Bernhard Peat
Bernhard Peat (* 23. April 1956 in Nürnberg)[1] ist ein ehemaliger deutsch-US-amerikanischer Basketballspieler.
Leben
Peat, der von einem US-amerikanischen Vater und einer deutschen Mutter abstammt,[1] kam im Alter von acht Jahren aus seinem Geburtsland Deutschland[2] in die Vereinigten Staaten und wuchs ab dann in Auburn in Kalifornien auf. Bis 1974 trieb er an der örtlichen Placer High School Basketball, American Football und Leichtathletik. Er galt lange als der beste Sportler, den die Schule jemals hervorgebracht hat.[3] 2015 wurde er in die Sport-„Hall-of-Fame“ der Placer High School aufgenommen.[4] Nachdem er die Schule 1974 verlassen hatte, trieb er diese drei Sportarten am Sierra College.[4] Er ging danach an die University of California, schaffte aber aufgrund von Kniebeschwerden nicht den Sprung in die Basketball-Mannschaft. 1979 schloss er dort sein Sportstudium ab.[5]
Der 1,80 Meter große Peat, den unter anderem seine Sprungkraft auszeichnete,[1] ging nach Deutschland und spielte in der Saison 1980/81 beim Bundesligisten BG DEK/Fichte Hagen, verpasste mit der Mannschaft jedoch den Klassenerhalt in der höchsten bundesdeutschen Liga.[6] Peat blieb in der Bundesliga, indem er zum MTV 1846 Gießen wechselte.[7] Er blieb zwei Jahre bei den Mittelhessen, bestritt von 1981 bis 1983 51 Spiele (17,2 Punkte/Spiel) für die Mannschaft[8] und wechselte 1983 innerhalb der Liga zum USC Bayreuth.[9] Später spielte Peat auch für den SSV Ulm, mit dem er 1988 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte,[10] und wo er der Liebling der Anhängerschaft war.[11] Spätere Stationen waren Chemnitz[1] und der Bundesligist SV Oberelchingen (1995/96).[12]
Peat, der während seiner bis 1996 andauernden Karriere zeitweilig auch für Luzern in der Schweiz spielte,[5] erzielte in der Bundesliga insgesamt 1832 Punkte.[13]
Er ging in die USA zurück, dem Basketball blieb er unter anderem als Trainer der Mädchenmannschaft an der Placer High School treu.[5]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Bernhard Peat. In: Gießen 46ers. Archiviert vom am 7. Dezember 2025.
- ↑ Long-time vet Bernhard Peat: “European basketball is more pure basketball”. In: Ballineurope.com. 13. Oktober 2011, archiviert vom am 21. Mai 2025.
- ↑ ‘Violent, mean, ruthless’: What Vanderdoes learned at Placer paying off with Raiders. In: The Sacramento Bee. 11. August 2017, archiviert vom am 22. April 2019.
- ↑ a b 2015 Inductees - Placer High School Athletic Hall of Fame. In: Placer High School. Archiviert vom am 17. April 2025.
- ↑ a b c Bernhard Peat plays by the golden rule. In: Goldcountry Media. 19. November 2009, archiviert vom am 7. Dezember 2025.
- ↑ Über uns / so fing alles an. In: BG Hagen. Archiviert vom am 19. Februar 2025.
- ↑ "Rice" Presley is back in Gießen. In: Gießen 46ers. 1. September 2015, archiviert vom am 12. November 2018.
- ↑ Spielerübersicht. In: Gießen 46ers. Archiviert vom am 16. August 2014.
- ↑ Neumann-Rauswurf + Koch-Debüt. In: Gießen 46ers. 1. September 2015, archiviert vom am 12. November 2018.
- ↑ Stefan Kümmritz: Höhenflug begann mit Spiridon und Hosefelder. In: Augsburger Allgemeine. 17. November 2009, archiviert vom am 12. November 2018.
- ↑ Jarvis Walker glänzt in der ersten Liga. In: Schwäbische Zeitung. 29. April 2006, archiviert vom am 17. Mai 2014.
- ↑ Team von SV Tally Oberelchingen. 29. März 2004, archiviert vom am 29. März 2004.
- ↑ Die 200 besten Korbjäger der Bundesliga seit 1975. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball-Bundesliga. Köln 2016, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 213.