Barbara Deblitz
Barbara Deblitz (* 1948 in Düsseldorf) ist eine deutsche Künstlerin.
Leben
Barbara Deblitz wurde im Jahr 1948 in der nordrhein-westfälischen Stadt Düsseldorf geboren. In den Jahren 1967 und 1968 absolvierte sie ein Praktikum in einer Schreinerei. Zwischen 1968 und 1971 studierte Deblitz Germanistik, Geschichte/Politik und Künstlerisches Werken auf Lehramt an der Duisburger Gerhard-Mercator-Universität. Anschließend war sie viele Jahre als Lehrerin tätig. Ab 1992 studierte sie Bildhauerei, Zeichnung und Installation beim Künstler Kurt Sandweg, parallel erhielt sie Fotografie-Unterricht bei Ditmar Schädel an der Universität Duisburg.
Im Jahr 1998 erhielt Deblitz ein Atelier von der Stadt Duisburg gestellt. Im Jahr 2000 war Deblitz in der Auswahl zum Anhaltischen Kunstpreis. 2001 machte sich Deblitz als freie Künstlerin selbstständig. 2004 erhielt sie ein zweimonatiges Wohn- und Arbeitsstipendium des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.[1] Im Jahr 2010 gehörte sie zum Blooom Award Finale 100. 2019 wurde sie mit dem Kunstpreis DEW Dortmund nom ausgezeichnet.
Mitgliedschaften
- 2001, Arbeits- und Ausstellungsgemeinschaft Mülheimer Künstler
- 2002, GEDOK
- 2003, Gründungsmitglied Gruppe vorläufig
- Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Düsseldorf
- Neue Gesellschaft für Bildende Kunst
- Duisburger Künstlerbund
- 2005–2008 Produzentengalerie Tieck Berlin
Werke (Auswahl)
Barbara Deblitz wirkt vor allem als Objektkünstlerin, Fotografin und Videokünstlerin.[2] Großen Einfluss auf ihre Arbeit schreibt sie der Soziologie, besonders den Theorien von Bruno Latour, zu. Die Kunsthistorikerin Gabriele Uelsberg bezeichnete die Arbeiten der Künstlerin als „Materialinstallationen“, die „im Zwischenbereich zwischen Fotografie, Objektcollage und Assemblage“ entwickeln.[3] Deblitz nutzt Anleihen aus dem Surrealismus, um ihre raumgreifenden Installationen den Besuchern zu vermitteln. Folgende Einzelausstellungen sind für Deblitz nachweisbar:
- 2012, Lehmbruck-Museum, Duisburg
- 2012, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Oberhausen
- 2013, Kunstmuseum Bochum, Bochum
- 2014, Kommunale Galerie, Berlin
- 2015, Kulturspeicher, Würzburg
- 2016, Max-Pechstein-Museum, Zwickau
- 2016, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr
- 2018, Städtisches Museum, Bergkamen
- 2023, Cubus Kunsthalle, Duisburg
- 2023, Peschkenhaus, Moers
Literatur
- Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
- Söke Dinkla, Frank Kopatschek: Barbara Deblitz. In: 90 Jahre Duisburger Künstlerbund. Duisburg 2014. O. S.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 313.
- ↑ Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 216.
- ↑ Gabriele Uelsberg: Barbara Deblitz, PDF-Datei, 2 Seiten, abgerufen am 9. Oktober 2025.