Amtsgebäude Große Straße 3
Das ehemalige Amtsgebäude Große Straße 3 des Amtes bzw. Amtsgerichts im Ortskern der niedersächsischen Gemeinde Ahlden an der Aller, in der Samtgemeinde Ahlden, im Landkreis Heidekreis, wurde im 19. Jahrhundert gebaut. Aktuell (2025) wird es zum Wohnen und durch eine Kanzlei genutzt.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Ahlden (Aller)).
Geschichte und Beschreibung
Ahlden wurde 1140 erstmals urkundlich erwähnt. Der historisch geschlossene Ortskern in Ost-West-Richtung westlich des Schlosses befindet sich um die beiden parallel liegenden Straßen Große Straße und Marktstraße.
Ein großer Stadtbrand vernichtete 1847 u. a. die westliche Hälfte des Ortes, sodass hier der Baubestand erst um etwa 1850 einsetzt, im östlichen Teil gibt es auch noch ältere Gebäude. Die beiden großen zweigeschossigen Fachwerkbauten seitlich der Kirche sind Nachfolgebauten der bei Bränden des 17. und frühen 18. Jahrhunderts zerstörten Amtshöfe. Der östliche Bau am Platz war ursprünglich das Amtsschreiberhaus als Wohnhaus des zweiten Beamten mit seinen Diensträumen.
Das zweigeschossige, zum Platz traufständige Gebäude in Fachwerk mit Ausfachungen in Stein und ziegelgedecktem Walmdach mit leichtem Dachüberstand und Schleppgaube, wurde kurz nach dem Großen Brand um 1850 neu als Amts- und Wohngebäude wieder aufgebaut. Bei der achtachsigen symmetrischen Fassade kragt das Obergeschoss leicht vor. Hier wohnte und arbeitete der Amtsschreiber des Amtsgerichts.[1] Beide Bauten (Nr. 3, Amtsgebäude und Nr. 11, Amtshaus) heben sich architektonisch von der sonstigen Bebauung Ahldens deutlich ab.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… straßen- und ortsbildprägender Zeugniswert … typischer Amtsbau des 18. Jahrhunderts ….“
Hinweis: Das Amtsgericht Ahlden war von 1852 bis 1973 ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Das Gericht hatte seinen Sitz im Schloss Ahlden.
Einzelnachweise
Koordinaten: 52° 45′ 33,1″ N, 9° 33′ 23,6″ O