Bio City Leipzig

Die Bio City Leipzig in Leipzig ist ein Technologie- und Gründerzentrum im Bereich Biotechnologie. Mit dem Start der „Biotechnologie-Offensive Sachsen“ im Jahr 2000 und mit dem Konzept, Wirtschaft und Wissenschaft unter einem Dach zu vereinen, erfolgte am 8. Februar 2002 die Grundsteinlegung. Die Eröffnung des Zentrums war am 23. Mai 2003. Das Investitionsvolumen betrug insgesamt 50 Mio. €, darunter 12,9 Mio. € von der Stadt Leipzig. Vermieter ist die LGH - Leipziger Gewerbehof GmbH & Co. KG und das Mietermangement betreibt die leap:up GmbH[1]. Bis Februar 2025 hieß leap:up biosaxony Management GmbH[2].

Wissenschaft und Wirtschaft

Die Gesamtfläche der Bio City Leipzig beträgt 20.000 m². Drei Viertel der Fläche werden von Biotechnologieunternehmen und -gründern genutzt, ein Viertel der Fläche steht dem BBZ – dem Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum – der Universität Leipzig zur Verfügung.

Wirtschaftliche und wissenschaftliche Schwerpunkte der ansässigen Unternehmen und des BBZ liegen insbesondere im Bereich der Weißen, Roten und Grünen Biotechnologie. In der Bio City Leipzig waren beispielsweise die Hauptsitze von Vita 34 International, einer Nabelschnurblutbank, und Haema, einem Blutspende-Service, angesiedelt.

Infrastruktur

Die Bio City Leipzig liegt am Deutschen Platz und ist Nukleus eines BioCity Campus mit dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, dem Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, dem Translationszentrum für Regenerative Medizin Leipzig, Haema, den naturwissenschaftlichen Fakultäten und den Kliniken der Universität Leipzig in unmittelbarer Nachbarschaft. Hier befinden sich auch die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig und die Deutsche Nationalbibliothek.

2013 wurde ein Nachbargebäude, „BioCube“ genannt, mit 6.400 m² Fläche eröffnet. Die Baukosten beliefen sich auf 12,3 Millionen Euro[3]. Vita 34 (seit Februar 2025 unter dem Namen FamiCord AG)[4] ist einer der Mieter.

Architektur

Das Gebäude der Bio City Leipzig (Architekten: Spengler. Wiescholek aus Hamburg)[5] wurde 2003 mit dem Architekturpreis der Stadt Leipzig ausgezeichnet[6]. Spengler / Wiescholek entwarfen auch das Erweiterungsgebäude BioCube[3]. Das vierstöckige Gebäude ist außen mit einer facettenreichen Metallfassade in verschiedenen Rottönen verkleidet[7].

Commons: Bio City Leipzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. BIO CITY LEIPZIG: Richtfest für Deutschlands innovativsten Biotech-Park: Richtfest wichtiger Meilenstein für Leipzigs Biotech-Branche / Eröffnung bereits im Mai 2003 / 60 Prozent der Fläche vorvermietet, 2. Oktober 2002
  2. Von der ‚biosaxony Management GmbH‘ zur ‚leap:up GmbH‘. In: biocity-campus.com. 18. Februar 2025, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  3. a b BioCube in BioCity Leipzig. In: tcsag.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  4. Vita 34 AG wird zur FamiCord AG. In: biocity-campus.com. 19. Februar 2025, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  5. Henry Fenzlein, Janine Hartleb, André Parniske, Caroline Purps: Architekturführer Leipzig. Transformation seit der Wiedervereinigung. DOM-Publishers, Berlin 2016, ISBN 978-3-86922-442-8, S. 169 ff.
  6. Übersicht zu den Architekturpreisen seit 1999. In: leipzig.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  7. Wolfgang Hocquél: Architekturführer leipzig. Von der Romanik bis zur Gegenwart. Passage-Verlag, Leipzig 2023, ISBN 978-3-95415-128-8, S. 308.

Koordinaten: 51° 19′ 12,4″ N, 12° 23′ 42,7″ O