Amtshaus Große Straße 11

Das ehemalige Amtshaus Große Straße 11 des Amtes am Ahldener Schlossteich im Ortskern der niedersächsischen Gemeinde Ahlden an der Aller, in der Samtgemeinde Ahlden, im Landkreis Heidekreis, wurde am Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird es wohl als Büro und zum Wohnen genutzt.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Ahlden (Aller)).

Geschichte und Beschreibung

Ahlden wurde 1140 erstmals urkundlich erwähnt.

Friedrich von Bothmer wurde 1592 als Landdrost der drei Ämter von Ahlden, Rethem und Walsrode eingesetzt. Das Amt Ahlden legte 1667 ein Erbregister an. 1784 endete die gemeinsame Verwaltung der drei Ämter. 1847 vernichtete der große Stadtbrand das Amtsgebäude des Gerichts, aber nicht das Amtshaus. 1852 wurden Amtsgericht mit dem um 1850 wieder aufgebauten Amtsgebäude Große Straße 3 und Amtsverwaltungen getrennt. Das Amt wurde u. a. geleitet von Bernhard Carl von Reiche (1853–58), Georg Ed. Jordan (1859–1879) und Reg. Rat Hoppenstedt (1880–84). 1884 entstand aus dem Amt Ahlden und dem Amt Fallingbostel der Landkreis Fallingbostel. Im Amtshaus verblieb zunächst die Verwaltung des Fleckens Ahlden bis 1974 die Samtgemeinde Ahlden gegründet wurde, mit Hauptsitz in Hodenhagen. In Ahlden unterhält der Flecken ein Gemeindebüro im 1995 sanierten ehem. Küsterhaus Große Straße 6A.[1]

Das zweigeschossige, traufständige Gebäude in Fachwerk mit Ausfachungen in Stein und ziegelgedecktem Walmdach mit leichtem Dachüberstand und Schleppgaube, wurde um 1715 nach einem Stadtbrand als Amtshaus gebaut. Bei der siebenachsigen symmetrischen Fassade mit dem mittigen, später überdachten Eingang kragt das Obergeschoss leicht vor.[2] Beide Bauten (Nr. 3, Amtsgebäude, und Nr. 11, Amtshaus) heben sich architektonisch von der sonstigen Bebauung Ahldens deutlich ab.

Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… straßen- und ortsbildprägender Zeugniswert […] typischer Amtsbau des 18. Jahrhunderts ….“

Hinweis: Das Amtsgericht Ahlden war von 1852 bis 1973 ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Das Gericht hatte seinen Sitz im Schloss Ahlden.

Einzelnachweise

  1. Rainer Hendrick: Kleine Chronik Flecken Ahlden. 2001
  2. Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Koordinaten: 52° 45′ 36,6″ N, 9° 33′ 21″ O