Anti-asiatischer Rassismus
Anti-asiatischer Rassismus bzw. Antiasiatischer Rassismus beschreibt eine Form des Rassismus gegenüber Menschen, denen eine „asiatische“ Herkunft zugeordnet wird. Anti-asiatischer Rassismus ist im öffentlichen Diskurs unterrepräsentiert. Das liege beispielsweise daran, dass asiatische Menschen oft als „Vorzeige-Migranten“ (Model Minority) dargestellt werden. Deshalb wird ihnen häufig abgesprochen, dass sie Rassismus erleben. Auch spielt hierbei die mediale Repräsentation eine wesentliche Rolle, da bei vielen rassistischen Vorfällen gegenüber Asiaten das rassistische Motiv verharmlost wurde und reproduziert wurde.
Der Begriff gilt als politisch, da nicht alle asiatischen Menschen von anti-asiatischen Rassismus betroffen sind, sondern hauptsächlich Menschen, die als solche gelesen werden, vor allem aus dem südostasiatischen und ostasiatischen Raum.
Begriffsetymologie
Beschreibung
Mit den Begriffen „Anti-asiatischer Rassismus“ und „Antiasiatischer Rassismus“ wird eine Form des Rassismus gegenüber asiatischen Menschen bzw. „Asiaten“ beschrieben. Mit dem Begriff „Asiate“ werden im westlichen Kontext vor allem Menschen aus dem ost- und südostasiatischen Raum beschrieben, vor allem Menschen, denen eine Herkunft aus Ländern wie China, Korea oder Vietnam. Häufig sind andere Länder auf dem Kontinent Asien wie Indien, Iran oder arabische Länder bei diesen Begriffen nicht mitgemeint.[1]
Kritik
Begriffe wie „Anti-asiatischer Rassismus“ werden oft kritisiert dafür, dass sie einen kulturell vielfältigen Kontinent homogenisiert bzw. gleichmacht. Beispielsweise wurde das in einer Umfrage deutlich, bei der 75 % der Befragten angaben, Menschen aus China mit Asien in Verbindung bringen, 46 % nannten Japan, und 13–15 % dachten bei Asien an Länder wie Thailand, Südkorea, Indien und Vietnam. Hingegen wurden westasiatische Länder wie der Iran von weniger als 2 % der Befragten mit Asien assoziiert. Als Folge davon werden Menschen aus westasiatischen Regionen oft eher als „muslimisch“ statt als „asiatisch“ wahrgenommen.[2]
Während es für Personen aus westasiatischen Regionen oft eigene Bezeichnungen gibt (z. B. arabisch), werden Menschen aus dem ost- und südostasiatischen Raum häufiger unter dem Begriff „Asiate“ zusammengefasst. Menschen, die von der Weißen Mehrheitsgesellschaft als „asiatisch“ markiert werden, seien in vielen Fällen nicht asiatischer Herkunft. Zudem sind auch indigene Menschen aus Peru und der Inuit von anti-asiatischen Rassismus betroffen, obwohl sie nicht aus dem Kontinent Asien sind.[3] Um diesen Prozess der Fremdzuschreibung sichtbar zu machen, wird heute häufig von asiatisch markierten und asiatisch gelesenen Personen gesprochen.[4]
Deshalb wird der Begriff des „Anti-asiatischen Rassismus“ als politischer Begriff genutzt, der hauptsächlich die Auswirkungen beschreibt, die Betroffene erleben, und nicht als Begriff, der die geografische Lage, Religion oder Kultur der Betroffenen beschreibt.[4] Die Bezeichnung trifft nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand in der Soziologie den Rassismus, den Betroffene weltweit erfahren, am besten, gilt jedoch nicht als ideal.[5]
Geschichte
Anfänge
Schon im dreizehnten Jahrhundert entstanden von europäischen Menschen Narrative und rassistische Bilder gegenüber ost- und südostasiatischen Menschen. In ihnen erscheinen solche Menschen als „anders“, „exotisch“ und „gefährlich“.[6] Ein Beispiel dafür ist Marco Polo, der über die Tausenden Frauen Kublai Khans und die Prostituierten außerhalb des Herrscherpalastes in Peking schreibt.[7]
19. Jahrhundert
Kolonialismus
Auch während der Kolonialzeit wurden rassistische Narrative gegenüber ostasiatischen Menschen geschürt. Ein Beispiel dafür ist das Pejorativum bzw. abwertender Begriff der „Gelben Gefahr“ aus der Kolonialzeit, mit dem die USA und die europäischen Kolonialmächte Ressentiments gegen (süd-)ostasiatische Völker, insbesondere gegen China, zu schüren versuchten. Der Begriff wurde erstmalig 1897 vom russischstämmigen Soziologen Jacques Novikow in seinem Aufsatz Le péril jaune erwähnt.
Zuvor hatte der Historienmaler Hermann Knackfuß nach einem Entwurf von Kaiser Wilhelm II. im Jahr 1895 das Bild Völker Europas, wahret eure heiligsten Güter gemalt. Mit diesem allegorischen Gemälde wollte Wilhelm II. die europäische Christenheit zum gemeinsamen Kampfe gegen die Gelbe Gefahr bzw. den gottlosen Buddhismus aufrufen. Kaiser Wilhelm übergab dieses Bild dem russischen Zaren mit der Bitte, die Einflüsse aus dem Osten unter Kontrolle zu halten („die drohende Gefahr eines durch Japan mobilisierten chinesischen Ansturmes“). Hinter dem Bild steckte die unterschwellige Anerkennung des Potenzials Ostasiens, dem man um die Wende zum 20. Jahrhundert zutraute, die europäisch-nordamerikanische Weltmachtstellung zu brechen.
Der Begriff kam nochmal zu Gebrauch, als Japan bzw. die Tigerstaaten in den 1980er Jahren die wirtschaftliche Vorherrschaft zu übernehmen schienen. Zuvor wurde der Begriff auch schon Ende der 1970er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland als ablehnende Bezeichnung für das China unter Deng Xiaoping benutzt.
Kalifornischer Goldrausch
Mit dem Kalifornischen Goldrausch ab 1848 kamen zahlreiche chinesische Arbeitskräfte nach Nordamerika. Sie wurden schnell als „Billiglöhner“ stigmatisiert, was zu rassistischer Gewalt führte – etwa beim Chinese massacre of 1871 in Los Angeles, wo mindestens 17 chinesische Menschen massakriert wurden.[8]
Rassistische Gesetze und deren Auflösung in den USA
Während des Chinese Exclusion Act durften chinesische Menschen die USA für eine Dauer von zehn Jahren nicht betreten. Es war das erste amerikanische Einwanderungsgesetz, das Menschen rassistisch und beruflich kategorisierte, was als Wendepunkt in der US-Einwanderungspolitik. Das Gesetz wurde 1883 vom damaligen US-Präsidenten Chester A. Arthur verabschiedet.[9] Auf dieses Gesetz folgte der Scott Act, das chinesischen Arbeitsmigranten untersagte, nach China zurückzukehren und erneut in die USA einzureisen, selbst wenn sie zuvor eine Wiedereinreisegenehmigung besaßen. Das hatte zur Folge, dass 20.000 chinesische Menschen nicht mehr in die USA zurückkehren konnten.[10] Durch den Geary Act wurde der ursprüngliche Chinese Exclusion Act um weitere 10 Jahre verlängert. 1902 wurde seine Gültigkeit auf unbestimmte Zeit verlängert. Dieses rassistische Gesetz wurde 1943 durch den Magnuson Act vom damaligen Vertreter der demokratischen Partei für den Bundesstaat Washington im Senat Warren G. Magnuson aufgelockert. Das Gesetz setzte für Einwanderer chinesischer Herkunft eine quote-basierte Obergrenze von 105 Personen pro Jahr, entsprechend dem Immigration Act of 1924. Dieses Gesetz war bis 1965 gültig, als der Immigration and Naturalization Services Act of 1965 alle nationalen Quoten aufhob und zu einem signifikanten Anstieg asiatischer Einwanderung in die USA führte.[11]
20. Jahrhundert
1890 kamen in der Hansestadt Hamburg viele chinesische Seemänner an. Im Verlaufe des 20. Jahrhunderts stellten Unternehmen wie Hapag-Llyod immer mehr chinesische Menschen in Deutschland an.[12]
Während des Nationalsozialismus
Asiatische Menschen, vor allem solche mit chinesischen Wurzeln, waren unter der Herrschaft der Nationalsozialisten von Rassentheorien betroffen: So wurden neben jüdischen Menschen, Sinti und Roma und politischen Gegnern und weiteren Gruppen auch chinesische Menschen in Konzentrationslager und Arbeitslager verschleppt und dort ermordet.[13] Insgesamt sollen während der NS-Zeit etwa 100 Chinesen in Konzentrationslagern inhaftiert gewesen sein, von denen mehrere durch Krankheit und Kriegsfolgen umkamen.
Kurz nach Beginn der NS-Herrschaft entließen Hamburger Reedereien (Schifffahrtsunternemen) ihre rund 600 chinesischen Heizer. Die Chinesische Botschaft in Berlin protestierte als Folge vehement gegen das Vorgehen, weshalb die NS-Rassenpolitik anschließend gegen chinesische und japanische Staatsangehörige im Deutschen Reich nur versteckt angewendet wurde.
Anfänglich wurde im August 1941 die Einlieferung von zwei Chinesen in das Konzentrationslager (KZ) Sachsenhausen bei Berlin verzeichnet. Nach der Nationalitätenstatistik waren insgesamt 32 chinesische Staatsbürger in Sachsenhausen inhaftiert, davon allein 26 im Jahr 1944.[14]
Zudem hat, nachdem die chinesische Regierung dem nationalsozialistischen Deutschland als Folge des Angriffs auf Pearl Habour den Krieg erklärt hat, die Gestapo während der sogennanten Chinesenaktion in Hamburg St.-Pauli im Mai 1944 insgesamt 130 chinesische Männer in Deutschland festgenommen und zunächst in die Davidwache und von dort in das Untersuchungsgefängnis an der Holstenglacis gebracht. Dort wurden ihnen eigene Besitztümer wie Pässe, Wertsachen und Geld abgenommen. Anschließend brachte man sie mit einem LKW in das Polizeigefängnis Fuhlsbüttel, wo die meisten von ihnen mehrere Monate einsaßen. Nach Zeugenaussagen wurden viele von ihnen dort schwer misshandelt und gefoltert, einige überlebten die Torturen nicht.[15]
Im September 1944 wurden 60 bis 80 der gefangenen Menschen in das Arbeitserziehungslager Langer Morgen verschleppt. Dort wurden sie zur Zwangsarbeit in Industrieanlagen und beim Gleisbau unter Mangelbedingungen gezwungen. Das Lager Langer Morgen unterstand der Gestapo, in der Praxis unterschied es sich nicht von den Konzentrationslagern, nur war die Haft in der Regel auf 56 Tage befristet. An den Bedingungen im Lager starben insgesamt 17 Menschen, wobei die Zahl der tatsächlichen Opfer um einiges höher geschätzt wird.[16][17] Einige chinesische Gastwirte und Kaufleute kamen in das Konzentrationslager Kiel-Hassee.[18]
Eine chinesische Person wurde während der NS-Zeit im KZ Auschwitz-Birkenau inhaftiert.[19]
Rassistische Narrative gegen vietnamesische Menschen in der BRD und DDR
Während der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieges lebten sowohl in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) vietnamesische Menschen, gegen die sich rassistische Narrative entwickelten. Diese Gruppe vietnamesischer Menschen war sehr heterogen.
DDR
Im Frühjahr 1980 beschlossen die DDR und Vietnam ein Abkommen zur Entsendung von Arbeitskräften. Diese Vertragsarbeiter sollten zunächst nur für fünf Jahre in der DDR bleiben. Um eine Rückkehr nach Vietnam sicherzustellen, wurden Maßnahmen und Regelungen beschlossen, die dafür sorgen sollten, dass sich die vietnamesischen Menschen nicht in Deutschland dauerhaft ansiedelten. So wurde in der Regel nur eine Person aus einer Familie rekrutiert, die Bewegungsfreiheit der Vertragsarbeiter war eingeschränkt und es gab keine Familienzusammenführung.[20]
Für die Vertragsarbeiter wurden neue Wohnungen und Wohnblöcke in Berlin-Marzahn und Berlin-Hohenschönhausen gebaut. Dies führte zu Unmut und Neid seitens der DDR-Bevölkerung, die teilweise mehrere Jahre auf staatlich verwaltete Wohnungen warten mussten. Ressentiments nahmen zu, und das Narrativ „Die Fremden nehmen uns alles weg“ manifestierte sich innerhalb der ostdeutschen Bevölkerung. Die anfängliche Beliebtheit und das Wohlwollen gegenüber den Vertragsarbeitern änderte sich zunehmend.
BRD
Vor 1975 lebten in der Bundesrepublik Deutschland hauptsächlich aus vietnamesischen Austauschstudierenden, die jedoch numerisch nicht stark vertreten waren. Ab 1975 kamen viele vietnamesische Menschen nach dem Ende des Vietnamkrieges als sogenannte Boatpeople in die Bundesrepublik Deutschland. Auch gegen diese Boatpeople gab es rassistische Gewalt. Am 21. August 1980 kam es zum Beispiel in Hamburg-Billbrook zu einem rassistischen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim, in dem vietnamesische Flüchtlinge untergebracht waren. Mindestens zwei Vietnamesen starben und mehrere wurden verletzt bei einem Angriff, der von Neonazis verübt wurde. Der Anschlag gilt als eine der ersten rassistischen Mordaktionen in der Bundesrepublik.[21]
Auch bestimmten seit den frühen 1980er Jahren Themen rund um die Ausländer- und besonders die Asylpolitik bestimmende, den politischen Diskurs. CDU und CSU griffen das emotionsgeladene Thema auf und führten ab 1986 eine Kampagne gegen „Asylbetrug“ und Wirtschaftsflüchtlinge durch.[22] Die rechtsradikalen Parteien Die Republikaner und DVU profitierten in Westdeutschland ab 1989 von der Radikalisierung und Emotionalisierung des Themas, nachdem es bereits ab 1986 verstärkt zu Überfällen von Neonazis auf Ausländer gekommen war[23], und zogen mit ihren fremdenfeindlichen Parolen in mehrere Landesparlamente ein.[24]
Gewalttaten in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda
Nach der deutschen Wiedervereinigung stieg die rassistisch motivierte Gewalt in Deutschland an. Hintergrund war die ansteigende Zahl von asylsuchenden Menschen, die beispielsweise vor dem Bürgerkrieg in Jugoslawien flüchteten. Auch asiatische Menschen waren davon stark betroffen, vor allem vietnamesische Menschen, die als Vertragsarbeiter in die damalige DDR eingewandert sind. Als Teil der Ausschreitungen griffen beispielsweise am 24. August mehrere hundert teils rechtsextreme Randalierer das sogenannte Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen an, während 3000 applaudierende Zuschauer die Polizei und Rettungskräfte behinderten.
21. Jahrhundert
COVID-19-Pandemie
Die Krankheit COVID-19, auch Corona(virus) genannt, die die COVID-19-Pandemie auslöste, war ein Verstärker des Rassismus gegenüber asiatischen Menschen. Das lag hauptsächlich daran, dass die Krankheit in der chinesischen Stadt Wuhan ausbrach. Dadurch wurden viele chinesische Menschen als Sündenböcke behandelt, was den Rassismus und die Xenophobie verstärkte.[25] Beispielsweise bezeichnete US-Präsident Donald Trump COVID-19 mehrfach als „China Virus“.[26] Auch medial gab es rassistische Vorfälle: So hat das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel einen Artikel mit dem Titel „Corona‑Virus. Made in China“ und eine asiatisch gelesene Person in Schutzanzug mit Gasmaske veröffentlicht. Das Cover wurde scharf kritisiert, weil es suggerierte, China sei absichtlich verantwortlich für den Virus.[27]
Die COVID-19‑Pandemie führte weltweit zu massiven Anfeindungen gegen asiatische Menschen – etwa in Kanada, dem Vereinigten Königreich, Australien und Deutschland. In Großbritannien wurden Anfang 2020 innerhalb weniger Monate über 267 anti-asiatische Hassdelikte registriert[28], in Australien 377.[29] In den USA stiegen dokumentierte anti-asiatische Hassverbrechen von 158 Taten im Jahr 2019 auf 279 Taten im Jahr 2020 und 746 Taten im Jahr 2021.[30]
Seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es auch in Deutschland Hinweise auf mehr Fälle von anti-asiatischem Rassismus. So haben sich die Anfragen, die bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wegen Diskriminierung eingegangen sind, im Vergleich zu 2019 nahezu verdoppelt (von rund 3.600 auf mehr als 6.000). Etwa jede vierte Anfrage 2020 bezog sich auf Diskriminierungen in Verbindung zum Coronavirus (1.500, Stand: Ende November 2020) – häufig gegen Menschen mit einer vermeintlich asiatischen Herkunft.[31] In einem Bericht des Mediendienstes Integration stimmten 15,2 Prozent der rassistischen Aussage „Die Asiaten sind für die rasante Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland verantwortlich“ zu. Jede zweite befragte Person mit asiatischem Migrationshintergrund gab zudem an, während der Corona-Pandemie selbst Diskriminierung erlebt zu haben. Elf Prozent haben auch körperliche Gewalt erlebt.[32]
Eine Studie der US-amerikanischen Organisation Stop AAPI Hate fand heraus, dass es in den USA zwischen März 2020 und 2022 mehr als 11.400 rassistische Vorfälle gegen asiatisch gelesene Menschen gab. Zwei Drittel dieser Vorfälle sind rassistische Belästigungen. Die eigentliche Zahl wird deutlich höher geschätzt, da diese Daten anhand von selbst angezeigten Übergriffen gesammelt wurde.[33]
Gegen diese rassistischen Entwicklungen wurden antirassistische Gegenbewegungen ins Leben gerufen. In Deutschland wurde die Initiative Ichbinkeinvirus.org ins Leben gerufen. Betroffene von Rassismus konnten auf der Website über ein Formular ihre Erfahrungen veröffentlichen und unterstützende Hilfsangebote finden. Im August 2021 wurde das Projekt geschlossen: Das Formular für Erfahrungsbeiträge wurde geschlossen und die Betreuung des Instagram-Kanals eingestellt. Die Website blieb online, um es weiterhin zu ermöglichen, unterstützende Angebote und Akteure zu finden.[34] In den USA wurde die Organisation Stop APPI Hate als Reaktion auf die steigende Zahl von anti-asiatischer Hasskriminalität gegründet. Auch wurden seit 2021 unter dem Motto Stop Asian Hate viele Demonstrationen gegen anti-asiatischen Rassismus angemeldet, vor allem in den Vereinigten Staaten und Kanada.[35] In den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Berlin wurden Meldestellen gegen anti-asiatischen Rassismus eingerichtet, wie das MiRa NRW, eine Melde- und Informationsstelle anti-schwarzer, antiasiatischer und weiterer Formen von Rassismus in NRW,[36] und die Meldestelle AAR in Berlin.[37]
Gesellschaftliche Rezeption
Anti-asiatischer Rassismus gilt sowohl in der Rassismusdebatte als auch im öffentlichen Diskurs als unterrepräsentiert.
Gründe
Ein häufiger Grund für die Unterrepräsentierung des anti-asiatischen Rassismus ist die mediale Berichterstattung. Beispielsweise ergab eine US-amerikanische Medienanalyse von 84 Zeitungsartikeln, dass Medienberichte zu COVID-bezogenem anti-asiatischem Rassismus häufig Stereotype gegenüber asiatischen Menschen reproduzieren würden. Dadurch würde die Wahrnehmung solcher rassistischen Vorfälle verzerrt werden.[38] Auch wurde beispielsweise beim Attentat von Atalanta 2021 das rassistische Motiv medial verharmlost.[39]
Ein weiterer Grund sind oft fehlende wissenschaftliche Untersuchungen. So gibt es laut der Humbolt-Universität zu Berlin in Deutschland bisher zu wenige Untersuchungen zur historischen Genese des anti-asiatischen Rassismus.[40] Erst seit der Corona-Pandemie kommt es zu wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit anti-asiatischem Rassismus, beispielsweise werden in den USA erstmals wissenschaftliche Studien dazu durchgeführt.[41]
Ein DeZIM-Projekt „Soziale Kohäsion in Krisenzeiten“ zeigt, dass neben individuellen Vorfällen auch sozialpsychologische Mechanismen existieren, die anti-asiatischen Rassismus in der Bevölkerung stabilisieren würden, wie zum Beispiel rassistische Vorurteile.[42]
Vorzeigeminderheit/Model Minority
Asiatische Menschen, vor allem diese aus dem ostasiatischen und südostasiatischen Raum, werden oft als Vorzeigeminderheiten (Model Minoritys) bezeichnet. Diesen wird oft sozioökonomischer Erfolg, also finanzieller und sozialer Erfolg zugeschrieben. Häufig werden deshalb asiatisch gelesene Menschen in vielen Ländern mit positiven Stereotypen wie „gebildet“, „fleißig“, „gut integriert“ assoziiert. Solche Zuschreibungen bewirken, dass Diskriminierung und Rassismuserfahrungen nicht als ernsthaft oder strukturell/institutionell wahrgenommen werden – vielmehr gelten asiatisch gelesene Menschen als „vorbildlich“. Das macht es schwer, anti-asiatischen Rassismus als Problem zu definieren und ernst zu nehmen.
Der Mythos der Vorzeigeminderheit führt auch dazu, dass die Auswirkungen von anti-asiatischem Rassismus weniger untersucht und betroffenen Menschen teilweise wichtige antirassistische Ressourcen verwehrt werden. Dies würde dafür sorgen, dass der Eindruck entsteht, dass anti-asiatischer Rassismus kein Problem sei, weshalb keine Maßnahmen dagegen eingeleitet werden.
Diese Unsichtbarmachung hat Konsequenzen für betroffene Menschen. Zum Beispiel werden psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen weniger mit Rassismus und Ungleichbehandlung in Zusammenhang gebracht.[43]
Erscheinungsformen
Gewalt
Ostasiatische und südostasiatische Menschen, vor allem Frauen, sind häufig von Gewalt betroffen. Dazu gehören körperliche, psychische, und auch sexuelle Gewalt. Eine US-Studie aus dem Jahr 2025, die Gewaltformen bei asiatisch-amerikanischen Frauen untersucht, deckt ein breites Spektrum an Gewalt auf: 55 % der Teilnehmerinnen erlebten hassmotivierte verbale Angriffe, 32,2 % erlebten sexuelle Gewalt im Kontext von Partnerschaften, 16,3 % körperliche Partnergewalt, 11,4 % körperliche Gewalt mit rassistischem Hintergrund.[44]
Beispielsweise ereignete sich 2016 beispielsweise in Dessau-Roßlau, einer Stadt in Deutschland, ein rassistischer Sexualmord einer chinesischen Austauschstudentin. Li Yangjie, die zu dem Zeitpunkt joggen war, wurde von Sebastian F. zuerst vergewaltigt und dann ermordet.
Xenia I., die Frau des Mörders, lockte sie damals von einer Joggingstrecke in das Haus von ihr und ihrem Mann, angeblich, damit Li Yangjie ihr beim Tragen schwerer Kartons helfen kann. Sie soll zunächst erstmal gezögert haben, sei dann jedoch mitgegangen. Nach Erkenntnissen der Ermittler wartete hinter der Eingangstüre Sebastian F. und überwältigte sie. Er schleppte Li Yangjie demnach in den ersten Stock und vergewaltigte die junge Frau „auf jede erdenkliche Art“ (laut der Süddeutschen Zeitung).
Während des Amoklaufes in Atalanta am 16. März 2021 tötete ein Mann in drei Massagesalons in Atalanta acht Menschen, darunter auch sechs Frauen mit asiatischer Abstammung. Obwohl offiziell kein Tatmotiv bekannt war, wurde die Tat meistens als rassistisch motiviert eingestuft. Beispielsweise sagte ein Augenzeuge gegenüber lokalen koreanischen Medien, dass der Schütze gesagt habe, er würde alle Asiaten töten. Der Verdächtige hat jedoch behauptet, dass seine Handlungen nicht rassistisch motiviert waren, sondern mit seiner Sexsucht zusammenhingen.
Der damalige Präsident der Vereinigten Staaten Joe Biden verurteilte daraufhin die Diskriminierung asiatischer Amerikaner, auch wenn er sich nicht zu einem Motiv äußerte. Auch Vizepräsidentin Kamala Harris bekundete ihre Solidarität mit der asiatisch-amerikanischen Gemeinschaft.
Kulturelle Aneignung
Yellowfacing und Karnevalskostüme
An Karneval, Fastnacht, Fasching und anderen traditionellen westlichen Festen kleiden sich viele Menschen in Chinesen-Kostüme, wie zum Beispiel beim Dietfurter Chinesenfasching. Oft werden diese auch gelb angemalt. Diese Verkleidung wird als Yellowfacing bezeichnet. Yellowfacing wird als rassistisch betrachtet, da rassistische Klischees und stereotype Darstellungen bedient und fortgeschrieben werden.[45]
Aussehen
2020 entstand der sogenannte Fox-Eyes-Trend durch die Influencerinnen Bella Hadid und Gigi Hadid. Bei diesem Trend werden die Augen mithilfe eines Eyeliners so geschminkt, dass sie an die stereotype schlitzäugige Augenform von ostasiatischen Menschen erinnern. Dazu wird oft die sogenannte Migränepose inszeniert, bei der mit den Händen an den Schläfen die Augen zusätzlich nach oben gezogen werden, um die schlitzartige Form noch zu verstärken. Insbesondere in der ostasiatischen Community gab es Widerstand gegen den Trend, da sie sehr häufig mit Begriffen wie „Schlitzauge“ beleidigt werden, dieser jetzt von weißen Menschen zu einem wünschenswerten Schönheitstrend wächst.
Hypersexualisierung/Fetischisierung
Viele asiatische Menschen, vor allem asiatische Frauen, werden in vielen Bereichen stark sexualisiert und fetischisiert. Das wird beispielsweise in Filmen und Serien deutlich, da ost- und südostasiatische Frauen in vielen Filmen als „Drachenladys“ oder „zarte Lotusblumen“ dargestellt werden. Drachenladys werden oft als emotionslos, manipulativ und mysteriös dargestellt. Der Begriff der Drachenlady beschreibt hierbei das Klischee einer asiatisch gelesenen Frau als Femme Fatale, als skrupellos, gewalttätig und gleichzeitig als begehrenswert und schön dargestellt wird. Beispielsweise entspricht die Schauspielerin Lucy Liu diesem Typ, zudem wurde sie mit einem MTV Movie Award in der Kategorie „Beste Schurkin“ (Best Villain) für ihre Rolle in Kill Bill: Volume 1 ausgezeichnet. Solche Figuren finden sich auch in Filmen wie Austin Powers und Full Metal Jacket und gehen bis ins Jahr 1924 zurück. Damals spielte Anna May Wong, eine US-amerikanische Schauspielerin mit chinesischen Wurzeln, die Rolle einer hinterhältigen versklavten Mongolin im Film Der Dieb von Bagdad.[46]
Die westliche Darstellung ostasiatischer Frauen basiert hiermit also nicht nur auf Rassismus, sondern auch auf Sexismus.[47] Häufig haben Schauspielerinnen ostasiatische Herkunft in Hollywood-Produktionen, dem westlichen Schönheitsideal oder erfüllen Vorurteile, die häufig von ostasiatischen Personen erwartet werden, wie zum Beispiel sehr helle Haut, feine Gesichtszüge und einen schlanken, zierlichen Körper. Bereits 1887 entwarf der französische Schriftsteller Piérre Loti in seinem Roman Madame Chrysanthème eine Figur mit vielen rassistischen Zuschreibungen. In dieser Geschichte geht es um einen Offizier, der in Nagasaki stationiert war und eine Geisha zur Frau hatte. Diese Frau wurde mit „créme-farbener Haut, schwarzen Haaren und Katzenaugen“ beschrieben, „hübsch und nicht größer als eine Puppe“. Außerdem ist er von drei weiteren, als unterwürfig charakterisierten japanischen Frauen umgeben, die ihm zu Füßen liegen und ihn nach seinen Wünschen bedienen.[46]
Im Gegensatz dazu wird asiatisch gelesenen Männern in schauspielerischen Rollen oft jegliche Sexualität oder sexuelles Begehren abgesprochen. Beispielsweise stellte der chinesische Schauspieler Jackie Chan in seinen Rollen im Vergleich zu James Bond sehr selten sexuell begehrte Charaktere dar, obwohl er das subjektive Bild der Männlichkeit in den Figuren häufig erfüllt. Das stereotype Bild eines asiatisch gelesenen Mannes ist häufig klein, dünn und von körperlicher Schwäche und Unterlegenheit geprägt. Diese Darstellung hat reale Folgen für asiatisch gelesene Männer: in einer Studie zum Dating-Verhalten auf OkCupid werden asiatisch gelesene Männer am wenigsten mit anderen verkuppelt.[46]
Auch die Sexualisierung von südostasiatischen, vor allem thailändischen und vietnamesischen Frauen spielt hierbei eine große Rolle. Ein Beispiel dafür war der Vietnamkrieg: während des Vietnamkriegs waren viele US-Soldaten in Saigon stationiert, wodurch sich dort eine große Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen entwickelte. Gleiches geschah auch an anderen Stützpunkten der US-Amerikaner, wie in Thailand oder auf den Philippinen. Selbst nach Abzug der Truppen aus diesen Regionen wuchs die Nachfrage weiter an, was das Bild vermeintlich käuflicher, asiatischer Frauen in westliche Länder transportierte. Der so genannte Massensextourismus ist bis heute die Folge. Eine Industrie von Heiratsvermittlung zwischen weißen Männern aus dem Westen und ostasiatischen Frauen aus Regionen etablierte sich. Diese Heiratsvermittlungen ähneln teilweise Warenkatalogen, in denen thailändische Frauen je nach Vorlieben und Geschmack „ausgewählt“ werden können. In vielen Fällen entsteht dadurch das Bild der Unterwürfigkeit und Willenslosigkeit ostasiatischer Frauen, welches einen Teil des antiasiatischen Rassismus ausmacht. In einer Dokumentation des NDR wird die Situation in Pattaya in Thailand geschildert, in der unter anderem deutsche Männer interviewt werden, die zum Teil dauerhaft dort leben und auf YouTube-Kanälen Tipps zum Sextourismus geben. Ihren Erzählungen zufolge seien die thailändischen Frauen immer fröhlich und glücklich. In einem Nebensatz erwähnen sie, dass der Preis für Sex hier sehr niedrig sei und man sich das als Europäer gut leisten könne.[48][49]
In der Doku wird auch von einer Frau berichtet, die schwanger von einem deutschen Touristen sitzen gelassen wurde, nachdem er ihr versprochen hatte, sie mit dem gemeinsamen Baby nach Deutschland zu holen.[48] Der „reiche Westen“ ist für viele südostasiatische Menschen nach wie vor ein Sehnsuchtsort, der ihrer Meinung nach besser ist. Diese Erwartungshaltung ist tief in den Köpfen der Menschen verankert, sowohl in den Köpfen der asiatischen Menschen als auch in den Köpfen der westlichen Menschen. Diese Erwartungshaltung wird teilweise als kolonial bewertet. Dadurch werden Menschen mit ost- und südostasiatischer Herkunft wiederum oft als rückschrittlich, weniger selbstbestimmt und den weißen Menschen untergeordnet betrachtet. Auch die Heiratsvermittlung selbst wird teilweise als kolonial bewertet, da die weißen Männer zu großen Teilen selbst entscheiden, wen sie wollen.[49]
Folgen
Psychische Folgen
Deutsche asiatischstämmige Menschen berichteten in einer Umfrage von Dezember 2020 über deutlich niedrigere Lebenszufriedenheit und Gesundheit infolge pandemiebedingter Diskriminierung. So stehen alle Formen des erlebten oder beobachteten Rassismus im Zusammenhang mit Symptomen von Depression und Angststörung. Auch posttraumatische Belastungsstörungen und Schlafstörungen sind Folgen des anti-asiatischen Rassismus.[50] Die Crisis Text Line, eine Gruppe, die psychische Gesundheitsunterstützung per SMS anbietet, verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen Anstieg der Texte asiatischer Amerikaner um 39 Prozent. Die Gemeinschaft war während des SARS-Ausbruchs im Jahr 2002 mit einer ähnlichen Diskriminierung konfrontiert, und Studien ergaben, dass diese Stigmatisierung die betroffene Bevölkerungsgruppen davon abgehalten haben könnte, sich um eine Behandlung zu kümmern, was zu wenig gemeldeten Krankheiten und schlechteren gesundheitlichen Folgen führte.[51] Diese psychischen Herausforderungen werden durch zusätzliche Hindernisse erschwert: Viele Anbieter bieten keine Sprachdienste für asiatische Patienten an, und psychische Gesundheitsbehandlungen werden in der asiatisch-amerikanischen Gemeinschaft oft stigmatisiert. Infolgedessen suchten nur 5,8 Prozent der asiatischen Amerikaner eine Art von psychischen Gesundheitsdiensten oder -ressourcen, verglichen mit 19 Prozent der weißen Amerikaner.[52]
Wirtschaftliche Folgen
Die COVID-19-Pandemie brachte erhebliche wirtschaftliche Folgen für asiatische Menschen mit sich. So stieg die Arbeitslosigkeit unter asiatischen Menschen in New York City um 10.210 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, on 501 arbeitslosen Asiaten in 2019 auf 51.653 Arbeitslosen in 2020. Damit zählte der Anstieg der Arbeitslosigkeit unter asiatischen Menschen als der größte Anstieg unter allen ethnischen Gruppen in New York.[53] Asiatische Restaurants in den USA verloren durchschnittlich 18,4 % ihres Umsatzes, was einem Gesamtschaden von etwa 7,4 Milliarden US-Dollar Umsatzverlust im Jahr 2020 entspricht, während der Umsatzverlust in Regionen, wo Donald Trump mehrheitlich beliebt war, noch höher war.[54] Plattformen wie Yelp entfernten über 475 rassistische Bewertungen gegen asiatische Unternehmen.[55]
Bamboo Ceiling
Mit Bamboo Ceiling werden Schwierigkeiten von asiatischen Menschen in westlichen Berufsfeldern, vor allem beim Aufstieg in Führungs- und Vorstandspositionen beschrieben. Der Begriff tauchte erstmals 2005 im Buch Breaking the Bamboo Ceiling: Career Strategies for Asians von Jane Hyun auf und beschrieb das Problem, dass asiatische Menschen trotz hoher beruflicher Qualifikationen deutlich größere Schwierigkeiten beim Aufstieg in Führungspositionen haben. Trotz starker Schulabschlüsse und Integrität sind asiatische Menschen häufig in beruflich mittleren Positionen vertreten, aber deutlich unterrepräsentiert in Spitzenpositionen. So sind beispielsweise zwei Prozent von Fortune-500-CEOs asiatischer Herkunft, obwohl asiatische Menschen rund 9 % der Erwerbsbevölkerung ausmachen.[56] Das liegt daran, dass asiatische Menschen stereotyp oft als „intelligent, fleißig, aber nicht als durchsetzungsfähig oder führungsfähig“ gelten, weshalb sie eher in Fach- statt in Führungsrollen gesteckt werden.[57]
Literatur
- Hami Nguyen: Das Ende der Unsichtbarkeit. Warum wir über anti-asiatischen Rassismus sprechen müssen. Ullstein Buchverlage GmbH 2023, ISBN 978-3-550-20257-5
- Cathy Park Hong: Störgefühle. Über anti-asiatischen Rassismus. Aufbau-Verlag 2022, ISBN 978-3-351-03944-8
- korientation e. V.: Raumnehmen. Menschen aus asiatisch-diasporischen Communitys in Deutschland erzählen W_orten & meer 2025, ISBN 978-3-945644-52-2
Weblinks
- korientation e.V., (post)migrantische Selbstorganisation und Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven
- MiRA NRW, Melde- und Informationsstelle anti-schwarzer, antiasiatischer und weiterer Formen von Rassismus in NRW
- Meldestelle AAR, Melde- und Informationsstelle von anti-asiatischem Rassismus in Berlin
Einzelnachweise
- ↑ "In the Name Of" - Diskussion zu Begriffen und Positionierungen der Asiatisch-Deutschen Communities 2020 - korientation e.V. 12. Januar 2021, abgerufen am 15. August 2025.
- ↑ Suda, K., Mayer, S. J. & Nguyen, C.: Antiasiatischer Rassismus in Deutschland. Aus Politik und Zeitgeschichte. 2020.
- ↑ Lindsay Richardson: Inuit getting caught up in anti-Asian hate crimes in Montreal, advocates say. In: APTN News. 14. April 2020, abgerufen am 18. August 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ a b Hami Nguyen: Das Ende der Unsichtbarkeit. Warum wir über anti-asiatischen Rassismus sprechen müssen. Ullstein Buchverlage GmbH, ISBN 978-3-550-20257-5, S. 16–20.
- ↑ Goel, Urmila; Kim, Jee-Un; Prasad, Nivedita; Ha, Kien Nghi: Selbstorganisation und (pan-)asiatische Identitäten : Community, People of Color und Diaspora. Assoziation A, Hamburg/Berlin, ISBN 3-86241-409-4, S. 69.
- ↑ Michael Keevak: Becoming Yellow: A Short History of Racial Thinking. Princeton University Press, 2011, ISBN 978-0-691-14031-5, doi:10.23943/princeton/9780691140315.001.0001.
- ↑ Anti-asiatischer Rassismus: populäre Beispiele aus 250 Jahren westlicher Kulturgeschichte. In: mdw-Magazin. 25. September 2023, abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Gillian Brockell, Andrew Jeong, Niha Masih, Abbie Cheeseman, Vivian Ho, Candace Buckner, Teo Armus, Alex Horton, Maham Javaid, Warren Strobel, Carolyn Hax: The long, ugly history of anti-Asian racism and violence in the U.S. In: The Washington Post. 18. März 2021, ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 18. Juni 2025]).
- ↑ Chinese Exclusion Act | Definition, History, & Facts | Britannica. 31. Mai 2025, abgerufen am 19. Juni 2025 (englisch).
- ↑ Scott Act (1888). Abgerufen am 19. Juni 2025.
- ↑ Chinese Exclusion Repeal Act, aka the Magnuson Act, is signed on December 17, 1943. - HistoryLink.org. Abgerufen am 22. Juni 2025.
- ↑ Day of Commemoration of the Chinese People Persecuted under National Socialism in Hamburg (‘Chinese Action’) | CPPD. Abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
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