Audi F1 Team

Audi
Name Audi Revolut F1 Team
Unternehmen Audi Motorsport AG[1]
Unternehmenssitz Schweiz Hinwil
Deutschland Neuburg an der Donau
Vereinigtes Konigreich Bicester
Teamchef Jonathan Wheatley
Techn. Direktor James Key
Saison 2026
Fahrer (27) Deutschland Nico Hülkenberg
(5) Brasilien Gabriel Bortoleto
Testfahrer TBA
Chassis Audi R26
Motor Audi
Reifen Pirelli
Statistik
Erster Grand Prix Australien 2026
Gefahrene Rennen 0
Konstrukteurs-WM
Fahrer-WM
Rennsiege 0
Pole Positions 0
Schnellste Runden 0
Position 2025
Punkte 0
(Stand: Januar 2026)

Das Audi F1 Team ist das Werksteam der zum Volkswagen-Konzern gehörenden Audi AG und wird ab der Saison 2026 mit eigenen Werksmotoren und den Fahrern Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto als Audi Revolut F1 Team an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnehmen.

Der Rennstall nutzt zu großen Teilen die zum Jahresbeginn 2024 vollständig übernommene Infrastruktur des traditionsreichen Schweizer Unternehmens Sauber Motorsport in Hinwil, die durch ein neues Technikzentrum in Bicester in der britischen Grafschaft Oxfordshire und ein neues Motorenwerk in den Räumlichkeiten von Audi Sport im bayerischen Neuburg an der Donau ergänzt wird.

Entstehungsgeschichte

Auto Union AG im Grand-Prix-Zeitalter (1930–1945)

Die als Vorgänger der Audi AG anzusehende Auto Union AG gehörte in den 1930er-Jahren zu den dominierenden Konstrukteuren von Monoposti in Europa. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs feierten die gemeinsam mit der nationalen Konkurrenz von Daimler-Benz in silberner Lackierung antretenden Auto-Union-Typen A bis D von Horch ab 1934 große Erfolge und prägten den volkstümlichen Begriff der Silberpfeile mit.[2] In fünf Jahren starteten Auto-Union-Wagen zu insgesamt 26 Grands Prix, von denen acht siegreich beendet werden konnten, sowie bei zahlreichen weiteren internationalen Rennen.

In den Saisons 1936 und 1939 gelang Bernd Rosemeyer bzw. Hermann Paul Müller der Gewinn der Grand-Prix-Europameisterschaft. Auch weitere bekannte Namen der Zeit wie Hans Stuck, Rudolf Hasse, Ernst von Delius, Paul Pietsch sowie die Italiener Tazio Nuvolari, Luigi Fagioli und Achille Varzi starteten für Auto Union. Rosemeyer wurde bei einem Rekordversuch im Herbst 1937 mit einem speziellen Typ D der erste Mensch, der über 400 km/h auf einer normalen Straße fuhr.[3] Ab Ende 1939 verhinderte der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die Umwandlung der Auto Union zum Rüstungskonzern weitere Rennteilnahmen; Das Rennwagenprojekt musste in den Hintergrund gerückt und letztendlich eingestellt werden.

Motorsport-Renaissance und große Erfolge (1980–2024)

Ab 1945 fielen die bisherigen Firmensitze der Auto-Union-Mitglieder in die sowjetische Besatzungszone, was die Wiederaufnahme der Produktion an den alten Standorten unmöglich machte. Das Nachfolgeunternehmen Auto Union GmbH entstand 1948 im bayerischen Ingolstadt und belebte 1969 ab der Fusion mit den NSU Motorenwerken die Marke Audi wieder.

Nach dem Erfolg des Audi quattro bzw. Sport quattro in der Rallye-Weltmeisterschaft der 1980er-Jahre wagte das Unternehmen mit dem Audi 200 quattro in der Trans-Am-Saison 1988 auch den Schritt auf die Rundstrecke und dominierte die durch US-Hersteller geprägte Meisterschaft nach Belieben.

Ab 1999 engagierte sich Audi im Langstreckenrennsport und gewann unter der Leitung von Wolfgang Ullrich mit den eigenen Le-Mans-Prototypen von 2000 bis 2014 insgesamt dreizehn Mal den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie achtmal die begleitende American Le Mans Series. Parallel dazu lief von 2000 bis 2020 ein werksseitig unterstütztes Programm in der DTM, in der Audi insgesamt 13 Fahrer- und 9 Markenmeisterschaften feiern konnte. Mit der Übernahme des ABT-Teams von Abt Sportsline war Audi von 2017 bis 2021 auch in der FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft vertreten und konnte mit Lucas di Grassi einen Titel gewinnen. Das letzte Werksengagement vor der Formel 1 war die Rallye Dakar, deren Ausgaben 2022, 2023 und 2024 mit Carlos Sainz senior in der Klasse Auto bestritten und einmal gewonnen wurden.[4][5] Einer Entscheidung des Vorstands um den damaligen Vorstandsvorsitzenden Markus Duesmann folgend kündigte Audi bereits Mitte 2023 das Ende des Projekts an und gab der Formel 1 alleinige Priorität.[6][7][8]

Der Weg in die Formel 1 (1998–2022)

Der erste Schritt der Rückkehr der Audi AG in den Monopostosport war ein 1998 geschlossenes Abkommen über die Lieferung von 1,8-Liter-Vierzylinder-Reihenmotoren mit Turbolader aus der Serienfertigung an die von Jonathan Palmer gegründete Formel Palmer Audi, die sie von Mountune Racing aufbereitet als Antrieb der für die Nachwuchsförderung vorgesehenen Van-Diemen-Rennwagen nutzte.[9] Auch in der von 2009 bis 2012 als Nachfolger ausgetragenen FIA-Formel-2-Meisterschaft kam dieser Motor zum Einsatz.[10] Ab dieser Zeit mehrten sich erstmals die Gerüchte, dass Audi den Einstieg in die Formel 1 plane.[11] Als möglicher Eintrittstermin wurde wiederholt die Saison 2016 genannt und als Werksteam sollte Red Bull Racing übernommen werden.[12][13] Der Konzern erteilte zu dieser Zeit allerdings trotz durchgeführter Machbarkeitsstudie mit dem ehemaligen Scuderia-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali keine klare Auskunft und es kam letztendlich durch ein Veto des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch zu keinem Vertragsabschluss.[14][15][16]

Im Hinblick auf den ab der Saison 2026 gültigen Regelkatalog, der die Motoren unter anderem durch eine Erhöhung des Anteils der rein elektrischen Motorenleistung auf 50 Prozent sowie durch Wegfall der MGU-H näher an Serienwagen mit Hybridelektroantrieb heranrücken lässt, begann der Volkswagen-Konzern Anfang der 2020er-Jahre erneut offener ein Engagement mit einem seiner Marken als Werksteam und Motor zu prüfen.[17][18] Zu dieser Zeit verbreitete Falschnachrichten über eine erfolgte Übernahme der McLaren Group durch Audi stellten sich als substanzlos heraus, da sie weiter im Streubesitz und das Formel-1-Team McLaren Racing ein Kunde von Mercedes-Benz blieb.[19] Im konzerninternen Wettbewerb setzte sich 2022 zunächst die Porsche AG durch, die nun selbst in Verhandlungen mit Red Bull Racing getreten war und eine Übernahme von 50 Prozent der Aktien des Rennstalls von der Red Bull GmbH beabsichtigte.[20] Kurz vor der Bekanntgabe der Zusammenarbeit wurde allerdings das Scheitern der Verhandlungen öffentlich und Porsche stellte seine Formel-1-Bemühungen ein.[21][22] Gleichzeitig verkündete Audi im Rahmen des Großen Preises von Belgien den Eintritt in die Formel-1-Weltmeisterschaft als Motorenhersteller und eigene Pläne zum Aufbau eines Werksteams.[23]

Aufbau des Werksteams (2023–2025)

Audi eignete sich zum 1. Januar 2023 einen Minderheitsanteil an der Schweizer Sauber Holding AG an, zu der der Rennstall Sauber Motorsport gehört.[24] Das von Peter Sauber gegründete Unternehmen war seit Anfang der 1990er-Jahre in der Formel 1 vertreten und sowohl als Basis des BMW Sauber F1 Teams als auch im Alleingang, hier meist in technischer Kooperation mit der Scuderia Ferrari, zu einigen Achtungserfolgen gelangt. Ab diesem Zeitpunkt begann Audi, beim aufgrund des Titelsponsorings noch als Alfa Romeo Motorsport erscheinenden Rennstall, Einfluss auf Personal- und Organisationsentscheidungen auszuüben. Ein erster Schritt war die Verpflichtung des McLaren-Teamchefs Andreas Seidl als CEO der Sauber Motorsport AG und der Austritt von Frédéric Vasseur.[25] Die Rolle des Teamchefs ging an Alessandro Alunni Bravi.[26]

Die verbliebenen Teile der Holding wurden Anfang 2024 von Audi erworben; der Konzern war nun Alleineigner der Sauber-Gruppe.[27] Zum Leiter des Formel-1-Projekts wurde anschließend das Audi-Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Technik- und Entwicklungsabteilung Oliver Hoffmann bestimmt.[28][29] Ein schnell entstehender, projektinterner Machtkampf zwischen Seidl und Hoffmann führte allerdings immer wieder zu Unruhe im weiterhin neutral unter der Marke Sauber antretenden Team, zudem kam es entgegen der Erwartungen seit Anfang 2023 zu keiner spürbaren Verbesserung der Leistungen in der Formel 1.[30][31][32] Im Juli gab Audi daher bekannt, Mattia Binotto ins Team zu holen und die nun von der Entwicklungsabteilung des Unternehmens ausgekoppelte Rolle des Audi-Rennleiters und Geschäftsführer der ausführenden Sauber Motorsport AG in seiner Person zu vereinen.[33] Sowohl Seidl als auch Hoffmann mussten ihre Posten räumen und den Konzern verlassen.[34] Binotto trat zum 1. August 2024 in das Unternehmen ein und ersetzte zur Saison 2025 Teamchef Alunni Bravi durch Jonathan Wheatley.[35][36] Zum Jahresende erwarb die Qatar Investment Authority einen Teil der Sauber Holding AG und brachte so zusätzliches Kapital ein, die Mehrheit der Aktien und die Unternehmensführung liegen aber weiterhin bei Audi.[37]

Nach einer letzten Saison unter neutraler Flagge wurde die Sauber Motorsport AG schließlich im Dezember 2025 in Audi Motorsport AG[38] umbenannt und der Name Sauber nach über dreißig Jahren aus der Formel 1 verabschiedet.[39][40] Bereits im November dieses Jahres hatte Audi in München ein Vorführmodell des Audi R26 für die Saison 2026 präsentiert, das allerdings nur in Grundzügen mit dem echten Fahrzeug identisch war.[41][42] Am 9. Januar 2026 wurde ein gemäß dem neuen Regelwerk gebauter Audi-Monoposto ohne Sponsorenlogos und rein schwarz lackiert einem ersten Testlauf auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya unterzogen und dabei auch erstmals der eigene Motor eingesetzt.[43] Die Ergebnisse in diesem eigentlich rein für Promotionszwecke vorgesehenen Zeitfenster sind allerdings aufgrund der alleinigen Verfügbarkeit von Pirelli-Präsentationsreifen, die nicht für hohe Geschwindigkeiten entwickelt wurden, sowie der aus Geheimhaltungs- und Zeitgründen häufigen Verwendung von Prototypenchassis nicht repräsentativ und werden in der Regel nicht öffentlich kommuniziert oder kommentiert.[44] Zum ersten echten Erscheinen des R26 in Rennkonfiguration wird es bei den offiziellen und öffentlichen Formel-1-Testtagen Ende Januar ebenfalls in Barcelona kommen.[45] Die Enthüllung der Rennlackierung des R26 sowie die offizielle Teampräsentation soll zuvor am 20. bzw. 21. Januar 2026 in Berlin stattfinden.[46]

Audi in der Formel 1

2026: Debüt in der Königsklasse

Für die Saison 2026 beabsichtigt Audi mit Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto als Stammfahrer die erstmalige Werksteilnahme an der Formel-1-Weltmeisterschaft und wird somit neben Cadillac, das sein Werksteam auf Basis des gescheiterten Formel-1-Projekts von Andretti Global aufgebaut hat, der zweite neue Konstrukteur in diesem Jahr sein. Als Titelsponsor konnte die britische Neobank Revolut gewonnen werden, entsprechend erscheint das Team in diesem Jahr als Audi Revolut F1 Team in den Meldelisten.[47] Weitere Partner sind Adidas, die die offizielle Teamkleidung fertigen,[48] und BP, die Audi mit Schmier- und Kraftstoffen beliefern.[49] Außerdem werben unter anderem die Paulaner Brauerei,[50] das Reiseportal Perk,[51] Procter & Gamble mit ihren Marken Braun und Gilette,[52] die Hotelkette Hyatt[53] sowie die katarische Tourismusbehörde mit dem Team.[54]

Beim Großen Preis von Australien auf dem Albert Park Circuit wird das neue Audi-Team am 8. März erstmals an einem Grand Prix teilnehmen.

Personal

Management und Teamführung

Zentrale Führungsperson im Management des Teams ist Mattia Binotto, der zum Saisonende 2022 von der Scuderia Ferrari als Teamchef entlassen wurde und dort seit 1995 über eine Ingenieurslaufbahn in die Teamführung aufgestiegen war.[55] Er bekleidete alle drei Geschäftsführerposten der Audi Motorsport AG in Personalunion und ist zeitgleich Audi-Rennleiter.[56] Er holte den Teamchef Jonathan Wheatley, der seine Laufbahn 1991 bei Benetton Formula begonnen und anschließend seit 2006 als Rennleiter bei Red Bull Racing gewirkt hatte, neu ins Team.[57] Der technische Direktor James Key wurde schon von Binottos Vorgänger Andreas Seidl eingestellt und war bereits bei der Scuderia Toro Rosso und McLaren Racing auf diesem Posten tätig.[58] Der Sportdirektor Iñaki Rueda folgte Binotto von Ferrari, wo er zuletzt als Chefstratege aktiv war, zu Audi.[59] Chefmechaniker Lee Stevenson kam von Red Bull, wo er zuletzt die gleiche Rolle innehatte.[60]

Fahrerkader

In der Debütsaison gehen Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto für Audi an den Start. Beide Fahrer fuhren bereits in der Vorsaison für den noch als Sauber Motorsport gemeldeten Rennstall. Ein Test- und Ersatzfahrer im Rahmen eines Audi-Nachwuchsprogramms wurde für die Saison 2026 noch nicht nominiert.

Zum Zeitpunkt der Übernahme von Sauber durch Audi fuhren der Vizeweltmeister von 2019 und 2020 Valtteri Bottas und Nachwuchsfahrer Zhou Guanyu für den Rennstall. Im April 2024 gab das Team die Verpflichtung von Nico Hülkenberg bekannt, der sich beim Haas F1 Team als Teamkollege von Kevin Magnussen in der Saison 2023 noch einmal für höhere Aufgaben empfohlen hatte.[61] Im November folgte die Nominierung des amtierenden FIA-Formel-2-Meisters Gabriel Bortoleto als Juniorpartner.[62] Gleichzeitig wurde bekannt, dass es Gespräche mit Bottas über eine weitere Zusammenarbeit gab, die allerdings keine ausreichende Grundlage fanden.[63] Hülkenberg und Bortoleto traten zur Saison 2025 ihre Stellen an, Zhou und Bottas wechselten zur Konkurrenz.[64] Neel Jani wurde schon 2023 als Simulatorfahrer eingestellt und soll insbesondere die Motorenentwicklung unterstützen.[65] Er ist langjähriges Mitglied im Sportwagen-Fahrerkader des Audi-Schwesterkonzern Porsche und sammelte in den Saisons 2003 und 2004 als Teil des Sauber-Förderprogramms auch vereinzelte Erfahrungen am Steuer von Formel-1-Fahrzeugen.[66] Im Vorjahr fuhr Paul Aron mehrmals Freitagstrainings für Sauber, ist allerdings bereits vertraglich mit dem Alpine F1 Team verbunden. Er kam aufgrund einer Übereinkunft ersatzweise zum Rennstall, da Sauber keinen eigenen Nachwuchsfahrer nominiert hat.[67]

Gesamtübersicht

Aufgabenbereich Name
Stammfahrer Deutschland Nico Hülkenberg[68]
Brasilien Gabriel Bortoleto[69]
Test- und Nachwuchsfahrer TBA
Simulator- und Entwicklungsfahrer (Audi Formula Racing GmbH) Schweiz Neel Jani[70]
CEO / CTO / COO Audi Motorsport AG Italien Mattia Binotto[71]
Leiter des Audi-F1-Projekts
Teamchef Vereinigtes Konigreich Jonathan Wheatley[72]
Sprecher d. Geschäftsführung Audi Motorsport AG
Sportdirektor Spanien Iñaki Rueda[73]
Technischer Direktor Vereinigtes Konigreich James Key[74]
Teammanager Vereinigtes Konigreich Lee Stevenson[75]
Renningenieur Hülkenberg Vereinigte Staaten Steven Petrik[76]
Renningenieur Bortoleto Spanien Jose Manuel Lopez[77]
Vorsitzender Verwaltungsrat (Audi Motorsport AG) Deutschland Gernot Döllner[78]
Vorsitzender Gesellschafterversammlung (Audi Formula Racing GmbH) Deutschland Jürgen Rittersberger[79]
COO Audi Formula Racing GmbH Deutschland Christian Foyer[80]
CTO Audi Formula Racing GmbH Deutschland Stefan Dreyer[81]

Infrastruktur

Im Gegensatz zu den meisten anderen Formel-1-Teams fasst Audi Rennwagenentwicklung und -betrieb nicht in einer zentralen Fabrik zusammen, sondern kündigte eine länderübergreifende Kooperation einzelner Standorte an: Die Leitung der Gesamtoperationen wird aus der Audi-Zentrale in Ingolstadt abgebildet. Die Chassisentwicklung und der Rennbetrieb mit Personal wird von der Audi Motorsport AG im Schweizer Hinwil bewerkstelligt. Die dortigen einst von Sauber Motorsport errichteten Räumlichkeiten umfassen auch einen teameigenen Windkanal.[82] Im Juli 2025 eröffnete zudem das Technologieunternehmen Audi Motorsport Technology Centre UK in Bicester in der britischen Grafschaft Oxfordshire, wodurch das im dortigen „Motorsport Valley“[83] – wo auch zahlreiche weitere Formel-1-Teams ansässig sind – vorhandene Fachpersonal besser erschlossen werden soll.[84][85]

Für die Durchführung des Motorenprogramms errichtete Audi in Neuburg an der Donau weitere Gebäude[86] in Ergänzung der dort bereits vorhandenen Infrastruktur von Audi Sport, dem Kompetenz-Center Motorsport mit eigener Teststrecke.[87]

Motorenprogramm

Neben dem Einstieg mit einem Werksteam beabsichtigt Audi zudem die Entwicklung eigener Motoren für die Formel 1.[88] Unter der Führung des COO Christian Foyer,[89] der 2025 den zum Cadillac Formula 1 Team gewechselten Adam Baker ersetzte,[90] soll das Unternehmen Audi Formula Racing GmbH die Antriebe entwickeln und liefern.[91] Der erste eigene Motor soll in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 debütieren, Kundenteams gibt es noch keine.[92] Da Audi bislang keine Formel-1-Motoren produziert hat, gibt es keine vorangegangene Arbeitsbasis oder Einsatzstatistik.

Einzelnachweise

  1. Auszug Handelsregister Kanton Zürich
  2. Die Geburt des Mythos „Silberpfeile“. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  3. Rosemeyer gegen Caracciola: Tödlicher Unfall bei 430 km/h - WELT. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  4. Audi will compete in Dakar Rally Sport | Audi South Africa. Abgerufen am 17. Dezember 2025 (englisch).
  5. Rallye Dakar | audi.com. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
  6. Robert Seiwert: Wie geht es mit Audi im Motorsport neben Formel 1 weiter? Jetzt spricht der Boss. 19. November 2025, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  7. Justin Nguyen: Audi ending Dakar Rally programme after 2024. In: The Checkered Flag. 12. Juli 2023, abgerufen am 17. Dezember 2025 (britisches Englisch).
  8. George: Audi Confirms Conclusion of RS Q e-tron Dakar Program. In: Audi Club North America. 18. März 2024, abgerufen am 17. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch).
  9. Rennsieger und Titelträger der „Formel Palmer Audi“ (1998 - 2010). Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  10. FIA selects Audi turbo engine for new F2 feeder series. 16. September 2008, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
  11. NewsDesk: Audi: Formula 1 is an option, wait and see. In: GRANDPRIX247. 12. Mai 2015, abgerufen am 10. Dezember 2025 (amerikanisches Englisch).
  12. Formel-1-Comeback von Audi «reine Spekulation» - Formel 1 - SPEEDWEEK.com. 26. Oktober 2014, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  13. Formel-1-Gedankenspiele: Was läuft bei Audi und Red Bull? Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  14. Audi dementiert Red-Bull-Übernahme durch Volkswagen. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  15. Audi: Motoring giant 'has no plans to enter Formula 1'. In: BBC Sport. 28. April 2015 (bbc.com [abgerufen am 10. Dezember 2025]).
  16. Motorsport bei VW: Formel 1 – bittschön nicht! 27. April 2015, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  17. Jost Capito: VW meint es ernst mit seinem Formel-1-Einstieg. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  18. Grünes Licht für Formel-1-Einstieg? VW-Konzern setzt nur auf eine Marke! Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  19. Silvian Irimia: The Reasons McLaren Refuses To Sell Its F1 Team to Audi. 29. Mai 2022, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
  20. Formel 1: Porsche steigt bei Red Bull ein - Vertragsdetails geleakt und Partnerschaft "auf Augenhöhe" vorgesehen. In: Eurosport. 28. Juli 2022, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  21. Tobias Grüner: Porsche sagt F1-Einstieg 2026 mit Red Bull ab. 9. September 2022, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  22. Tobias Grüner: Porsche sagt F1-Einstieg 2026 mit Red Bull ab. 9. September 2022, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  23. Audi steigt in die Formel 1 ein. Abgerufen am 26. August 2022.
  24. Andreas Haupt: Audi kauft 25 Prozent am Sauber-F1-Rennstall. 30. Januar 2023, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  25. Offiziell: Andreas Seidl wechselt von McLaren zu Sauber. Abgerufen am 13. Dezember 2022.
  26. Tobias Grüner: Alessandro Alunni Bravi: Wechsel von Sauber zu McLaren. 24. Januar 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  27. Audi expands commitment to Formula 1 with 100% takeover of Sauber | Formula 1®. Abgerufen am 8. Dezember 2025 (englisch).
  28. Formel-1-Einstieg von Audi perfekt – Oliver Hoffmann übernimmt - STIMME.de. 6. März 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  29. Audi-CEO möchte Technik-Vorstand Hoffmann entlassen. 24. Februar 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  30. Andreas Seidl, Mike Krack & Oliver Hoffmann: Was zwickt da bei Audi? Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  31. Führungsduo Seidl und Hoffmann beim Formel-1-Team abgesetzt – Ex-Ferrari-Chef Binotto übernimmt. 24. Juli 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  32. Formel-1-Projekt: Erdbeben bei Audi: Andreas Seidl und Oliver Hoffmann müssen gehen. 23. Juli 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  33. Mattia Binotto übernimmt Führungsposition für Audi in der Formel 1. Abgerufen am 23. Juli 2024.
  34. Paukenschlag: Binotto übernimmt für Seidl bei Formel-1-Team Audi. 23. Juli 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  35. Florian Niedermair: Weltmeister verstärken sich von Schlusslicht: McLaren verkündet brisanten Neuzugang. 23. Januar 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  36. Jonathan Wheatley wird Team Principal des zukünftigen F1-Werksteams von Audi. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  37. Investition von QIA stärkt Audi F1-Projekt. Abgerufen am 7. April 2025.
  38. Audi Revolut F1 Team gibt offiziellen Namen und Datum der Teamvorstellung in Berlin bekannt. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
  39. Peter Sauber: Ende einer Ära nach 32 Jahren in der Formel 1. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
  40. Audi announce team name and launch date for 2026 challenger. Abgerufen am 16. Januar 2026 (englisch).
  41. Christian Menath: Silberpfeil von Audi: F1-Team provoziert Mercedes bei Präsentation. 12. November 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  42. Audi R26 Concept | Foto | Audi MediaCenter. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  43. Roger Benoit: Der Audi läuft – und kein F1-Team war schneller. 10. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
  44. Christian Menath: Streng geheimer Test! Audi mit erstem F1-Auto 2026 auf der Strecke. 9. Januar 2026, abgerufen am 12. Januar 2026.
  45. Formula 1 confirms 2026 pre-season testing dates. Abgerufen am 12. Januar 2026 (englisch).
  46. Tobias Maierhofer: F1-Neuling tritt unter dem Namen Audi Revolut F1 Team an. In: Sky Sport Austria. 15. Dezember 2025, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  47. Audi Revolut F1 Team gibt offiziellen Namen und Datum der Teamvorstellung in Berlin bekannt. Abgerufen am 15. Dezember 2025.
  48. Adidas steigt mit Audi in die Formel 1 ein. 11. September 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  49. Michael Schmidt: BP Castrol: Audi verkündet F1-Kraftstoff-Partner. 15. Juli 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  50. Joel Lischka: Audi schließt nächsten fetten Sponsorendeal: Alkoholfreies Weißbier in der Königsklasse. 8. Dezember 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  51. Perk wird offizieller Partner des zukünftigen Audi F1 Teams. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  52. Kerstin Hasenbichler: Kultmarke feiert F1-Comeback mit Audi. 15. Januar 2026, abgerufen am 16. Januar 2026.
  53. From Paddock to Penthouse Suite: World of Hyatt Brings Audi Revolut F1 Team Spirit to Luxury Hospitality. In: Hyatt Newsroom. 14. Januar 2026, abgerufen am 16. Januar 2026 (englisch).
  54. Das zukünftige Audi F1 Team begrüßt Visit Qatar als neuen Hauptpartner. Abgerufen am 11. Dezember 2025.
  55. F1, la Ferrari saluta James Allison: al suo posto c'è Mattia Binotto. In: La Gazzetta dello Sport - Tutto il rosa della vita. (gazzetta.it [abgerufen am 5. September 2018]).
  56. Mattia Binotto übernimmt Führungsposition für Audi in der Formel 1. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  57. F1, la Ferrari saluta James Allison: al suo posto c'è Mattia Binotto. In: La Gazzetta dello Sport - Tutto il rosa della vita. (gazzetta.it [abgerufen am 5. September 2018]).
  58. Tobias Grüner: James Key: Sauber holt neuen Technik-Direktor. 7. Juni 2023, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  59. Ferrari's new Strategy Director Ravin Jain: All about the Indian-origin strategist in F1. In: The Times of India. 24. Februar 2023, ISSN 0971-8257 (indiatimes.com [abgerufen am 8. Dezember 2025]).
  60. Max Verstappens Chefmechaniker Lee Stevenson verlässt Red Bull. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  61. Nico Hülkenberg to compete for Stake F1 Team KICK Sauber from 2025 onwards. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  62. Investition von QIA stärkt Audi F1-Projekt. Abgerufen am 7. April 2025.
  63. GPfans.com: Audi F1 target drops BOMBSHELL over team's driver lineup. 16. Oktober 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025 (englisch).
  64. Sauber verabschieded Valtteri Bottas und Zhou Guanyu - Formel 1 - SPEEDWEEK.com. 6. November 2024, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  65. Hilfe bei Motor-Entwicklung: Audi holt Neel Jani - Formel 1 - SPEEDWEEK.com. 22. Juni 2023, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  66. Matthias Dubach: Audi holt Schweizer Rennfahrer für Sauber-Projekt. 23. Juni 2023, abgerufen am 8. Dezember 2025 (Schweizer Hochdeutsch).
  67. Sauber zwei Freitage mit Alpine-Pilot am Steuer - Formel 1 - SPEEDWEEK.com. 30. Juni 2025, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  68. Michael Schmidt: Nico Hülkenberg: F1-Vertrag bei Audi ist fix. 26. April 2024, abgerufen am 11. Januar 2026.
  69. Gabriel Bortoleto künftiger Audi F1-Fahrer. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  70. Matthias Dubach: Audi holt Schweizer Rennfahrer für Sauber-Projekt. 23. Juni 2023, abgerufen am 11. Januar 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
  71. Mattia Binotto: Das ist der Audi-Masterplan in der Formel 1. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  72. Jonathan Wheatley: Rolle des Teamchefs schien "lange unerreichbar". Abgerufen am 11. Januar 2026.
  73. Sauber anuncia a Iñaki Rueda y más cambios antes de la llegada de Audi. 30. Oktober 2024, abgerufen am 11. Januar 2026 (spanisch).
  74. Tobias Grüner: James Key: Sauber holt neuen Technik-Direktor. 7. Juni 2023, abgerufen am 11. Januar 2026.
  75. Ex-Verstappen-Begleiter erhält neue Audi-Rolle. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  76. Hülkenberg zum Hydraulikdefekt in Monza: "Habe nichts davon gemerkt". Abgerufen am 11. Januar 2026.
  77. Ben Evans: Norris once went on foul-mouthed rant about Bortoleto’s new Sauber race engineer. 24. Februar 2025, abgerufen am 11. Januar 2026 (britisches Englisch).
  78. Gernot Döllner - Vorsitzender des Vorstands. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  79. Jürgen Rittersberger - Finanz, Recht und IT. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  80. Christian Foyer - Biografie. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  81. Stefan Dreyer - Biografie. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  82. Jürgen Mahlow: Hurrikan im Windkanal - ABB | Kundenmagazin. In: ABB | Storys (Schweiz). 15. Januar 2019, abgerufen am 8. Dezember 2025 (deutsch).
  83. Britain’s Motorsport Valley – the home of Formula 1. In: BBC Sport. 26. Juni 2013 (bbc.com [abgerufen am 8. Dezember 2025]).
  84. Sauber open new UK Technology Centre. Abgerufen am 8. Dezember 2025 (englisch).
  85. Sauber Motorsport Opens Technology Centre at Bicester Motion, UK. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  86. Audi expands Competence Center Motorsport for its Formula 1 project. Abgerufen am 8. Dezember 2025 (englisch).
  87. Audi erweitert Kompetenz-Center Motorsport für sein Formel-1-Projekt. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
  88. Audi Enters Formula 1. Abgerufen am 8. Dezember 2025 (englisch).
  89. Christian Foyer - Biografie. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  90. Christian Menath: F1-Personal-Hammer: Cadillac holt Audis ersten Formel-1-Chef. 26. September 2025, abgerufen am 9. Dezember 2025.
  91. Audi zentralisiert Verantwortlichkeiten im Formel-1-Projekt. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
  92. Christian Menath: Silberpfeil von Audi: F1-Team provoziert Mercedes bei Präsentation. 12. November 2025, abgerufen am 8. Dezember 2025.