Bremen 1965
| Bremen 1965 | ||||
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| Livealbum von Thelonious Monk | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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| Label(s) | Sunnyside Records | |||
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Format(e) |
Doppel-LP, Doppel-CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
9 | |||
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1:19:15 | ||||
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
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Bremen 1965 ist ein Musikalbum von Thelonious Monk. Die am 7. März 1965 live im Sendesaal von Radio Bremen in Bremen entstandenen Aufnahmen erschienen am 12. Dezember 2025 auf Sunnyside Records.
Hintergrund
Anfangs spielte Monk mit Sam Jones am Bass und Art Taylor am Schlagzeug. Andere Musiker kamen und gingen, bis Monk 1961 John Ore am Bass und Frankie Dunlop am Schlagzeug engagierte. Auf der Tournee 1964 spielten Butch Warren am Bass und Ben Riley am Schlagzeug. Im Herbst 1964 ersetzte Larry Gales Warren in Monks Band. Mit dieser Rhythmusgruppe und Charlie Rouse am Tenorsaxophon ging Monk 1965 international auf Tournee.[1]
Die Veröffentlichung von Bremen 1965 zeigt den Pianisten Thelonious Monk auf seiner zweiten weltweiten Tournee, mit Stationen in Paris (wo das Quartett am 6. März aufgetreten war; der Mitschnitt erschien auf En Concert avec Europe 1) und Deutschland. Bremen war die zweite Station ihrer Welttournee, die sie durch weite Teile Europas, Australien und Japan führen sollte. Die Aufnahme entstand am 8. März 1965 im Sendesaal/Studio F von Radio Bremen vor einem erwartungsvollen Publikum. Bremen 1965 ist die erste offizielle Veröffentlichung dieses Konzerts. Es wurde von den Originalbändern aus dem Archiv von Radio Bremen unter der Aufsicht und mit dem Einverständnis des Norddeutschen Rundfunks, Radio Bremen und T. S. Monk gemastert.
Titelliste
- Thelonious Monk: Bremen 1965 (Sunnyside – SSC 1635)[2]
- A1 Criss Cross 11:14
- A2 Sweet and Lovely (Charles N. Daniels, Gus Arnheim) 9:36
- B1 Well You Needn’t 14:25
- B2 Don’t Blame Me (Jimmy McHugh) 5:45
- C1 Epistrophy (Kenny Clarke, Thelonious Monk) 8:03
- C2 Just You, Just Me (Jesse Greer) 12:59
- D1 I’m Getting Sentimental Over You (George Bassman) 14:29
- D2 Rhythm-A-Ning 10:24
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Thelonious Monk.
Rezeption
Nach Ansicht von Pierre Giroux, der das Album in All About Jazz rezensierte, zeigt dieses Album, dass diese Band in ihrer gemeinsamen musikalischen Sprache vollkommen versiert ist. Das Album würde einmal mehr bestätigen, dass Monks einzigartige Welt – schräg, treffsicher und voller Anmut – weiterhin zentral für das Geschichtsbewusstsein und die Möglichkeiten des modernen Jazz ist.[3]
Monks Quartett spiele auf Hochtouren, und Monks Spiel sei raffiniert, flüssig und makellos. Rouses Spiel sei ebenso präzise und ungemein einfallsreich, schrieb Marc Myers (Jazzwax). Das Beste daran sei, dass man Gales und Riley glasklar hören könne. Auf vielen Live-Aufnahmen von Monk, die mit minderwertiger Mikrofonierung und Aufnahmetechnik entstanden seien, müsse man schon genau hinhören, um sie zu entdecken.[1]
Weblinks
- Bremen 1965 von Thelonious Monk. In: Bandcamp. 6. November 2025 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ a b Narc Myers: Thelonious Monk: 'Bremen, 1965'. In: Jazzwax. 20. November 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Thelonious Monk: Bremen 1965. In: Discogs. 12. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Pierre Giroux: Thelonious Monk: Bremen 1965. In: All About Jazz. 5. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025 (englisch).