Anneliese Schöfbeck

Anneliese Schöfbeck (* 11. November 1936 in Plauen) ist eine deutsche Malerin und Grafikerin.

Leben und Werk

Der Vater Anneliese Schöfbecks, Friedrich Schöfbeck, betrieb in Plauen ein Autolohnfuhrgeschäft. Anneliese Schöfbeck machte 1955 in Plauen das Abitur. Nach einem kurzzeitigen Besuch der Fachschule für Landwirtschaft in Ladebow[1] studierte sie von 1955 bis 1959 bei Herbert Wegehaupt am Caspar-David-Friedrich-Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Kunsterziehung. Von 1960 bis 1961 arbeitete sie als Lehrerin. Von 1961 bis 1964 und von 1969 bis 1972 studierte sie bei Fritz Dähn, Arno Mohr, Walter Womacka und Günter Brendel an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Malerei und Graphik. Seitdem ist sie freiberuflich als Malerin und Grafikerin tätig, erst in Berlin und Görlitz. Seit 1974 lebt sie in Hohen Viecheln.

Zur künstlerischen Arbeit hielt sie sich seit 1957 regelmäßig auf Rügen auf. Ab 1980 unternahm sie Reisen nach Bulgarien, Ungarn, in die Sowjetunion und in die CSSR. Seit der deutschen Wiedervereinigung hatte sie Arbeits- und Studienaufenthalte in einer Vielzahl von europäischen Ländern. Vor allem seit der Wiedervereinigung folgten zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.

1993 arbeitete sie mit einem Stipendium des Kultusministeriums Mecklenburg-Vorpommern in der norwegischen Künstlerkolonie Ekely. 2004 und 2006 beteiligte sie sich an internationalen Pleinairs im Niemeyer-Holstein-Atelier Lüttenort und in der Kunstmühle Schwaan, und 2018 hatte sie ein Reisestipendium des Künstlerhauses Schloss Plüschow für das „Oberpfälzer Künstlerhaus“ in Fronberg.

Anneliese Schöfbecks Werk ist der Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns, ihren historischen Städten und ihrer nahen Umgebung gewidmet.

Ihre Bilder befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

Anneliese Schöfbeck ist mit dem Keramiker und Maler Wilko Hänsch (* 1944) verheiratet. Sie ist die Mutter des Archäologen und Architekturhistorikers Tilo Schöfbeck (* 1973).

Mitgliedschaften

Rezeption

„Ihre an der klassischen Moderne geschulte Bildsprache visualisiert ihre persönliche Welterfahrung immer wieder neu und von Grund auf, ehrlich, emotional und kraftvoll.“ (Katrin Arrieta)

Literatur

  • Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 847.
  • Anneliese Schöfbeck: Erlebnis und Gestalt. Malerei. Grafik. Collage. Eine Monografie. Lukas Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-86732-433-5.

Einzelnachweise

  1. Anneliese Schöfbeck aus Plauen – Maren Martini – Mein Weg zum ganzheitlichen Leben