Albert Streckeisen
Albert Ludwig Streckeisen (* 8. November 1901 in Basel; † 29. September 1998 in Bern) war ein Schweizer Petrograph und Petrologe. Er entstammte einer akademischen Familie. Sohn von Adolf Streckeisen (1857–1916), Professor für gerichtliche Medizin und der Enkel von Carl Streckeisen.
Leben und akademische Laufbahn
Albert Ludwig Streckeisen wurde am 8. November 1901 in Basel als jüngster Sohn des Adolf Streckeisen (1857–1916) und der Clara, Burckhardt (1861–1945) geboren.[1][2] Er lebte am Aeschengraben 11 in Basel, besuchte die Schulen seiner Heimatstadt und legte 1920 die Matura ab. Anschliessend studierte er in Basel Mathematik und Naturwissenschaften. 1921 bestand er die naturwissenschaftlich-propädeutische Medizinalprüfung,[Anm. 1] 1923 folgte das Mittelschullehrerexamen in den Fächern Mathematik, Physik, Zoologie und Botanik.
Im Sommersemester 1923 studierte Streckeisen an der Universität Göttingen Mathematik und Geologie, bevor er noch im selben Jahr nach Basel zurückkehrte. 1924 übernahm er eine kurze Stellvertretung an der Sekundarschule Wartau im Kanton St. Gallen.[3] Von Herbst 1924 bis Herbst 1925 war er an der Abteilung für Fachlehrer in Naturwissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich eingeschrieben[4.1] und erlernte dort bei Paul Niggli die Methoden der chemischen Gesteinsanalyse. Ab Herbst 1925 setzte er sein Studium an der Universität Basel fort.
Die für seine Dissertation notwendigen Feldarbeiten führte er in den Jahren 1924 bis 1926 durch, die Auswertung erfolgte am mineralogisch-petrographischen Institut der Universität Basel unter Leitung von Max Reinhard. Im Juni 1927 reichte Streckeisen seine Arbeit Geologie und Petrographie der Flüelagruppe (Graubünden) an der Philosophischen Fakultät II der Universität Basel als Dissertation ein.
Von 1928 bis 1933 war Streckeisen ordentlicher Professor an der Polytechnischen Hochschule Bukarest und wirkte in dieser Zeit als Mitglied des Geologischen Dienstes. Er beteiligte sich an der geologischen Kartierung der Karpaten und erstellte dort unter anderem geologische Karten zum Nephelin-Syenit-Massiv[Anm. 2] von Ditro (Rumänien).[5]
In den 1930er Jahren kehrte er in die Schweiz zurück, da er gezwungen gewesen wäre, seine Schweizer Staatsbürgerschaft aufzugeben, um Professor in Bukarest zu bleiben. Nach seiner Rückkehr war er vorerst Bezirksschullehrer in Rothrist, arbeitete dann von 1937 bis 1939 als Assistent bei Paul Niggli an der ETH Zürich und lehrte von 1939 bis 1971 am Freien Gymnasium in Bern. Parallel dazu habilitierte er sich 1942 an der Universität Bern.[Anm. 3][Anm. 4][6][7] Er hielt am 19. November 1942 eine Probevorlesung und Colloquium mit dem Titel Entstehung der Alkaligesteine.[8] Acht Jahre später bekam er einen Lehrauftrag und hielt Vorlesungen über Gesteins-Metamorphose und -Systematik. Seine Unterrichtstätigkeit am Freien Gymnasium wurde auf zwei Drittel reduziert.[9] 1954 erhielt er die Honorarprofessur und war von 1964 bis 1972 nebenamtlicher ausserordentlicher Professor für Petrographie der Universität Bern.
1958 wurde Streckeisen gebeten, bei der Überarbeitung von Paul Nigglis «Tabellen zur Petrographie und zum Gesteinbestimmen» mitzuwirken.[10] Dabei erkannte er erhebliche Probleme in den bestehenden Klassifikationssystemen für magmatische Gesteine. Er verfasste dazu einen Übersichtsartikel und forderte Petrologinnen und Petrologen zur Stellungnahme auf.[11] Dies führte 1970 zur Gründung der Subkommission für die Systematik der magmatischen Gesteine unter der IUGS-Kommission für Petrologie.
Wissenschaftliche Leistungen
Streckeisen erlangte weltweite Bekanntheit durch das nach ihm benannte Streckeisendiagramm (QAPF-Diagramm), das zur Klassifizierung magmatischer Gesteine dient. Er trug wesentlich zur Neudefinition der Nomenklatur eruptiver Gesteine bei. Er begann seine Arbeiten zu den magmatischen Gesteinen im Alter von über 60 Jahr en und setzte seine Forschungstätigkeit über 35 Jahre fort. Seine Publikationen und Mitarbeit an internationalen Klassifikationssystemen sind grundlegende Referenzen in der Petrologie.
Engagement und soziales Wirken
Bereits in jungen Jahren engagierte sich Streckeisen für den Zivildienst. 1922 unterzeichnete er eine Petition, die dem eidgenössischen Parlament einen staatlich anerkannten Zivildienst vorschlug. In den Jahren 1926 und 1927 nahm er persönlich an Zivildiensteinsätzen in Alvaneu und Feldis teil.[12] Trotz seines klaren Bekenntnisses zum Pazifismus und seiner Verbundenheit mit der Heimat leistete Streckeisen rund 300 Tage Aktivdienst als Militärgeologe.[13] Schon als Student nahm er aktiv an der Christlichen Studentenkonferenz in Aarau teil.[14][15] Im Laufe seines Lebens entwickelte er sich zu einem bedeutenden Wissenschaftler im Bereich der Geologie und Mineralogie. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagierte sich Streckeisen als aktives Mitglied der reformierten Kirche Bern.[16] Er war Mitglied des Kirchgemeinderats der evangelisch-reformierten Petrusgemeinde in Bern[9] und der Kirchensynode. Im Historischen Lexikon der Schweiz wird er kurz als Pazifist bezeichnet,[16] Streckeisen war ab 1940 im Vorstand und 1942[17] sowie 1945/46[18] Präsident des Schweizerischen Friedensdienstes (SCI). Er vertrat eine pragmatische Haltung zur Landesverteidigung und bejahte die Notwendigkeit einer militärischen Verteidigung der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs.[12] Als prominenter Unterzeichner setzte sich Streckeisen 1962 mit anderen Wissenschaftlern in einem Aufruf für die Unterstützung der Initiative zum Verbot von Atomwaffen ein[Anm. 5] und warnte vor den Gefahren eines Atomkriegs.[19] Damit zeigte er gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein.
Ausserdem nahm er vielfältige soziale und gesellschaftliche Aufgaben wahr, etwa im Vorstand der Naturforschenden Gesellschaft Bern und der Schweizerischen Mineralogischen und Petrographischen Gesellschaft[9] und war Mitglied des Schweizer Alpen-Club.[Anm. 6][20]
Familie
Albert Streckeisen war mit Gertrud Fanny Jungck (1902–1977)[21] verheiratet.[22] Das Paar hatte eine Tochter, Anna Dorothea, die 1985 verstarb.[23] Über verschiedene Linien der Basler Familie Burckhardt sind Albert Streckeisen und der Geologe Ueli Gruner entfernt miteinander verwandt.[Anm. 7]
Auszeichnungen und Ehrungen
Zu seinen Ehrungen zählen die Abraham-Gottlob-Werner-Medaille der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (1984) für seine Erfolge zur Systematik der magmatischen Gesteine, 1987 wurde Streckeisen zum ausländischen Mitglied (Sozio Straniero) der Klasse der Physikalischen Wissenschaften (Scienze Fisiche) der Accademia Nazionale dei Lincei in Rom gewählt.[24] Diese Aufnahme unterstreicht die internationale Anerkennung seiner bedeutenden wissenschaftlichen Beiträge zur Petrologie und Geologie. 1991 wurde er zum Ehrenmitgliedschaft der Rumänischen Akademie[25] ernannt und 1994 erhielt er den Ehrendoktor der Universität Bukarest.[26]
Nachlass
Sein Nachlass wird in der Burgerbibliothek Bern verwahrt und umfasst geologische Tagebücher, Verzeichnisse zu den Dünnschliffen, Fotos, Karten und Pläne.[27]
Albert Streckeisen starb am 29. September 1998 in Bern. Die Gedenkfeier fand am 31. Oktober 1998 in der Nydeggkirche in Bern statt. Dort hielten Pfarrer Klaus Bäumlin sowie weitere Redner verschiedene Ansprachen zu Ehren von Albert Streckeisen.[28] Er wurde auf dem Friedhof Wolfgottesacker in Basel bestattet.[29][30]
Bibliografie
Literaturverzeichnisse
- Christian Böhm: Literaturverzeichnis Albert Streckeisen (1901–1998) – Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.[31]
- Jan Kramers: Publications by A. L. Streckeisen. 1999.[26]
Veröffentlichungen
- Minerale und Gesteine. Hallwag, Bern 1962 (13. Auflage: Parkland-Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-88059-637-9).
- mit Roger Walter Le Maitre: Igneous rocks: a classification and glossary of terms – recommendations of the International Union of Geological Sciences Subcommission on the Systematics of Igneous Rocks. Cambridge University Press, Cambridge 2002.[32]
- To each plutonic rock its proper name. In: Earth-Science Reviews. 12, 1976, 1. S. 1–33.[33]
- Die Klassifikation der Eruptivgesteine: Ergebnis einer Umfrage. In: Geologische Rundschau, 55, 1966, 2, S. 478–491.[11]
- Das Nephelinsyenit-Massiv von Ditro (Siebenbürgen). II. Teil. In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen. 34, 1954, 2. S. 336–409.[34]
- Das Nephelinsyenit-Massiv von Ditro (Siebenbürgen). I. Teil. In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen. 32, 1952, 2. S. 251–308.[35]
- Zur Differentiation im Nephelinsyenit-Massiv von Ditro (Rumänien). Bukarest, 1934.
- Geologische Karten zum Massiv von Ditró (Rumänien) sowie zum Flüela- und Simplongebiet.
- Albert Streckeisen: Geologie und Petrographie der Flüelagruppe (Graubünden). In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen = Bulletin suisse de minéralogie et pétrographie = Bollettino svizzero di mineralogia e petrografia. Band 8, Nr. 8, 1928, ISSN 0036-7699, S. 87–239, doi:10.5169/seals-9917 (e-periodica.ch [abgerufen am 18. September 2025]).[36][37]
Literatur
- Franz Jehle: Die Aarauer Konferenz (1897–1939): Spiegel der evangelischen Theologiegeschichte. Zürich : TVZ, 2020.[14]
- Peter Müller-Grieshaber: Albert Streckeisen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2011.[16]
- Albert Streckeisen 8 November 1901 – 29 September 1998. (PDF) In: Igneous Rocks: A Classification and Glossary of Terms. R. W. Le Maitre, 2002, abgerufen am 17. September 2025 (englisch).
- Paul Graeter: Albert Streckeisen. In: Bulletin für angewandte Geologie, 4, 1999, 1, S. 87–90.[9]
- H[ans] K[rähenbühl]: Nachruf Prof. Dr. A. Streckeisen. In: Bergknappe. 87, 1999, 1. S. 38.[38]
- Zur Erinnerung an Albert Ludwig Streckeisen-Jungck : geboren am 8. November 1901 in Basel, gestorben am 29. September 1998 in Bern. [1998].[28]
- Jan Kramers: In memoriam – Albert Ludwig Streckeisen: 8.11.1901–29.9.1998. In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen. 79, 1999, 2. S. 349–351.[26]
- Jan Kramers: Zum Tode von Prof. Albert Streckeisen. In: Unipress intern. 1998.
- Ernst Niggli: Festkolloquium zum 90. Geburtstag von Prof. Albert Streckeisen – Lehrer und Wissenschafter. In: Der Bund. 1991.[39]
- Zur Erinnerung an Anna Dorothea Streckeisen : geboren den 9. Februar 1941, gestorben den 14. September. 1985.
- Ernst Niggli: Albert Streckeisen ein wissenschaftlich aktiver Achtziger. In: Der Bund. 1981.[40]
- Werner Schuder (Hrsg.): Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. Band 3. 13. Ausgabe, De Gruyter, Berlin/New York 1980, ISBN 3-11-007434-6. S. 3868.
- E[rnst] N[iggli]: Albert Streckeisen, ein Siebziger. In: Der Bund. 1971.[41]
- Walter Nabholz: Der militärgeologische Dienst in der Schweizerischen Armee. In: Technische Mitteilungen für Sappeure, Pontoniere und Mineure. 4, 1949. S. 151–156.
- Paul Niggli: Tabellen zur Petrographie und zum Gesteinsbestimmen. 1929.
Archive
- Basel, Karl-Barth Archiv.[42]
- Berlin, Kalliope.[43]
- Bern, Burgerbibliothek: Nachlass.[27]
- Bern, Schweizerisches Bundesarchiv.[44]
- Bern, Staatsarchiv des Kantons Bern.[45][46]
- Zürich, ETH-Hochschularchiv.[4][47]
Weblinks
- Magmatische Gesteine
- Streckeisendiagramm, auch QAPF-Diagramm
- Rumänische Wikipedia: Ehrenmitglieder der Rumänischen Akademie (ausländische Mitglieder)
- Geologische Karten: Schweiz
- Familienporträt der Geschwister Streckeisen um 1905.[48] Porträt.[49][50][51]
Einzelnachweise
- ↑ Auszug Stamm Streckeisen. (PDF) In: Stroux.org – Familienforschung und Genealogie. Stroux.org, 30. November 2016, abgerufen am 20. September 2025.
- ↑ Albert Streckeisen - Events and Facts. In: werelate.org. Abgerufen am 22. September 2025 (englisch).
- ↑ Gymnasium Frühjahr 1912-Frühjahr 1920, Universität Basel SS 1920-WS 1922/23, Universität Göttingen SS 1923, Universität Basel WS 1923-SS1924. Provisorische Anstellung als Reallehrer Februar-März 1924.
- ↑ Streckeisen, Albert, geb. 08.11.1901. Matrikel zum Studium an der ETH Zürich. (Enthält: Bericht der philosophisch-naturwissenschaftlichen Fakultät über die Nachfolge Reinhard auf den gesetzlichen Lehrstuhl für Mineralogie und Petrographie. Dozenten schweizerischer Hochschulen [...] 10) Streckeisen, Albert. [Um 1952].) EZ_REK1_1_18471.
- ↑ EZ_REK1_1_18471
- ↑ Ditrau (Ditro). In: Mineralienatlas - Fossilienatlas. Abgerufen am 19. September 2025.
- ↑ Hochschule Bern. In: Berner Tagwacht. Band 50, Nr. 306, 31. Dezember 1942 (e-newspaperarchives.ch): „(Mitg.) Die Erziehungsdirektion hat Herrn Dr. Albert Streckeisen, Lehrer am Freien Gymnasium in Bern, zum Privatdozenten ernannt mit der Ermächtigung zum Abhalten von Vorlesungen an der zweiten Abteilung der philosophischen Fakultät über Petrographie, mit besonderer Berücksichtigung der regionalen Petrographie.“
- ↑ Kramers, 1999, S. 150: „Keen to take up university teaching again, he worked on his habilitation thesis in petrography using the material from his studies on the nepheline massif of Ditro, and obtained the venia docendi, the 'grace to teach' at the University of Bern in 1942. The public trial lecture was called 'the alkaline rocks'. It is somewhat strange that Bern University did at first not make use of his talents: only after in 1950 was he asked to give lecture courses. In 1954, he was appointed as part-time professor, while also keeping his post at the Freies Gymnasium. He kept both jobs up to his retirement in 1971.“
- ↑ Fakultätsprotokoll PhilNat vom 19.11.1942, S. 322–323
- ↑ a b c d Paul Graeter: Albert Streckeisen. In: Bulletin für angewandte Geologie. Band 4, Nr. 1, 1999, S. 87–90 (e-periodica.ch [abgerufen am 7. August 2025]).
- ↑ R. W. Le Maitre (Hrsg.): Igneous Rocks: A Classification and Glossary of Terms. Cambridge University Press, 2005 (englisch, cambridge.org [PDF; abgerufen am 20. September 2025]): “Work on this book started as long ago as 1958 when Albert Streckeisen was asked to collaborate in revising Paul Niggli’s well-known book Tabellen zur Petrographie und zum Gesteinbestimmen. At that point Streckeisen noted significant problems with all classification systems used at the time, wrote a review article outlining these issues and invited petrologists worldwide to comment, which led to the foundation of the IUGS Subcommission on the Systematics of Igneous Rocks in 1970.”
- ↑ a b Mit der Veröffentlichung ‚Die Klassifikation der Eruptivgesteine: Ergebnis einer Umfrage‘ (Geologische Rundschau, 1966) initiierte Streckeisen die internationale Diskussion über eine verbindliche, wissenschaftlich fundierte Benennung magmatischer Gesteine. Diese Umfrage und die daraus entstandenen Vorschläge bildeten das Fundament für die spätere internationale Standardisierung der Gesteinsklassifikation durch die IUGS‑Subkommission und das bis heute eingesetzte QAPF-Diagramm. Der Artikel markiert den Beginn von Streckeisens weltweitem Einfluss auf die Petrologie und die Systematik der Eruptivgesteine und wird in der Fachwelt als Schlüsselpublikation zur Etablierung moderner Gesteinsnomenklatur gewertet.
- ↑ a b Karin Jenni: Zivildienst als Friedensdienst: Die Tätigkeiten des SCI für einen anerkannten Zivildienst. 2008, S. 81 (sci.ngo [PDF]).
- ↑ Abbildung: Trinkwasser-Kurs des Geologischen Dienstes, Ende 1944. Hintere Reihe, zehnter von links.
- ↑ a b Suchtreffer zu Albert Streckeisen in Die Aarauer Konferenz (1897–1939): Spiegel der evangelischen Theologiegeschichte. Zürich
- ↑ Albert Streckeisen: Über den Sinn der Aarauer Konferenz. 13. - 15. März 1922. In: XVII. Aarauer Studenten-Konferenz. Band 27. Der Neue-Geist Verlag / Dr. Peter Reinhold, Leipzig 1922, S. 87–90 (slsp.ch – 19./21.4.1923. Einleitendes Votum in der Aussprache über den Sinn der Aarauer Konferenz): „Das Christentum ist die Frage, die in Aarau zur Diskussion steht. Damit ist alles gesagt: Die Aarauer Konferenz hat kein anderes Problem als das Christentum. Alle anderen Probleme des modernen Geisteslebens, der Wissenschaft, der Philosophie und gerade auch der Religion interessieren in Aarau nur soweit, als sie mit dem Christentum im Zusammenhang stehen oder in einen solchen gebracht werden können.“
- ↑ a b c Peter Müller-Grieshaber: Albert Streckeisen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 14. November 2011, abgerufen am 7. August 2025.
- ↑ Generalversammlung 1943. In: Le Service Civil. 24/25, 1943, S. 1–2. (27.11.1943)
- ↑ Albert Ueltschi: Protokoll der Generalversammlung. In: Le Service Civil. 32, 1945. S. 1. (8.5.1945)
- ↑ Volksbegehren für ein Verbot von Atomwaffen. Abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Jahresbericht der Sektion Basel S. A. C. 1924. (PDF) Tourenverzeichnis mit Weissensteinhorn, Aelpeltispitz, Flesspass, Pischahorn, Flüela Rothorn, Flüela Schwarzhorn, Baslerkopf (3x), Vereinapass, Jöriflüelapass, Grialetschpass, Jöriflesspass, Mittelgrat. In: sac-basel.ch. S. 48, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Gertrud Jungck Streckeisen (1902–1977). In: Find a Grave. Abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Eheverkündungen. In: e-newspaperarchives.ch. Abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Todesanzeige. In: e-newspaperarchives.ch. 17. September 1985, abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Streckeisen, Albert Ludwig | Accademia Dei Lincei. Abgerufen am 20. September 2025.
- ↑ Professor Streckeisen. Rumänische Akademie. In: Der Bund - e-newspaperarchives.ch. Band 142, Nr. 164, 17. Juli 1991 (e-newspaperarchives.ch).
- ↑ a b c Jan Kramers: Albert Ludwig Streckeisen: 8.11.1901-29.9.1998. In memoriam. In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen = Bulletin suisse de minéralogie et pétrographie. 79. Jahrgang, Nr. 2, 1999, S. 349–351, doi:10.5169/seals-267357 (französisch, e-periodica.ch [abgerufen am 20. September 2025]).
- ↑ a b Nachlass von Albert Streckeisen im Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern
- ↑ a b Zur Erinnerung an Albert Ludwig Streckeisen-Jungck : geboren am 8. November 1901 in Basel, gestorben am 29. September 1998 in Bern. 1998, S. 40 Seiten (slsp.ch – Enthält: Lebenslauf (Persönlichkeit, Lebensdaten und Berufliches, Jugendarbeit und soziales Engagement, Familie und Freundschaften, Religiöses Suchen). Porträt, [Ablauf der] Gedenkfeier vom 21. Oktober 1998, Begrüssung der Gemeinde, Lebenslauf von Pfarrer Klaus Bäumlin, Ansprache von Prof. Dr. Martin Frey, Ansprache von Herrn Dr. Horst Hann, Grusswort von Michai Botorog, Botschaftsrat an der rumänischen Gesandtschaft in der Schweiz, Predigt von Pfarrer Klaus Bäumlin, Liedertexte.).
- ↑ Prof. Albert Ludwig Streckeisen (1901–1998). In: Find a Grave. Abgerufen am 18. September 2025.
- ↑ Verstorbenensuche. Abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Christian Böhm: Literaturverzeichnis Albert Streckeisen (1901–1998). (PDF) ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Abgerufen am 17. September 2025.
- ↑ Thomas Feiniger: Book Reviews: Igneous Rocks: A Classification and Glossary of Terms (Recommendations of the IUGS Subcommission on the Systematics of Igneous Rocks). Second edition. In: The Canadian Mineralogist. Vol. 40, 2002, S. 1737–1738 (rruff.info [PDF]).
- ↑ Albert Streckeisen: To each plutonic rock its proper name. In: Earth-Science Reviews. Band 12, Nr. 1, 1. März 1976, ISSN 0012-8252, S. 1–33, doi:10.1016/0012-8252(76)90052-0 (sciencedirect.com [abgerufen am 19. September 2025]).
- ↑ Albert Streckeisen: Das Nephelinsyenit-Massiv von Ditro (Siebenbürgen). II. Teil. In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen = Bulletin suisse de minéralogie et pétrographie = Bollettino svizzero di mineralogia e petrografia. Band 34, Nr. 2, 1954, ISSN 0036-7699, S. 336, doi:10.5169/seals-27142 (e-periodica.ch [abgerufen am 27. September 2025]).
- ↑ Albert Streckeisen: Das Nephelinsyenit-Massiv von Ditro (Siebenbürgen). In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen = Bulletin suisse de minéralogie et pétrographie = Bollettino svizzero di mineralogia e petrografia. Band 32, Nr. 2, 1952, ISSN 0036-7699, S. 251, doi:10.5169/seals-25828 (e-periodica.ch [abgerufen am 27. September 2025]).
- ↑ Albert Streckeisen: Geologie und Petrographie der Flüelagruppe (Graubünden). In: Helveticat. 1928, abgerufen am 19. September 2025 (Separatdruck. Zürich, A.-G. Gebr. Leemann & Co., 1928. Mit Curriculum vitae).
- ↑ Albert Streckeisen: Geologie und Petrographie der Flüelagruppe (Graubünden). In: Schweizerische mineralogische und petrographische Mitteilungen = Bulletin suisse de minéralogie et pétrographie = Bollettino svizzero di mineralogia e petrografia. Band 8, Nr. 1, 1928, ISSN 0036-7699, S. 87–239, doi:10.5169/seals-9917 (e-periodica.ch [abgerufen am 18. September 2025]).
- ↑ H[ans] K[rähenbühl]: Nachruf Prof. Dr. A. Streckeisen. In: Bergknappe. Band 87, Nr. 1, 1999, S. 38 (bergbau-gr.ch [PDF]).
- ↑ Ernst Niggli: Lehrer und Wissenschafter. Festkolloquium zum 90. Geburtstag von Prof. Albert Streckeisen. In: Der Bund. Band 142, Nr. 293, 14. Dezember 1991 (e-newspaperarchives.ch).
- ↑ Ernst Niggli: Albert Streckeisen ein wissenschaftlich aktiver Achtziger. In: Der Bunc. Band 132, Nr. 261, 7. November 1981 (e-newspaperarchives.ch).
- ↑ E.N.: Albert Streckeisen, ein Siebziger. In: Der Bund - e-newspaperarchives.ch. Nr. 261, 8. November 1971 (e-newspaperarchives.ch).
- ↑ Streckeisen, Albert. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Albert Streckeisen. In: Kalliope. Abgerufen am 23. September 2025.
- ↑ Online-Zugang zum Bundesarchiv. 1983, abgerufen am 19. September 2025 (Signatur: E3120B#1994/168#2616*).
- ↑ Protokolle Fakultätssitzungen Bd. 3, 26.06.1935 - 14.07.1943. Abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Diverses; OeME-Korrespondenz 1975-1979. Abgerufen am 17. September 2025 (datum=1972 - 1979).
- ↑ Biographisches Dossier Albert Streckeisen (1901–1998). Abgerufen am 29. September 2025.
- ↑ Albert Herzog: Familienporträt der Geschwister Streckeisen. In: E-Manuscripta. 1905.
- ↑ Peter Friedli: Streckeisen, Albert. In: Helvetivarchive. 1992.
- ↑ Albert Streckeisen. In: geoyogi.wordpress.com. 25. Januar 2014.
- ↑ Albert Streckeisen, 1901-1998. In: boehm-geologie.ch. (Porträt aus: Bull. angew. Geol., 4/1 (1999)).
Anmerkungen
- ↑ Die naturwissenschaftlich-propädeutische Medizinalprüfung bezeichnet die vorklinische Prüfung der naturwissenschaftlichen Grundlagen in der ärztlichen Ausbildung, wie sie historisch auch an der Universität Basel üblich war.
- ↑ Das Nephelinsyenitmassiv von Ditro liegt in Ditro (rumänisch Ditrău), im Kreis Harghita in der Region Siebenbürgen, Rumänien. Es handelt sich um einen mesozoischen alkalivulkanischen Komplex mit Nephelinsyeniten, die vor allem im zentralen und östlichen Teil des Massivs vorkommen. Das Massiv hat eine Ausdehnung von mehreren Kilometern, ist ein bedeutendes geologisches Vorkommen in dieser Region und wird in geologischen Fachwerken und Mineralatlanten entsprechend geführt.
- ↑ Dem Fakultätsprotokoll, Sitzung vom 11. Dezember 1941, Seite 255 ist zu entnehmen, dass eine gedruckte Habilitationsschrift bereits vorliegt. Allerdings wird an keiner Stelle in den umfangreichen Protokollen zu dem Geschäft die entsprechende Arbeit namentlich genannt.
- ↑ Albert Streckeisen habilitierte sich 1942 an der Universität Bern. Möglicherweise könnte die petrographische Untersuchung „Zur Differentiation im Nephelinsyenit-Massiv von Ditro (Rumänien)“ (Sonderdruck aus: Buletinul laboratorului de Mineralogie al Univ. din Bucuresti, Vol. 1 (1934), Partie 1: Travaux originaux) aus dem Jahr 1934 als Grundlage für seine Habilitation gedient haben, da diese Arbeit umfassend und wissenschaftlich anspruchsvoll war.
- ↑ Albert Streckeisen gehörte 1962 zu den Schweizer Wissenschaftlern, die in einem gemeinsamen Aufruf vor den katastrophalen Folgen eines Atomkriegs warnten und sich für die Unterstützung der Atomverbots-Initiative aussprachen. Der Aufruf betonte die moralische Verantwortung und die kollektive Bedrohung durch Atomwaffen für die Menschheit, was die öffentliche Debatte in der Schweiz maßgeblich beeinflusste. Siehe Zeitungsartikel im Thuner Tagblatt vom 20. März 1962: Atomkrieg muss vermieden werden. In: .e-newspaperarchives.ch. 20. März 1962, abgerufen am 3. September 2025.
- ↑ Adolf Streckeisen war seit 1923 Mitglied der Sektion Basel des Schweizer Alpen-Clubs (SAC).Jahresbericht der Sektion Basel S. A. C. 1924. (PDF) In: sac-basel.ch. S. 64, abgerufen am 25. September 2025.
- ↑ Siehe die biografischen Angaben zu Albert Streckeisen (Mutter: Clara Burckhardt, Basel) und Ueli Gruner (Mutter: Dorothea Burckhardt, Tochter von Paul Burckhardt); genealogische Details finden sich in einschlägigen Wikipedia-Artikeln und Basler Familienregistern.