Aska Matsumiya

Aska Matsumiya (japanisch アスカ・マツミヤ; geboren im 20. Jahrhundert) ist eine japanische Musikerin und Filmkomponistin, die in den USA lebt.

Leben und Karriere

Aska Matsumiya stammt aus einer Familie, in der viel Musik gehört wurde. Ihre Mutter liebte klassische Musik, ihr Vater spielte Gitarre und sang. Schon mit drei Jahren begann Aska Klavier zu spielen. Als sie zwölf Jahre alt war, zog sie mit ihrer Mutter nach Kalifornien, wo sie eine Schule besuchte, in der Kunst gefördert wurde. Sie interessierte sich nur für klassische Musik, bis sie mit 16 Jahren Keyboardspielerin einer Punk-Band wurde, für die sie die Schule verließ.[1]

Später begann sie, ihre eigene Musik zu schreiben und komponierte für über 20 Filme Soundtracks, unter anderem für I’m Your Woman von Julia Hart, Halle Berrys Bruised und The Listener von Steve Buscemi. Sie arbeitete auch für Spike Jonze und komponierte Musik für Werbungen[1] von Audi, Porsche, Chanel, Hermes, Miu Miu und Prada.

Nachdem sie für Filmaufnahmen der Surferin Kassia Meador Musik geschrieben hatte, erwählte sie Surfen zu ihrem Hobby.[1]

Ihre erste Solo-Komposition für einen Film war 2018 die Musik für Skate Kitchen von Crystal Moselle. Diese Musik wurde in der Filmkritik von Sara Stewart in der New York Post als „an infectious, raucous soundtrack“[2] (ein mitreißender, rauer Soundtrack) charakterisiert.

Für sich selbst und ihre Karriere charakterisierte sie die Zusammenarbeit mit Ryūichi Sakamoto 2022 für den Film After Yang als eine ihrer wichtigsten Erfahrungen. Für die Filmmusik, die sie gemeinsam mit Sakamoto kreierte, wurden auch mithilfe der Künstlichen Intelligenz neue Melodien erschaffen, indem Aska Matsumiya Variationen ihrer Klavierstücke in die Software eingab und von der KI Vorschläge für andere Harmonien erhielt, mit denen sie weiterarbeiten könnte.[3] Durch den Soundtrack für After Yang festigte sie ihren Ruf als eine der herausragenden Komponistinnen ihrer Generation. Für diesen Film komponierte sie nach eigenen Angaben, ohne den Film gesehen zu haben, nachdem sie einzig und allein das Drehbuch gelesen hatte.[4]

2024 vertonte sie auch die japanischen Netflix-Serie Beyond Goodbye.

Danach gefragt, warum sie komponiere, meinte sie in einem Interview mit composer.spitfireaudio.com: „That’s just my interest; exploring sounds, and it always comes back around to whatever project I’m working on“[4] (Das ist einfach mein Interesse: Klänge zu erforschen, und das kommt immer wieder in jedem Projekt zum Tragen, an dem ich arbeite.).

Sie hat ihren ständigen Wohnsitz in den USA und ist Mutter einer Tochter und eines Sohns.[4]

Auszeichnungen

  • 2023 Outstanding Music Direction and Composition für den 2023 Daytime Emmy

Filmografie (Auswahl)

  • 2010: I’m Here
  • 2018: State Like Sleep
  • 2019: Selah and the Spades
  • 2019: 37 Seconds
  • 2020: Bruised
  • 2020: I’m Your Woman
  • 2021: After Yang
  • 2022: The Listener
  • 2023: All the Songs We Never Sang
  • 2024: Beyond Goodbye

Einzelnachweise

  1. a b c Podcast: Aska Matsumiya. In: The Surfers Journal. Abgerufen am 22. November 2025 (amerikanisches Englisch).
  2. ‘Skate Kitchen’ would’ve been better as a documentary. 9. August 2018, abgerufen am 22. November 2025 (amerikanisches Englisch).
  3. Interviews: 映画『After Yang』のサウンドトラックを制作した日本人作曲家 Aska Matsumiya に迫る. 12. Dezember 2022, abgerufen am 22. November 2025.
  4. a b c Aska Matsumiya on modular synths, crystal bowls and scoring to emotion rather than visuals. Abgerufen am 22. November 2025.