Amtsgericht Kleve

Kleve ist Sitz des Amtsgerichtes Kleve (bis 1935 amtlich Amtsgericht Cleve), das für die Städte Bedburg-Hau, Goch, Kalkar, Kleve, Kranenburg und Uedem im nördlichen Teil des Kreises Kleve zuständig ist. In dem 501 km² großen Gerichtsbezirk leben rund 129.000 Menschen. Das Amtsgericht Kleve ist auch für die Landwirtschaftssachen aus dem Amtsgerichtsbezirk Emmerich zuständig.

Übergeordnete Gerichte

Das dem Amtsgericht Kleve übergeordnete Landgericht ist das Landgericht Kleve, das wiederum dem Oberlandesgericht Düsseldorf untersteht.

Geschichte

Das königlich preußische Amtsgericht Cleve wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 als eines von neun Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Cleve im Bezirk des Oberlandesgerichtes Köln gebildet. Der Sitz des Gerichtes war Kleve. Sein Gerichtsbezirk umfasste den Kreis Kleve außer den Teilen, die dem Amtsgericht Goch zugeordnet waren.[1] Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.[2] Zum 31. März 1979 wurde das Amtsgericht Goch aufgehoben und sein Sprengel dem Amtsgericht Kleve zugeordnet.[3] Zum 20. Juli 1935 änderte sich der Name von Cleve amtlich auf Kleve, der Name des Amtsgerichtes änderte sich entsprechend.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879, GS Nr. 30, S. 556, Digitalisat
  2. Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1888, S. 413 online
  3. § 7 des Dritten Gesetzes zur Änderung der Organisation der ordentlichen Gerichtsbarkeit vom 11. Juli 1978, GVBl NW S. 307.

Koordinaten: 51° 47′ 10,5″ N, 6° 8′ 20,2″ O