Allen-M.-Sumner-Klasse

Allen-M.-Sumner-Klasse
Die Lyman K. Swenson im Jahr 1955
Schiffsdaten
Land Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Schiffsart Zerstörer
Bauzeitraum 1943 bis 1945
Stapellauf des Typschiffes 15. Dezember 1943
Gebaute Einheiten 58
Dienstzeit 1943 bis 1990
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 114,76 m (Lüa)
112,48 m (KWL)
Breite 12,45 m
Tiefgang (max.) 3,81 m
Verdrängung Standard: 2.610 ts / 2.651 t
Einsatz: 3.218 ts / 3.269 t
 
Besatzung 336 Mann
Maschinenanlage
Maschine 4 × Dampfkessel,
2 × Getriebeturbinensätze
Maschinen­leistung 60.000 PS (44.130 kW)
Höchst­geschwindigkeit 36,5 kn (68 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung

Bei Indienststellung

ab 1950er

  • 6 × Sk 12,7 cm L/38 Mk38
  • 6 × 7,62 cm L/50
  • 6 × Wasserbomben-Werfer
  • 2 × Hedgehog-Werfer
  • Wasserbomben
    (1 Ablaufgestell und 6 K-Werfer)

nach FRAM II

  • 6 × Sk 12,7 cm L/38 Mk38
  • 2 × Torpedorohr ⌀ 53,3 cm
  • 2 × Torpedorohre Mk 32 SVTT
  • DASH-Drohne zur U-Boot-Jagd

Die Allen-M.-Sumner-Klasse war eine Klasse von 58 Zerstörern der United States Navy, die während des Zweiten Weltkriegs und danach zum Einsatz kam.

Geschichte

Sie ersetzte die Fletcher-Klasse. Eine leicht modifizierte Version der Sumner-Klasse wurde zur Gearing-Klasse, die in größerer Stückzahl produziert wurden.

Von den zwischen 1943 und 1945 gebauten Schiffen wurden vier im Krieg versenkt und zwei weitere wurden aufgrund schwerer Beschädigungen verschrottet. Die verbleibenden Schiffe dienten bis in die 1970er Jahre in der United States Navy. 29 wurden an andere Länder verkauft, unter anderem den Iran. Heute existieren noch zwei Schiffe als Museumsschiffe.

Namensgeber war der USMC-Offizier Allen Melancthon Sumner (1882–1918). Das Typschiff (die Allen M. Sumner) hatte das Kennzeichen DD-692.

Die 58 neuen Zerstörer wiesen im Gegensatz zu den Schiffen der vorherigen Klasse mehr Beweglichkeit und ein moderneres Feuerleitsystem auf. Sie behielten den starken Fokus auf Torpedos. Ursprünglich wurde die Flak-Bewaffnung verringert, doch als Reaktion auf die Bedrohung durch Kamikaze baute man wieder wirksamere Flugabwehr ein. Allen-M.-Sumner-Schiffe waren ein wenig teurer (Stückpreis 8 Millionen USD) als die der älteren Fletcher-Klasse, aber erheblich kampfstärker.

Achtzehn Schiffe wurden von der Federal Shipbuilding and Drydock Company in Kearney, New Jersey gebaut, vierzehn von den Bath Iron Works in Bath, Maine. Die verbleibenden Schiffe wurden in Werften im gesamten Land fertiggestellt.

Als erstes Schiff wurde die Barton in Dienst gestellt. Das letzte war die Henley.

Einige Berühmtheit erlangte die Maddox, die an dem Tonkin-Zwischenfall (dem Auslöser für den US-Eintritt in den Vietnamkrieg) beteiligt war.

Literatur

  • Michael J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-613-01426-2.