Bernhard Siefert

Bernhard Siefert
Personalia
Geburtstag 25. April 1944
Sterbedatum 15. Januar 2017
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
000?–1973 DJK Gütersloh 104 (24)
1973–000? Westfalia Wiedenbrück
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Bernhard Siefert (* 25. April 1944; † 15. Januar 2017 in Gütersloh[1]) war ein deutscher Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler hat bei der DJK Gütersloh von 1969 bis 1973 in der damals zweitklassigen Fußball-Regionalliga West 104 Ligaspiele absolviert und 24 Tore erzielt.[2]

Werdegang

Die ersten Schritte im überregionalen Fußballgeschehen absolvierte der talentierte Techniker und Kombinationsfußballer bei der Hammer SpVg, mit welcher er 1967/68 in der Verbandsliga Westfalen Gruppe 1, die Vizemeisterschaft erringen konnte und deshalb mit Hamm an dem Wettbewerb um die Deutsche Amateurmeisterschaft teilnehmen durfte. Nach Erfolgen gegen den FC Rastatt 04 und den VfB Kiel scheiterten Mittelfeldspieler Siefert und Angreifer Hans-Jürgen Kurrat erst im Halbfinale an Wacker München, welches von Ex-Nationalspieler Karl Mai trainiert wurde. In der Amateurmeisterschaft hatte Siefert alle sechs Spiele bestritten und dabei drei Tore erzielt. Zur nächsten Runde, 1968/69, spielte Siefert für die gerade in die Verbandsliga aufgestiegene DJK Gütersloh.

Mit dem Aufsteiger setzte er sich im engen Zweikampf gegen die SpVgg Erkenschwick durch und gewann mit vier Punkten Vorsprung die Meisterschaft. Der Lokalrivale SVA Gütersloh belegte den 4. Rang. In der folgenden Aufstiegsrunde zur Aufnahme in die Regionalliga West hatte es die DJK mit der SG Wattenscheid 09, der SSVg Velbert 02 und Borussia Brand zu tun. Mit 5:7 Punkten genügte der 3. Rang für die Mannen um Siefert zum Aufstieg. In sechs Spielen hatte er vier Tore erzielt.[3]

Vier Jahre lang spielte Siefert für die Gütersloher, in denen er 104 Regionalligaspiele absolvierte und dabei 24 Tore erzielte. Unter Trainer Günter Luttrop und an der Seite von Mitspielern wie Horst Staude, Heinz Michallik, Karl-Heinz Nonnenbruch, Hans-Jürgen Neisen, Hans-Joachim Schellberg, Jürgen Todebusch und Willi Wrenger belegte der Aufsteiger 1969/70 den 10. Rang und Seifert hatte seine Klasse für die Regionalliga in 33 Rundenspielen mit zehn Toren eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Persönlich wurden seine Leistungen durch die Aufnahme in die Amateurnationalmannschaft gewürdigt. Am 21. Mai 1970 debütierte er beim Länderspiel in Helsinki gegen Finnland bei einem 0:0 in der DFB-Auswahl. Er bildete dabei mit Friedhelm Haebermann und Egon Schmitt das deutsche Mittelfeld.[4]

Als zur zweiten Regionalligarunde 1970/71 mit Hans-Jürgen Kurrat ein schneller und torgefährlicher Angreifer zur Mannschaft vom Heidewaldstadion gekommen war und auch tatsächlich mit 15 Treffern überzeugte, wurde mit dem 8. Rang der beste Tabellenplatz in der Regionalliga West erreicht. In der frühen Hinrunde, am 11. August 1970, kam Siefert zu seinem zweiten Länderspiel bei den DFB-Amateuren. In Bamberg gab es einen 2:1-Erfolg gegen Uganda und der Mann aus Gütersloh war dabei in der 2. Halbzeit für Jürgen Kalb von Eintracht Frankfurt eingewechselt worden.

Seine dritte Regionalligasaison, 1971/72, bestritt Siefert unter Trainer Horst Franz, welcher aber in den letzten Wochen durch den ehemaligen Spieler Dieter Klever abgelöst wurde. Mit 27 Rundenspielen und sechs Toren hatte er weiterhin der Stammbesetzung angehört. Die DJK war trotz der Neuzugänge Hans-Peter Miss, Dieter Reh und Dieter Roggow auf den 13. Tabellenrang zurückgefallen.

In seinem vierten Regionalligajahr, 1972/73, gehörte er unter dem neuen Trainer Ernst Mareczek mit 18 Einsätzen und drei Toren nicht mehr dem engen Kreis der Stammspieler an und beendete im Sommer 1973 seine Laufbahn als Vertragsspieler. Ulrich Braun hatte jetzt die Regie im Spiel der DJK übernommen. Am letzten Rundenspieltag, den 13. Mai 1973, bei einem Derby gegen Arminia Bielefeld (2:2) verabschiedete sich der verdienstvolle Akteur aus den Reihen der DJK. Mit Norbert Starzak und Uli Braun hatte er das Mittelfeld gebildet.

Anschließend wechselte er zum Bezirksligisten Westfalia Wiedenbrück, wo er seine Karriere als Spielertrainer ausklingen ließ.

Literatur

  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 9: Spielerlexikon 1963–1994. Bundesliga, Regionalliga, 2. Liga. Agon-Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-214-4, S. 474.

Einzelnachweise

  1. Pfarrnachrichten Januar 2017 (Memento vom 14. Mai 2018 im Internet Archive)
  2. Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. S. 474
  3. DSFS (Hrsg.): West-Chronik, Fußball in Westdeutschland 1966/67 bis 1969/70. Seelze 2023. S. 286/287
  4. Karl-Heinz Heimann, Karl-Heinz Jens: Kicker Almanach aus Copress-Verlag. München 1988. ISBN 3-7679-0245-1. S. 121