Bad Ditzenbach (Landschaftsschutzgebiet)

Bad Ditzenbach (Landschaftsschutzgebiet)

IUCN-Kategorie V – Protected Landscape/Seascape

Gosbach, Ortsteil von Bad Ditzenbach

Lage Bad Ditzenbach im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 1952,3303 ha
Kennung 1.17.071
WDPA-ID 319745
Geographische Lage 48° 34′ N, 9° 42′ O
Einrichtungsdatum 23. Dezember 1975
Verwaltung Landkreis Göppingen

Das Gebiet Bad Ditzenbach ist ein mit Verordnung der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Göppingen vom 23. Dezember 1975 ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet (LSG-Nummer 1.17.071).

Lage und Beschreibung

Das 1952,3303 Hektar große Landschaftsschutzgebiet liegt am Albtrauf nördlich und südlich von Bad Ditzenbach und gehört zum Naturraum Mittlere Kuppenalb.

Laut Steckbrief handelt es sich um einen landschaftlich vielgestaltigen Albtrauf mit Leimberg, Tierstein und dem Schlossberg mit der Burgruine Hiltenburg, oberes Filstal mit prägenden Wacholderheiden und Halbtrockenrasen, Kleinstrukturen wie Feldhecken, Feldgehölze und Steinriegel, landschaftsprägenden Bachläufen und Streuobstbeständen; reizvolles Naherholungsgebiet.

Das Landschaftsschutzgebiet grenzt im Südosten an die Naturschutzgebiete Galgenberg und Oberer Berg und Rufsteinhänge und Umgebung. Im Südwesten liegt das angrenzende Landschaftsschutzgebiet Weilheim an der Teck auf Gemarkungen Weilheim und Hepsisau, im Süden grenzt das Gebiet an das Landschaftsschutzgebiet Oberes Filstal - Gemeinde Gruibingen und im Südosten an das Landschaftsschutzgebiet Oberes Filstal - Gemeinde Mühlhausen im Täle. Es grenzt im Norden an das Landschaftsschutzgebiet Albtrauf im Raum Bad Boll und es grenzt im Nordwesten an das Landschaftsschutzgebiet Oberes Filstal - Gemeinde Gruibingen. Es grenzt im Nordosten an das Landschaftsschutzgebiet Sommerschafweide auf der Nordalb im Rennhau und am Wacholderburren, es grenzt im Südosten an das Landschaftsschutzgebiet Heiligenbühl und Königsbühl und es grenzt im Süden an das Landschaftsschutzgebiet Albhochflächen um Hohenstadt und Drackenstein mit oberem Gosbachtal. Teile des Landschaftsschutzgebiets liegen im FFH-Gebiet Filsalb und Teile des Landschaftsschutzgebiets befinden sich im Vogelschutzgebiet Mittlere Schwäbische Alb.

Die Gewässer Ditz und Linsenbach entspringen im Schutzgebiet.

Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist laut Schutzgebietsverordnung

  • der Erhalt des landschaftlich vielgestaltigen Albtraufs in seiner natürlichen Eigenart und Schönheit, insbesondere mit dem Leimberg auf der nördlichen Seite des Filstals sowie der Himmelsschleife, dem Tierstein und dem Schlossberg mit der Ruine Hiltenburg auf der Südseite,
  • der Erhalt der das Landschaftsbild im oberen Filstal in hohem Maße prägenden Wacholderheiden und Halbtrockenrasen, insbesondere an den südexponierten Talhängen des Leimbergs, den südwestexponierten Talhängen des Harteltales sowie auf der Albhochfläche in den Gewannen Dachslöcher, Ofen und Eichbühl,
  • die Sicherung der die Landschaft prägenden Kleinstrukturen wie Feldhecken, Feldgehölze und Steinriegel mit ihrer besonderen Bedeutung für den Naturhaushalt, insbesondere auf den Hochflächen um Auendorf und auf der Ditzenbacher Alb,
  • der Erhalt der Talauen von Hartel-/Auendorfer-Bach, Ditz und Gos mit ihren landschaftsprägenden Bachläufen,
  • der Erhalt der Streuobstbestände rund um die 3 Ortsteile und
  • die Bewahrung des Schutzgebiets als reizvolles Naherholungsgebiet für die Allgemeinheit.

Siehe auch

Commons: Bad Ditzenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien