Altendorf (westfälisches Adelsgeschlecht)

Die Herren von Altendorf (auch Aldendorp o. ä.) waren ein westfälisches Adelsgeschlecht mit Stammsitz auf Burg Altendorf im Essener Stadtteil Burgaltendorf.

Die hier behandelte Familie ist von den namensgleichen, aber nicht verwandten westfälischen Aldendorp und den bayerischen Altendorf zu unterscheiden.

Geschichte

Die Herren von Altendorf waren Ministeriale des Reichsstifts Essen und sind die ersten gesicherten Bewohner der Burg Altendorf. Ab 1297 werden sie als Lehnsmänner der Grafen von der Mark geführt; namentlich die Ritter Wennemar von Altendorf der Ältere und Wennemar von Altendorf der Jüngere. Sie hatten beide das Erbdrostenamt des Stifts Essen inne.

Durch Heirat Nelles von Altendorf, der Erbin einer Altendorfer Seitenlinie, kam die Familie von Vietinghoff-Schell, deren Stammsitz Schloss Schellenberg war, in den Mitbesitz der Burg und wurde nach dem Tod Rutgers von Altendorf 1386 alleinige Eigentümerin der Anlage.

Wappen

Blasonierung: In Rot drei weiße Pferdeprammen (2:1). Auf dem Helm ein weißer Flug, dazwischen eine Pferdepramme.

Als Ordensritter im Osten führte eine Linie derer von Altendorf drei schwarze Prammen in Silber im Wappen.[1]

Die Familie gehört damit zu einer größeren Geschlechtergruppe aus dem Stift Essen und der Grafschaft Mark, die eine oder mehrere Pferdeprammen im Wappen führ(t)en. Zu dieser Gruppe gehören u. a. die op dem Berge, die Ense, die von der Hege, die von der Horst-Eickenscheidt, die Holtey, die Schedelich, die Dorneburg genannt Aschebrock, die Dorneburg genannt von der Lage, die Boele und die von der Leithe.

Persönlichkeiten

Literatur

Einzelnachweise

  1. Vgl. dazu Johann Rainer Busch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile, Essen 2009, S. 101.