André-Marie Ampère

André-Marie Ampère (* 20. Januar 1775 in Lyon, Frankreich; † 10. Juni 1836 in Marseille) war ein französischer Physiker und Mathematiker. Er war Experimentator und Theoretiker der frühen Elektrodynamik. Ampère erklärte den Begriff der elektrischen Spannung und des elektrischen Stromes und legte die Stromrichtung fest. Nach ihm wurde 1893 die SI-Einheit der elektrischen Stromstärke benannt.

Leben

Ampère war der Sohn von Jean-Jacques Ampère und dessen Ehefrau Jeanne-Antoinette de Sarcey. Er fiel schon früh als wissbegieriger Knabe und durch sein gutes Gedächtnis auf. Sein Vater war ein Verehrer von Jean-Jacques Rousseau und erzog Ampère nach dessen Emile, seine Mutter sorgte für seine religiöse Verwurzelung im Katholizismus. Ampère las als Jugendlicher Buffons Naturgeschichte Histoire naturelle générale et particulière und systematisch die 35 Bände der Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers von Denis Diderot und Jean d'Alembert und lernte Griechisch, Latein und Italienisch. Sein Vater wurde 1793 nach dem Fall von Lyon (während der Französischen Revolution) als Girondist hingerichtet (als Friedensrichter hatte er zuvor einen führenden Jakobiner in Lyon, Joseph Chalier, verhaften und hinrichten lassen), was bei Ampère eine tiefe Krise auslöste. Als Achtzehnjähriger befasste er sich mit den Lehrbüchern des Schweizer Mathematikers Leonhard Euler und der klassischen Mechanik von Joseph-Louis Lagrange. Im gleichen Alter entwickelte er eine Plansprache, die er als friedensförderndes Werkzeug ansah. Er wandte sich ebenfalls der Botanik, der Metaphysik und der Psychologie zu, ehe er Mathematik und Physik studierte. Nachdem das elterliche Vermögen zusammengeschmolzen war, gab er Privatunterricht, besonders in Mathematik. Seine Kontakte zur Außenwelt waren aber gering.

Im Jahre 1796 lernte er Julie Carron kennen, die er 1799 heiratete. Sie war etwas älter und stammte aus einer angesehenen bürgerlichen Familie in einem Nachbarort von Ampères Wohnort. Obwohl sie aus ähnlichem sozialem Hintergrund kamen, war Ampère keine gute Partie und er warb lange und hartnäckig um sie, was in seinem Tagebuch dokumentiert ist. 1800 wurde ihr Sohn Jean-Jacques Ampère geboren, der ein bekannter Historiker, Philologe und Schriftsteller wurde. 1802 wurde er Lehrer für Physik und Chemie an der École centrale in Bourg-en-Bresse. Im selben Jahr verfasste Ampère mit Considerations sur la théorie mathématique du jeu ein mathematisches Werk zu einem wahrscheinlichkeitstheoretischen Aspekt von Glücksspielen, und zwar der Frage der Wahrscheinlichkeit des Ruins des Spielers bei stetigem Einsatz eines festen Bruchteils seines Kapitals. Die Arbeit machte ihn unter Wissenschaftlern in Paris bekannt. Bald darauf verfasste er eine Arbeit zur theoretischen Mechanik und eine Abhandlung über partielle Differentialgleichungen, die ihm 1814 die Mitgliedschaft in der französischen Akademie der Wissenschaften (damals Institut Impérial) einbrachte.

Die vier Jahre seiner ersten Ehe waren die glücklichsten seines Lebens. Im Jahr 1803 starb nach vierjähriger Ehe seine Frau, die sich von der Geburt des Sohnes nie völlig erholt hatte. Ampère war tief getroffen. Sein Interesse für Mathematik erlahmte, und er befasste sich zunehmend mit den Schriften von Kant, allgemeiner Wissenschaftstheorie und mit der Chemie. 1804 zog er nach Paris, wo er Repetitor für Mathematik an der École polytechnique wurde, was ihn aber bald langweilte. Im Jahre 1808 wurde er Generalinspektor der Universitäten, was er bis auf ein paar Jahre in den 1820er Jahren bis zu seinem Tod blieb. Ab 1819 lehrte er außerdem Philosophie an der Historisch-Philosophischen Fakultät der Sorbonne und 1820 wurde er Assistenzprofessor in Astronomie. 1824 erhielt er den Lehrstuhl für Experimentalphysik am Collège de France.

Im August 1806 heiratete er in Paris Jeanne-Françoise Potot (1778–1866), die Ehe war aber unglücklich und wurde bald geschieden. Aus dieser Ehe stammt die Tochter Albine (1807–1842). Er musste nun allein für die zwei Kinder aus den beiden Ehen sorgen. Beide bereiteten ihm später Sorgen, seine Tochter war mit einem jähzornigen und oft betrunkenen Armeeoffizier verheiratet und sein Sohn verfiel dem Einfluss von Madame Recamier.

Am 10. Juni 1836 starb Ampère in Marseille auf einer Inspektionsreise[1] im Alter von 61 Jahren an einer Lungenentzündung: „Sein Tod ist ein großer Verlust für die mathematischen Wissenschaften, welche durch seine ausgezeichneten Forschungen bedeutend gefördert worden.“[2] Er ist in Paris auf dem Cimetière de Montmartre beigesetzt.

Werk

Beiträge zur Chemie

Ampère stellte drei Jahre nach Amedeo Avogadro unabhängig von diesem das Avogadrosche Gesetz auf. Er war auch offen für die Arbeiten von Humphry Davy, die die Grundfesten der französischen Schule der Chemie (Antoine Laurent de Lavoisier) erschütterten: für Lavoisier war Sauerstoff der Träger des Säureprinzips, nach Davys Entdeckung von Natrium und Kalium fand sich dieser aber in starken Basen. Damit löste sich auch das Rätsel des grünen Gases (Chlorgas) bei der Zersetzung von Salzsäure; Ampère wie Davy vermuteten, dass es ein neues Element (Chlor) sein könnte (während man nach der Lavoisier-Theorie Sauerstoff als Bestandteil vermutete). Da Ampère aber weder Zeit noch Mittel hatte, dem weiter nachzugehen, gilt Davy als dessen Entdecker. Später (1813) erkannte Ampère die Verwandtschaft des gerade in Seetang entdeckten Jods mit Chlor, in der öffentlichen Anerkennung als Entdeckung eines neuen Elements kamen ihm aber wieder andere zuvor.[3] Er versuchte die chemische Affinität von Molekülen, die aus punktförmigen Atomen bestehen, aus der Geometrie von geometrischen Körpern (zum Beispiel Tetraeder, Oktaeder oder Würfel) abzuleiten. Beispielsweise bildeten bei Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff vier Moleküle ein Tetraeder, bei Chlor acht Moleküle ein Oktaeder (nach Ampère); Verbindungen aus Elementen konnten nur bestehen, falls sie reguläre Polyeder bildeten (was bei Tetraeder und Oktaeder nicht möglich war, wohl aber zwei Tetraeder mit einem Oktaeder zu einem Dodekaeder). Ampères spekulativere Arbeiten zur Chemie fanden jedoch bei anderen Gelehrten seiner Zeit kaum Interesse.

Beiträge zur Elektrodynamik

Im Frühherbst 1820 wurde Ampère durch François Arago auf die Versuche Hans Christian Ørsteds zur Ablenkung einer Magnetnadel durch den elektrischen Strom aufmerksam. Ampère wiederholte den Versuch und erkannte, dass Ørsted die Ablenkung des Magneten durch das Erdmagnetfeld nicht beachtet hatte. Mit einer verbesserten Versuchsanordnung konnte Ampère nun feststellen, dass sich die Magnetnadel immer senkrecht zum stromdurchflossenen Leiter stellte. Ampère nahm nun als Modellhypothese an, dass jeder Magnetismus seine Ursache in elektrischen Strömen habe und Ströme Magnetfelder erzeugen. Er überprüfte seine Hypothese – hypothetisch-deduktiv – zwischen dem 18. September und dem 2. November 1820 und konnte in aufeinanderfolgenden Versuchen nachweisen, dass zwei stromdurchflossene Leiter eine Anziehungskraft aufeinander ausüben, wenn in beiden Leitern die Elektrische Stromrichtung gleich ist, und dass sie eine Abstoßungskraft aufeinander ausüben, wenn die Stromrichtung entgegengesetzt ist. Ampère konstruierte ein Gerät zur Messung des Stroms, das er Galvanometer nannte (unabhängig von Ampère tat dies Johann Schweigger in Deutschland). Ampère verfeinerte seine Hypothese, indem er annahm, dass jeder Magnet viele Moleküle enthält, die jeweils einen kleinen Kreisstrom erzeugen (sog. Ampèresche Molekularströme zur Erklärung des Magnetismus). Er erkannte, dass die fließende Elektrizität die eigentliche Ursache des Magnetismus ist.

Im Jahr 1822 beschäftigte sich Ampère mit der Kraft zwischen zwei nahe beieinander liegenden stromdurchflossenen Leitern. Er konnte zeigen, dass diese Kraft zu dem Kehrwert des Abstands proportional ist. Bei der mathematischen Behandlung dieser Phänomene nahm er sich das Gravitationsgesetz (als Punkt-Kraft-Gesetz) von Isaac Newton zum Vorbild. Da der Strom jedoch als gerichtete Größe behandelt werden muss und die Stromstärke die Zeit als neue Größe enthält, hat das ampèresche Modell nur eine beschränkte Gültigkeit.

Ampère erklärte den Begriff der elektrischen Spannung und des elektrischen Stromes und setzte die Stromrichtung fest.

Neben der Begründung der Elektrodynamik erkannte Ampère das Prinzip der elektrischen Telegrafie (Vorschlag eines elektromagnetischen Telegraphen mit Jacques Babinet 1822), der aber über größere Entfernungen wenig praktikabel war. Erstmals realisiert wurde ein elektrischer Telegraph 1833 von Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Eduard Weber in Göttingen.

Ampère glaubte, dass das Erdmagnetfeld durch starke elektrische Ströme ausgelöst wird, die in der Erdrinde von Osten nach Westen fließen.

Beiträge zur Philosophie

Im Jahr 1827 verschlechterte sich Ampères Gesundheitszustand und er wandte sich von der Elektrodynamik anderen Gebieten zu (Philosophie, Logik, Anatomie, Kristalloptik, Botanik). In der Philosophie war er von Kant beeinflusst und war sogar einer der Ersten in Frankreich, die dessen Werk ernsthaft rezipierten. Für Ampère war dies eine Alternative zu der damals in Frankreich vorherrschenden sensualistischen Erkenntnistheorie von Étienne Bonnot de Condillac. Ampère lehnte aber gleichzeitig die Lehre von Raum und Zeit als A-priori-Anschauungen nach Kant ab, behielt aber dessen Unterscheidung von Phänomenen und Noumenon. Er folgte teilweise der Lehre seines Freundes Maine de Biran im Nachweis der Existenz einer unabhängigen materiellen Welt, von Gott und Seele. Ampère vertrat ein hypothetisch-deduktives Verfahren des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns: Der Naturforscher stellt eine Hypothese auf und fragt sich, welche Experimente unternommen werden müssen, um die Theorie zu stützen oder zu falsifizieren. Dabei ging er pragmatisch vor: Hypothesen konnten frei eingeführt werden, wichtig war nur, wie erfolgreich sie in der Naturerklärung waren. Später beschäftigte er sich mit der Naturphilosophie und der prästabilierten Harmonie von Gottfried Wilhelm Leibniz. Da das Denken des Menschen ein Bild des Denkens Gottes sei und Gott das Universum geschaffen habe, sollte nach Leibniz des Menschen Geist imstande sein, das Universum in reinen Denkakten zu verstehen: Sein und Denkgesetze sollten also einander entsprechen. Einheit der Wissenschaft sollte die Widerspiegelung des göttlichen Geistes sein. Ampère strebte danach, alle Wissenschaften zu klassifizieren, und veröffentlichte darüber 1834 ein Buch mit dem Titel Essai sur la philosophie des sciences. Unter den 64 Disziplinen waren auch einige neu von ihm eingeführt worden, wie die Technische Kinematik und Kybernetik.[4]

Rezeption

James Clerk Maxwell zählte Ampères Arbeiten über Elektrodynamik in seinem Treatise on electricity and magnetism[5][6] zu den „glänzendsten Taten, die je in der Wissenschaft vollbracht worden sind. Seine Schrift ist in der Form vollendet, in der Präcision des Ausdrucks unerreichbar und ihre Bilance besteht aus einer Formel, aus der man alle Phänomene, die die Electricität bietet, abzuleiten vermag, und die in allen Zeiten als Cardinal-Formel der Electrodynamik bestehen bleiben wird.“ Gleichzeitig vermutete Maxwell, dass der „Newton der Electricität“, wie ihn Maxwell nennt, seine Theorie nicht allein aus induktiven Schlussfolgerungen (aus dem Experiment) erhalten habe, sondern einem anderen Weg folgte und dann „vom Gerüst, das ihm zur Aufrichtung seines Gebäudes diente, alle Spuren entfernt hat“.

Ehrungen

1814 wurde er Mitglied der Académie des sciences in Paris.[7] Am 7. Januar 1822 wurde er Fellow der Royal Society of Edinburgh.[8] Ab 1825 war er korrespondierendes Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien,[9] ab 1827 der Preußischen Akademie der Wissenschaften[10]. Am 8. März 1827 wurde Ampère als auswärtiges Mitglied („Foreign Member“) in die Royal Society gewählt.[11] Im Dezember 1830 wurde er zum Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg gewählt.[12]

Zu Ehren Ampères ist die SI-Einheit des elektrischen Stromes „Ampere“ benannt worden.

Nach ihm ist die Pflanzengattung Amperea A.Juss. aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) benannt.[13]

Nach ihm ist seit 1935 ein Mondberg, der Mons Ampère, benannt.

In der Mathematik ist die Monge-Ampèresche Gleichung nach ihm benannt, eine nichtlineare partielle Differentialgleichung zweiter Ordnung, die in der Differentialgeometrie und bei Transportproblemen Anwendung findet und mit der sich Ampère um 1820 befasste (und davor Gaspard Monge).

Er wurde durch Namensnennung auf dem Eiffelturm geehrt.

Schriften (Auswahl)

Bücher

  • Considerations sur la théorie mathématique du jeu, Perisse, Lyon / Paris 1802 (Digitalisat).
  • Recueil d'observations électro-dynamiques. contenant divers mémoires, notices, extraits de lettres ou d'ouvrages périodiques sur les sciences, relatifs a l'action mutuelle de deux courans électriques, à celle qui existe entre un courant électrique et un aimant ou le globe terrestre, et à celle de deux aimans l'un sur l'autre. Chez Crochard, 1822 (französisch, online lesen in der Google-Buchsuche).
  • Exposé des nouvelles découvertes sur l'électricité et le magneétisme. Chez Méquignon-Marvis, 1822 (online lesen in der Google-Buchsuche).
  • Description d'un appareil électro-dynamique. Chez Crochard … et Bachelie, 1824 (online lesen in der Google-Buchsuche).
  • Théorie des phénomènes électro-dynamiques, uniquement déduite de l’expérience. Méquignon-Marvis, Paris 1826 (Digitalisat).
  • Essai sur la philosophie des sciences, ou, Exposition analytique d’une classification naturelle de toutes les connaissances humaines. 2 Bände, Bachelier, Paris 1834–1843 (Band 1, Band 2).

Zeitschriftenbeiträge

  • Recherches sur quelques points de la théorie des fonctions dérivées qui conduisent à une nouvelle démonstration de la série de Taylor et à l’expression finie des termes qu’on néglige lorsqu’on arrête cette série à travers un terme quelconque. In: Journal de l’École Polytechnique. Band 6 (= Heft 13), Paris 1806, S. 148–181. (Digitalisat).
  • Démonstration générale du principe des vitesses virtuelles, dégagées de la considération des infiniment petits. In: Journal de l’École Polytechnique. Band 6 (= Heft 13), Paris 1806, S. 247–269 (Digitalisat).
  • Démonstration de l’égalité de volume des polyèdres symétriques. In: Correspondance sur l’École impériale polytechnique, à l’usage des élèves de cette école. Band 1, Nr. 6 (Juli 1806), Paris 1808, S. 184–187 (Digitalisat).
  • Sur les avantages qu’on peut retirer, dans la théorie des courbes, de la considération des paraboles osculatrices, avec des réflexions sur les fonctions différentielles dont la valeur ne change pas lors de la transformation des axes. In: Journal de l’École Polytechnique. Band 7 (= Heft 14), 1808, S. 159–181 (Digitalisat).
  • Lettre de M. Ampère à M. le comte Berthollet sur la dètermination des proportions dans lesquelles les corps se combinent d’après le nombre et la disposition repective des molécules dont leurs particules intégrantes sont composées. In: Annales de chimie ou Recueil de mémoires concernant la chimie et les arts qui en dépendent. Band 90, 1814, S. 43–70 (Digitalisat).
    • Brief des Herrn Ampère an den Herrn Grafen Berthollet, über die Bestimmung der Verhältnisse, in welcher sich die Stoffe nach der Zahl und der wechselseitigen Anordnung der Molekeln, aus denen ihre integrirenden Partikeln zusammengesetzt sind, verbinden. In: Ostwalds Klassiker der exakten Wissenschaften. Band 8, Wilhelm Engelmann, Leipzig 1889, S. 23–45 (Digitalisat).
  • Considérations générales sur les intégrales des équations aux différentielles partielles. In: Journal de l’École Polytechnique. Band 10 (= Heft 17), Paris 1815, S. 549–611 (Digitalisat).
  • Contenant l’application de la théorie […] a l’intégration des équations aux différentielles partielles du premier et du second ordre. In: Journal de l’École Polytechnique. Band 11 (= Heft 18), Paris 1820, S. 1–188 (Digitalisat, Separatdruck).
  • Sur les effets des courans électriques. In: Annales de chimie et de physique. Band 15, 1820, S. 59–75 (Digitalisat).
    • Suite du mémoire sur l’action mutuelle entre deux courants électriques, un courant électrique et un aimant ou le globe terrestre, et entre deux aimants. In: Annales de chimie et de physique. Band 15, 1820, S. 170–218 (Digitalisat).
  • Rapport sur un Mémoire de M. Rousseau relatif à un nouveau moyen de mesurer la conductibilité des corps pour l’électricité. In: Annales de chimie et de physique. Band 25, 1824, S. 373–379 (Digitalisat) – mit Pierre Louis Dulong.
    • Abstract of the report on M. Rousseau’s memoir respecting a new method of measuring the power of bodies to conduct electricity. In: The Annals of philosophy. 2. Folge, Band 8, 1824, S. 39–41 (Digitalisat, Digitalisat).
  • Note sur une expérience relative à la nature du courant électrique. In: Annales de chimie et de physique. Band 27, 1824, S. 29–32 (Digitalisat) – mit Antoine César Becquerel.
  • Expériences sur les courants électriques produits par l’influence d’un autre courant. In: Annales de chimie et de physique. Band 48, 1831, S. 405–412 (Digitalisat) – mit Antoine César Becquerel.
    • Ueber die Erregung elektrischer Ströme durch andere Ströme dieser Art und durch Magneten. In: Annalen der Physik und Chemie. Band 24, Leipzig 1832, S. 612–621 (Digitalisat).
  • Théorie du calcul élémentaire. In: Nouvelles annales de mathématiques. Journal des candidats aux écoles polytechnique et normale. Band 4, Paris 1845, S. 105–109, 161–164, 209–213, 278–285 (Digitalisat) – postum.

Briefe

  • Henriette Cheuvreux (Hrsg.): Journal et correspondance de André-Marie Ampère. Recueillis par Mme H. C. J. Hetzel, Paris 1872, Digitalisat
  • André-Marie Ampère et Jean-Jacques Ampère. Correspondance et souvenirs (de 1805 a 1864). Recueillis par Madame H. C. 2. Auflage, 2 Bände, J. Hetzel, Paris 1875 (Band 1, Band 2)
    • André-Marie Ampère. Correspondance et souvenirs (de 1793 a 1805). Recueillis par Madame H. C. 7. Auflage, J. Hetzel, Paris 1877, Digitalisat
    • André-Marie Ampère. Journal et correspondance (1793 à 1805). Recueillis par Madame H. C. 9. Auflage, Paul Ollendorff, Paris 1893, Digitalisat
  • Correspondance du Grand Ampère, 3 Bände, Paris 1936–1943.

Literatur

Ältere

  • Célébration à Lyon du Centenaire de la mort d’André-Marie Ampère 1836–1936. 2 Bände, Lyon 1936.
  • François Arago: Ampère. In: Wilhelm Gottlieb Hankel (Hrsg.): Franz Arago’s sämmtliche Werke. Band 2: Gedächtnißreden und Biographien. Wigand, Leipzig 1854, S. 3–94 (Digitalisat).
  • Adolphe Quételet: Notice sur M. Ampère, né à Lyon en 1775, mort à Marseille, le 10 juin 1836. In: Annuaire de l’Académie royale des sciences et belles-lettres de Bruxelles. Band 3, 1837, S. 134–136 (Nachruf; französisch; online lesen in der Google-Buchsuche)
  • Charles-Augustin Sainte-Beuve: Ampère. Sa jeunesse, ses études diverses, ses idées métaphysiques, etc. (Nachruf; französisch), Revue des deux mondes 9, 1837, S. 389–422 (online lesen in der Google-Buchsuche); Revue du Lyonnais 5, 1837, S. 332–372 (online lesen in der Google-Buchsuche)
  • Jules Barthélemy-Saint-Hilaire: Philosophie des deux Ampère, Didier, Paris 1866 (online lesen in der Google-Buchsuche)
  • Claude-Alphonse Valson: La vie et les travaux d’André-Marie Ampère. Vitte et Perrussel, Lyon 1886 (französisch), online lesen im Internet-Archiv

Neuere

  • James R. Hofmann: André-Marie Ampère. Cambridge University Press, 1996, ISBN 0-521-56220-1.
  • Christine Blondel: A.-M. Ampere et la creation de l'electrodynamique 1820–1827, Paris, Bibliotheque Nationale 1982
  • Louis de Broglie: André Marie Ampère. In: Louis de Broglie: Elementarteilchen. Hamburg 1954, S. 245–269.
  • Tomáš Borec: Guten Tag, Herr Ampère. Wissenswertes und Unterhaltsames über berühmte Wissenschaftler und nach ihnen benannte Maßeinheiten. Harri Deutsch, Thun Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-87144-372-7 (Übersetzung aus dem Slowakischen, Originaltitel Dobrý deň, pán Ampère)
  • L. Pearce Williams: André-Marie Ampère als Physiker und Naturphilosoph. Spektrum der Wissenschaft, März 1989, S. 114–124.
  • L. Pearce Williams: Ampère, André-Marie. In: Charles Coulston Gillispie (Hrsg.): Dictionary of Scientific Biography. Band 1: Pierre Abailard – L. S. Berg. Charles Scribner’s Sons, New York 1970, S. 139–147 (englisch).
  • Ernst Schwenk: Maßmenschen. Von Ampère und Becquerel bis Watt und Weber. Wer den internationalen Maßeinheiten den Namen gab. Oesch, Zürich 2003, ISBN 3-0350-2005-1.
  • Friedrich Steinle: Explorative Experimente. Ampère, Faraday und die Ursprünge der Elektrodynamik. Franz Steiner, Berlin 2005, ISBN 3-515-08185-2.
  • K. Jäger, F. Heilbronner (Hrsg.): Lexikon der Elektrotechniker. VDE Verlag, 2. Auflage von 2010, Berlin/Offenbach, ISBN 978-3-8007-2903-6, S. 20–21.
  • P. Volkmann: Technikpioniere: Namensgeber von Einheiten physikalischer Einheiten. VDE Verlag, Berlin/Offenbach 1990, ISBN 3-8007-1563-5, S. 19–22.
  • Isaac Asimov: Biographische Enzyklopädie der Naturwissenschaften und der Technik. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1974, ISBN 3-451-16718-2, S. 203–204.
Commons: André-Marie Ampère – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Frankreich. In: Wiener Zeitung, 23. Juni 1836, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wrz
  2. Frankreich. In: Oesterreichischer Beobachter, 27. Juni 1836, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/obo
  3. Dictionary of Scientific Biography, Artikel Ampère
  4. Wolfgang Schreier (Hrsg.), Biographien bedeutender Physiker, Volk und Wissen 1984, S. 135.
  5. Maxwell: Treatise on electricity and magnetism. Band 2, Clarendon Press, Oxford 1873, S. 162–163 (online).
  6. Maxwell: Lehrbuch der Electricität und des Magnetismus. Band 2, Julius Springer, Berlin 1883, S. 216–217 (online).
  7. Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe A. Académie des sciences, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. Oktober 2019 (französisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.academie-sciences.fr (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  8. C. D. Waterston, A. Macmillan Shearer: Biographical index of former Fellows of the Royal Society of Edinburgh 1783–2002. Part I: A–J. 2006, ISBN 0-902198-84-X, S. 20 (PDF).
  9. Mitglieder: André Marie Ampère. Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Artes de Belgique, abgerufen am 9. August 2023 (französisch).
  10. Mitglieder der Vorgängerakademien. André-Marie Ampère. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 15. Februar 2015.
  11. Eintrag zu Ampere; Andre-Marie (1775–1836) im Archiv der Royal Society, London
  12. Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724: Ampère, André-Marie. Russische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 1. Oktober 2019 (russisch).
  13. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.