. In der Westwand sind Reste eines spätromanischen Portalrahmens vorhanden, bei denen es sich vermutlich um Überbleibsel eines früheren Zuganges zur Hochburg handelt.
Der mit 1794 bezeichnete neugotische Hochaltar ist ein sehr gut erhaltenes Beispiel der sogenannten Hohenberggotik. Es handelt sich um einen Altar aus Holz, bestehend aus einer Mensa mit Tabernakel und einer Retabel mit einem Gemälde der Hl. Maria mit Jesuskind in ihrem Zentrum. Seitlich je drei Säulen mit bekrönenden Fialen. Mittig über dem Altarbildnis ein hoher, spitz zulaufender Baldachin mit Turmrose und filigranen Zierschnitzereien.
Unterhalb der Empore steht ein barocker Seitenaltar mit Inschrift, bezeichnet „1662“. Er wurde für die Pfarrkirche Güssing geschaffen und diente als deren Hauptaltar, ehe er in die Burgkapelle übertragen wurde. Der eingeschoßige Säulenaufbau verfügt über ein Bildnis des Hl. Jakobus des Älteren im Zentrum, flankiert von zwei Säulen, sowie einer Statue des Hl. Rochus links und des Hl. Jakobus rechts. Der darüber liegende Giebelaufbau trägt ein Marienmonogramm und zwei Putti. An seiner Spitze ist eine Mondsichelmadonna mit Jesuskind vor einem Strahlenkranz vorhanden. Die Statue hält ein Zepter in ihrer Linken und trägt eine auffallend nach links verrutschte Krone.
Der Rest der Einrichtung ist neugotisch und stammt größtenteils aus dem Jahr 1968. Das neugotische Gestühl ist noch im Original vorhanden und stammt aus dem Jahr 1796.
An den Wänden gibt es zwei barocke Wappengrabsteine (links Batthyány, rechts Formentini), die aus dem Brunnenkranz der Zisterne in die Nordmauer versetzt wurden. Außerdem gibt es mehrere Totenwappen: Adam Batthyány, bezeichnet "1659"; Paul Batthyány, bezeichnet "1674"; E. C. Batthyány, bezeichnet "1687". Der Rest der Wappen stammt aus dem Jahr 1966.
Veranstaltungen
Heute finden auf dem Gelände der Burg Theatervorführungen, Konzerte und Lesungen statt. Auch können manche Räumlichkeiten für private Veranstaltungen gemietet werden. So ist es seit kurzem auch möglich, auf der Burg standesamtlich und in der Burgkapelle kirchlich zu heiraten.
Die Familie Batthyány trifft sich jedes Jahr Ende Juni zu einem Familientag auf ihrer Stammburg. In den vergangenen Jahren wurden auch einige Familienmitglieder der Batthyánys in der Burgkapelle getauft.
Seit 1994 finden jährlich im Sommer die Güssinger Burgspiele im Burghof statt, die an die kulturelle Tradition der Batthyánys anknüpfen.
Siehe auch
- Liste der Burgen, Schlösser, Ansitze und wehrhaften Stätten im Bezirk Güssing
- Liste von Burgen und Schlössern in Österreich
Literatur
- Rene Riegler: Burgen, Schlösser und Ruinen im Burgenland. Band 2, Ternitz 1998, S. 33–41.
- Georg Clam Martinic: Burg Güssing. In: Österreichisches Burgenlexikon. Schlösser, Burgen und Ruinen. Sonderauflage. NÖ Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H, St. Pölten/Wien/Linz 1991, ISBN 3-902397-50-0, S. 15
- Stiftung des Weiland Fürst Philipp Batthyány (Hrsg.): Die Burg Güssing. Güssing 1993.
Weblinks
- Website der Burg Güssing
- Eintrag zu Burg Güssing im Austria-Forum (im Heimatlexikon)
- Güssing – Burg. In: burgen-austria.com. Martin Hammerl
- Illustration von Lukas Schnitzer von 1665: Abbildung der Vöstung Giszing in Ungarn 1665 (Digitalisat).
Einzelnachweise
- ↑ Georg Clam Martinic: Güssing, Burg. In: A&M Andreas & Dr. Müller (Hrsg.): Österreichisches Burgenlexikon. NÖ Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., St. Pölten – Linz – Wien 2007, ISBN 978-3-902397-50-8, S. 15.
- ↑ Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky, Hansjörg Ulbl: Güssing, Burg. In: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes (Hrsg.): Dehio-Handbuch. 3. unveränderte Auflage. Burgenland. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 117–120.
- ↑ Burg Güssing. In: schloesserstrasse.com. Die Schlösserstrasse – Verband für regionale Entwicklung, abgerufen am 17. Juni 2023.
- ↑ Manfred Horvath, Oliver Lehmann: Geschichte als Grenzfall – Historische Erhebungen. In: SUEDBURGENLAND – Natur- und Kulturlandschaft. Christian Brandstätter Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-85498-373-6, S. 60–61.
- ↑ Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky, Hansjörg Ulbl: Güssing, Burg. In: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes (Hrsg.): Dehio-Handbuch. 3. unveränderte Auflage. Burgenland. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 117.
- ↑ Hans-Peter Bojar, Ana-Voica Bojar, Stanisław Hałas, Artur Wójtowicz (2013): K/Ar geochronology of igneous amphibole phenocrysts in Miocene to Pliocene volcaniclastics, Styrian Basin, Austria. Geological Quarterly 57 (3): 405–416 doi:10.7306/gq.1102
- ↑ Andreas Kellerer-Pirklbauer and Ingomar Fritz: Geomorphological Evidence of Past Volcanic Activity in the Southeast of Austria. Chapter 33 in: Christine Embleton-Hamann (Hrsg.): Landscapes and Landforms of Austria. Springer-Nature Switzerland, Cham 2022. ISBN 978-3-030-92813-1
- ↑ Hans Peter Schönlaub (Hrsg.): Erläuterungen zur Geologischen Karte des Burgenlandes 1:200.000. Geologische Bundesanstalt, Wien 2000. ISBN 3-85316-009-3.
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- ↑ Josef Loibersbeck: Güssing. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 30, 1–18 (zobodat.at [PDF; 732 kB]).
- ↑ Josef Loibersbeck: Güssing. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 30, 8–12 (zobodat.at [PDF; 732 kB]).
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- ↑ Josef Loibersbeck: Güssing. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 31, 28–33 (zobodat.at [PDF; 732 kB]).
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- ↑ Josef Loibersbeck: Güssing. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 32–34 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ Gert Polster: Die ältere Linie der Familie Batthyány im 18. Jahrhundert – Teil 1. Hrsg.: Burgenländisches Landesarchiv. Burgenländische Heimatblätter. Band 62_4. Eisenstadt 2000, S. 82, 23–33.
- ↑ Josef Loibersbeck: Güssing (1. Fortsetzung). In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 82, 30–34 (zobodat.at [PDF]).
- ↑ Josef Loibersbeck: Güssing (1. Fortsetzung). In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 80, 28–33 (zobodat.at [PDF]).
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- ↑ Werner Hammerl, Martin Hammerl: Güssing – Burg. In: burgen-austria.com. Werner Hammerl, Martin Hammerl,22. September 2019, abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Die Location für Ihr Event. In: batthyany.at. Familie Batthyány, abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky, Hansjörg Ulbl: Güssing, Burg. In: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes (Hrsg.): Dehio-Handbuch. 3. unveränderte Auflage. Burgenland. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 118, 3–5.
- ↑ Josef Loibersbeck: Güssing. In: Burgenländisches Landesarchiv (Hrsg.): Burgenländische Heimatblätter. Band 32. Eisenstadt 1970, S. 31, 28–33 (zobodat.at [PDF; 732 kB]).
- ↑ Werner Hammerl, Martin Hammerl: Güssing – Burg. In: burgen-austria.com. Werner Hammerl, Martin Hammerl,22. September 2019, abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky, Hansjörg Ulbl: Güssing, Burg. In: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes (Hrsg.): Dehio-Handbuch. 3. unveränderte Auflage. Burgenland. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 118, 5–7.
- ↑ Georg Clam Martinic: Güssing, Burg. In: A&M Andreas & Dr. Müller (Hrsg.): Österreichisches Burgenlexikon. NÖ Pressehaus Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., St. Pölten – Linz – Wien 2007, ISBN 978-3-902397-50-8, S. 15.