Betrayal in Antara

Betrayal in Antara
Entwickler Vereinigte Staaten Sierra On-Line
Publisher Vereinigte Staaten Sierra On-Line
Veröffentlichung 31. Juli 1997
Plattform PC (Windows)
Genre Computer-Rollenspiel
Thematik Fantasy
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor­aussetzungen Betriebssystem: Windows 3.1
Intel 486 mit 100 MHz
16 MB RAM
SVGA-Grafikkarte
Windows-kompatible Soundkarte mit DAU
4-fach CD-ROM-Laufwerk
Medium 3 CDs
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK

Betrayal in Antara ist ein Computer-Rollenspiel aus dem Jahr 1997 und indirekter Nachfolger von Betrayal at Krondor. Es wurde von Sierra On-Line entwickelt und veröffentlicht.

Handlung

Anders als beim Vorgänger war Fantasyautor Raymond E. Feist nicht mehr in die Entwicklung eingebunden, sondern arbeitete zusammen mit Pyrotechnix und 7th Level an Rückkehr nach Krondor. Daher ist das Spiel nicht mehr in der Fantasywelt Midkemia angesiedelt, sondern in der neu entworfenen, thematisch stark verwandten Spielwelt Ramar.[1]

Aren rettet dem jungen adligen William das Leben und entdeckt dabei sein Talent für Magie. William verspricht, seine Schuld Aren gegenüber zu bezahlen, indem er ihm hilft, sein Talent zu festigen und zu trainieren. Bereits nach kurzer Zeit retten die beiden Kaylin das Leben, woraufhin sich die Drei zusammenschließen und in Williams Heimatstadt aufbrechen.

Die Handlung ist unterteilt in neun Kapitel.

Spielprinzip

In Betrayal in Antara steuert der Spieler eine bis zu vierköpfige Heldengruppe. Das Spielgeschehen wird in einer 3D-Egoperspektive dargestellt, die Erkundung der Spielwelt geschieht in Echtzeit. Für die rundenbasierten Kämpfen auf Hexfeldkarten wechselt die Ansicht in eine Überblicksperspektive.

Im Gegensatz zu vielen anderen Rollenspielen besteht keine Möglichkeit, sich einen eigenen Charakter zu erstellen. Stattdessen muss der Spieler auf vier vorgegebene Charaktere zurückgreifen:

  • William Escobar, Krieger
  • Aren Cordelain, Magier und
  • Kaylin Usher, Jägerin.
  • Raal, ein Grrrlf (ähnelt einem Werwolf).

Rollenspiel-üblich erhält der Spieler Belohnungen für gemeisterte Kämpfe und Aufgaben. Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Charaktere verbessern sich durch regelmäßige Anwendung.

Technik

Betrayal in Antara nutzt eine verbesserte Version der Grafikengine von Betrayal in Krondor[1] in einer Auflösung von 640 × 480 Bildpunkten.

Rezeption

Metawertungen
DatenbankWertung
GameRankings58,80 %[2]
Wertungsspiegel
PublikationWertung
GameSpot6,6/10[1]
PC Games77 %[3]
PC Joker70 %[4]
PC Player[5]
Power Play72 %[6]

Betrayal in Antara erhielt gemischte bis positive Wertungen.[2] PC Games kritisierte vor allem die Grafik, die auf Rechnern der damaligen Zeit ruckelte und dabei nicht einmal besonders detailliert sei. Die Geschichte und der nicht-lineare Spielverlauf können allerdings fesseln und auch das Kampfsystem erhielt Lob.[3] Zu einem deutlich schlechteren Fazit kam PC Player. Demnach verknüpfe das Spiel eine „miese, fehlerhafte Grafik“ wie die von Daggerfall mit einem DSA-Kampfsystem.[5] Joachim Nettelbeck von PC Joker stuft Betrayal in Antara als gehobenes Mittelmaß ein.[4] Auch im Test der Power Play wurde der Schluss gezogen, dass wegen des Spiels die Geschichte der Rollenspiele sicherlich nicht neu geschrieben werde.[6]

„Nach anfänglicher Abneigung mußte ich mir aber doch zugestehen, daß es Betrayal in Antara durchaus gelungen ist, mich in seinen Bann zu ziehen. Dies liegt vor allem an den kleinen Zwischenmissionen, die eine hohe Motivation garantieren. Gute Hausmannskost für Rollenspieler also – vor allem für diejenigen, die eine logische und spannende Geschichte dumpfen Massenschlägereien in düsteren Gewölben vorziehen.“

Jan Binsmaier: Power Play[6]

Einzelnachweise

  1. a b c Desslock: Betrayal in Antara Review. In: GameSpot. CNET, 20. August 1997, abgerufen am 13. September 2011 (englisch).
  2. a b Betrayal in Antara. In: GameRankings. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Dezember 2019; abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
  3. a b Oliver Menne: Betrayal in Antara – Hausmannskost. In: PC Games. Nr. 8/97, August 1997, S. 100–102 (kultboy.com [abgerufen am 28. September 2025]).
  4. a b Joachim Nettelbeck: Betrayal in Antara. In: PC Joker. Nr. 9/97, September 1997, S. 74–76 (kultboy.com [abgerufen am 28. September 2025]).
  5. a b Volker Schütz: Betrayal in Antara. In: PC Player. Nr. 9/97, September 1997, S. 146 (kultboy.com [abgerufen am 28. September 2025]).
  6. a b c Jan Binsmaier: Betrayal in Antara – Mit Schwert und Magie gegen den Rest der Welt. In: Power Play. Nr. 9/97, September 1997, S. 88–91 (kultboy.com [abgerufen am 28. September 2025]).