Bahnstrecke Thazi–Keng Tung
| Thazi–Keng Tung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Einfahrt eines Zuges in den Bahnhof Kalaw | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1000 mm (Meterspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zweigleisigkeit: | nein | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Thazi–Keng Tung ist eine Strecke der Myanma Railways, deren Bau nie vollendet wurde und die zeitweise aus zwei miteinander nicht verbundenen Teilstrecken bestand. Sie ist in der in Myanmar üblichen Meterspur gebaut. Die Kilometrierung zählt von Yangon Central Station aus.
Geographie
Die Strecke zweigt in Thazi von der Magistrale des Netzes, der Bahnstrecke Yangon–Mandalay, nach Osten ab. Sie quert mit hohem technischen Aufwand, zahlreichen Brücken, vier Spitzkehren und zwei Kreisviadukten mehrere Bergketten.
Geschichte
Die Strecke entstand in mehreren Abschnitten. Der westliche und älteste zwischen Thazi und Shwenyaung trug früher die Bezeichnung Southern Ghat Section.[2] Anlass zum Bau dieses ersten Abschnitts war, den auf 1310 m Höhe gelegenen Ort Kalaw zu erreichen, der in der britischen Kolonialzeit ein beliebter Urlaubs- und Aufenthaltsort der britischen Kolonialherren war. Die einzelnen Abschnitte wurden wie folgt eröffnet.[3]:
| Abschnitt | Eröffnung | Länge (km) | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Thazi–Payangazu | 15. Juni 1912 | 21,3 | |
| Payangazu–Kalaw | 15. Dezember 1914 | 80,0 | |
| Kalaw–Aungban | 15. Februar 1915 | 11,3 | |
| Aungban–Heho | 10. März 1921 | 26,95 | |
| Heho–Shwenyaung | 2. Mai 1921 | 18,1 | |
| Shwenyaung–Taunggyi | 24. Dezember 1997 | 33,5 | |
| Taunggyi–Namsang | 1. Januar 2006 | 239,5 | |
| Namsang–Mong Ping | - | nie über das Projektstadium hinausgekommen | |
| Mong Ping–Wenkaung | Status unklar | ||
| Wenkaung–Keng Tung | 19. Dezember 2010 | 9 | zwischenzeitlich abgebaut, Trasse als Straße genutzt[4] |
Die Verlängerung der Strecke östlich von Shwenyaung war Teil eines umfangreichen Streckenneubauprogramms in Myanmar ab den 1990er Jahren. Dies startete am Beginn der 1990er Jahre mit dem Versuch, von Shwenyaung aus Taunggyi mit einer zunächst nach Süden geführten Trasse zu erreichen. Hier ist auf einer Distanz von 12 km (Luftlinie) ein Höhenunterschied von 536 m zu überwinden. Der erste Versuch scheiterte aus unbekannten Gründen. Alternativ wurde die Trasse dann von Shwenyaung nach Norden geführt, ist 33,5 km lang, weist eine Kehrschleife und durchgängig eine Steigung von 40 ‰ auf. Im Betrieb erwies es sich dann als völlig sinnlos, hier Personenzüge verkehren zu lassen. Die brauchten für den Anstieg etwa 2½ Stunden, während die Fahrt auf der Straße nur etwa eine dreiviertel Stunde in Anspruch nimmt.[5]
Als das umfangreiche Streckenneubauprogramm 2014 eingestellt wurde, war die Strecke noch nicht vollendet. Der Abschnitt zwischen Namsang und Mong Ping war unvollendet, der Abschnitt zwischen Wenkaung und Keng Tung blieb ein vom übrigen Netz der Myanma Railways abgetrennter Inselbetrieb[6], der wohl auch nicht lange bestand. Die Trasse wird heute als Straße genutzt.[4]
2025 war die Strecke zwischen den Bahnhöfen Paw Mu und Taunggyi durch eine Großbaustelle unterbrochen und wurde hier neu trassiert.[4]
Zweigstrecken
- Aungban–Loikaw: Loikaw ist die Hauptstadt des Kayah-Staats. Die 164 km lange Strecke wurde am 27. März 1993 eröffnet[6], aber inzwischen wieder aufgegeben.
- Shwenyaung–Yatsawk: Die Strecke ist 60,3 km lang und eröffnete am 27. März 1991. Sie weist kurze Abschnitte mit Steigungen bis zu 59 ‰ auf.[6]
- Namsang–Mongai: Die 44,3 km lange Strecke eröffnete am 1. Mai 1995 zunächst als Inselbetrieb. Erst als die Bahnstrecke Thazi–Keng Tung am 1. Januar 2006 bis Namsang in Betrieb ging, erhielt sie Anschluss an das übrige Bahnnetz des Landes.[6] Inzwischen wurde sie wieder aufgegeben.
- Das Projekt einer Bahnstrecke, um Namsang nach Norden mit Hsipaw an der Bahnstrecke Mandalay–Lashio zu verbinden, fiel ebenfalls den Einsparungen von 2014 zum Opfer.[7]
Literatur
- Dieter Hettler: Railways of Burma/Myanmar. Frank Stenvall, Malmö 2024. ISBN 978-91-7266-207-0