Ada Wong

Ada Wong
Erstes Spiel Resident Evil 2 (1998)
Erstellt von Hideki Kamiya, Noboru Sugimura, Kazunori Kadoi
Designed von Isao Ohishi, Ryoji Shimogama
Stimme von Englisch: Sally Cahill, Courtenay Taylor, Jolene Anderson, Lily Gao

Japanisch: Yūko Mizutani, Junko Minagawa

Motion Capture Michelle Lee, Jolene Andersen, Lily Gao
Gespielt von Li Bingbing, Lily Gao
Nationalität Chinesisch-Amerikanisch

Ada Wong (japanisch: エイダ・ウォン, Hepburn: Eida Won) ist eine Figur aus Resident Evil (in Japan Biohazard), einer Survival-Horror-Videospielreihe des japanischen Unternehmens Capcom. Ada wurde erstmals in Resident Evil (1996) vorgestellt, bevor sie als Nebenrolle und Antiheld in Resident Evil 2 (1998) eingeführt wurde. Die Figur war ursprünglich als Forscherin namens Linda für den Prototyp des zweiten Spiels vorgesehen, doch ihr Name wurde zu Ada geändert. Für die finale Version wurde sie als Spionin und Söldnerin umgeschrieben, um ihre Geschichte mit der des Originals zu verbinden. Im Laufe der Serie wird Ada oftmals beauftragt, um biologische Waffen für verschiedene Organisationen zu stehlen, dabei betrügt sie ihre Auftraggeber mehrfach, um den Protagonisten Leon S. Kennedy aus gefährlichen Situationen zu retten.

Ada tritt in mehreren Resident-Evil-Spielen, Romanadaptionen und Filmen auf, aber auch in anderen Spielereihen wie Project X Zone, Teppen und Dead by Daylight. Verschiedene Schauspielerinnen haben die Figur verkörpert. Sally Cahill, Courtenay Taylor, Jolene Anderson und Lily Gao – unter anderem – verliehen Ada in Videospielen und animierten Produktionen ihre englische Stimme, während Li Bingbing und Gao sie in den Realverfilmungen von Resident Evil darstellten.

Kritiker haben positiv auf Ada als Figur reagiert und insbesondere ihre Intelligenz sowie Einfallsreichtum als zentrale Charaktereigenschaften hervorgehoben. Mehrere Journalisten lobten Adas Darstellung als Femme fatale und bezeichneten sie als Beispiel für eine weibliche Figur, die ebenso kompetent und geschickt ist wie ihre männlichen Gegenstücke. Aufgrund von Adas asiatischer Herkunft wurden jedoch auch Bedenken geäußert, dass die Figur das orientalische Klischee der „Dragon Lady“ fortführen würde. Adas Outfits – insbesondere ihr rotes Kleid aus Resident Evil 4 (2005) – wurden oft im Zusammenhang mit dem Male Gaze diskutiert und dafür kritisiert, übermäßig sexualisiert zu sein. Gaos Darstellung von Ada im Remake von Resident Evil 4 (2023) erhielt überwiegend negative Kritiken.

Erscheinungen

In der Resident-Evil-Reihe

Ada Wong ist das Pseudonym einer chinesisch-amerikanischen Spionin und Söldnerin, welche als Antiheldin in Capcoms Survival-Horror-Videospielreihe Resident Evil wiederkehrend auftaucht.[1][2] Ihr wahrer Name und ihre Geschichte vor ihrer Tätigkeit im Geheimdienst bleiben unbekannt.[1][2] Als Nebenfigur eingeführt in Resident Evil 2 (1998),[3][4] wird Ada von einer nicht bekannten Organisation beauftragt, um das G-Virus-Mutagen zu stehlen, das von der Umbrella Corporation entwickelt wurde – einem Pharmaunternehmen, das für einen Zombie-Ausbruch in der amerikanischen Metropolenstadt Raccoon City verantwortlich ist.[5][6] Ada trifft auf den frischgebackenen Polizisten Leon S. Kennedy und verbündet sich mit ihm, um auf Umbrellas unterirdisches Labor für biologische Kriegsführung zuzugreifen, wo sie von der Wissenschaftlerin Annette Birkin als Söldnerin enttarnt wird.[5][7] Trotz schwerer Verletzungen hilft Ada Leon dabei, den T-103-Tyrant zu vernichten und aus Raccoon City zu flüchten, bevor die Stadt im Rahmen einer Vertuschungsaktion der US-Regierung durch einen nuklearen Schlag zerstört wird.[5][6][7]

In Resident Evil 4 (2005) taucht Ada wieder auf.[5] Sie wird von Albert Wesker in ein abgelegenes, spanisches Dorf gesendet, um eine Probe des gedächtniskontrollierenden Parasiten „Las Plagas“ des Los Iluminados Kults zu bergen.[5][8] Während ihrer Mission trifft Ada erneut auf Leon, der versucht, die vom Kult entführte Tochter des US-Präsidenten, Ashley Graham, zu retten.[5][8] Nachdem Ada geholfen hat den Anführer der Sekte, Osmund Saddler, zu töten, stiehlt sie die Probe von Leon und flüchtet per Hubschrauber.[5][8] Spätere Versionen von Resident Evil 4, beginnend mit der Playstation-2-Fassung, beinhalten Ada als spielbare Figur. Unter dem Titel Separate Ways blickt der Inhalt auf die Ereignisse der Hauptgeschichte aus ihrer Perspektive und beleuchtet ihre Beziehung zu Leon.[2][9][10]

In Resident Evil 6 (2012) untersucht Ada den Nationalen Sicherheitsberater Derek C. Simmons, ein ehemaliger Verbündeter, der von Ada besessen ist. Ada entdeckt, dass Simmons seine Assistentin Carla Radames in ihren Doppelgänger verwandelt hat.[5][11] Nachdem sie Carla getötet und Leon geholfen hat, Simmons auszuschalten, zerstört sie das Labor, in dem Carla erschaffen wurde und nimmt einen neuen Auftrag an (Jennings et al. 2018, S. 243).[12]

Andere Erscheinungen

Ada tritt in einigen Resident-Evil-Filmen auf. Darunter in Resident Evil: Damnation (2012) – ein Erwachsenen-Animationsfilm – worin sie als Agentin der Bioterrorism Security Assessment Alliance die Ostslawische Republik infiltriert und eine Probe des „Las Plagas“-Parasiten erhält, die im dortigen Bürgerkrieg eingesetzt wird.[13] Ada hatte ihren Realfilm-Einstand in Resident Evil: Retribution (2012), dem fünften Teil der von Regisseur Paul W. S. Andersons inszenierten Filmreihe, wo sie als ehemalige Umbrella-Agentin gemeinsam mit Alice, einer Figur die speziell für die Filme erstellt wurde, versucht, aus einer Unterwasser-Umbrella-Anlage zu fliehen.[14] Wong erscheint auch in der Mid-Credits-Szene des Realfilm-Reboots Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021). Hier war eine größere Rolle für sie bestimmt, doch Regisseur Johannes Roberts war der Ansicht, dass der Film bereits zu viele Charaktere enthielt.[15]

Ada ist in mehreren nicht-kanonischen Resident-Evil-Spielen als spielbare Figur vertreten.[16][17][18][19] Sie tritt im Rail-Shooter-Spiel Resident Evil: The Darkside Chronicles (2009),[18] im „Heroes Mode“ des Third-Person-Shooters Resident Evil: Operation Raccoon City (2012)[16] und im Online-Multiplayer-Spiel Resident Evil Re:Verse (2022) auf.[17] Sie ist zudem als spielbare Figur im asymmetrischen Multiplayer-Spiel Dead by Daylight (2016)[20], im kompetitiven Puzzle-Spiel Puzzle Fighter (2017)[21], im digitalen Sammelkartenspiel Teppen (2019)[22] sowie in den Mobile-Games Puzzles & Survival und State of Survival (beide 2023) spielbar.[23][24] Sie ist ein alternatives Skin im Fighting-Game Street Fighter V (2016)[25] und dem Adventure-Spiel Knives Out (2017).[26] Sie hat Cameo-Auftritte als nicht spielbare Figur im browserbasierten Hack-and-Slash-Spiel Onimusha Soul (2013)[27], PUBG Mobile (2018)[28] und im taktischen Rollenspiel Project X Zone 2 (2015)[29], und sie wurde als zusätzlicher Charakter für Goddess of Victory: Nikke (2022)[30] angekündigt.

Ada erscheint auch in Romanfassungen der Filme und Spiele.[31][32] Capcom-Drehbuchautoren erstellten eine Reihe von Radiohörspielen zu Resident Evil 2, darunter eines mit dem Titel Ikiteita Onna Spy Ada („Die lebende Spionin Ada“). Die Hörspiele wurden 1999 auf Radio Osaka ausgestrahlt und später veröffentlichte Suleputer die Sammlung auf zwei CDs als Biohazard 2 Drama Album.[33][34] Die Handlung spielt nach den Ereignissen von Resident Evil 2 und folgt Adas Auftrag, Sherry Birkins Anhänger mit der G-Virus-Probe von Umbrella-Vollstrecker HUNK zurückzuholen.[33][34] Außerdem wurden Comics basierend auf der Spielereihe veröffentlicht und Ada taucht in Resident Evil: The Official Comic Magazine auf. Sie ist im Resident Evil Deck Building Card Game (2011) von Bandai sowie in Resident Evil 2: The Board Game (2017) von Steamforged Games vertreten. Weitere Merchandise-Artikel mit Ada umfassen Actionfiguren, Figurenstauen, Plüschtiere und T-Shirts.

Konzept und Design

Ada wurde ursprünglich als Linda konzipiert, eine Umbrella-Forscherin, die mit der Bergung des G-Virus beauftragt war, für einen frühen Prototyp von Resident Evil 2.[35][36] Der Name „Ada“ wurde von Capcom-Designer Kazunori Kadoi erdacht und erstmals im ursprünglichen Resident Evil (1996) erwähnt.[37] Nachdem der Prototyp verworfen und die Entwicklung von Resident Evil 2 neu gestartet worden war, entschied Regisseur Hideki Kamiya, Ada zu einer vollwertigen Figur auszubauen und lud Kadoi zu einem Treffen ein, bei dem dieser erklärt, er habe Adas Namen zufällig und ohne große Überlegung vorgeschlagen.[37] Autor Noboru Sugimura übernahm Lindas Rolle aus dem verworfenen Prototypen für Ada und interpretierte sie für die finale Version von Resident Evil 2 als rätselhafte Unternehmensspionin um, um die Handlung an die des ersten Spiels anzuknüpfen.[37][35][36] Die Künstler Isao Ohishi und Ryoji Shimogama entwarfen Adas Erscheinungsbild.[38]

In Resident Evil 2 entwickelt Ada eine ambivalente Romanze mit Leon, während sie sich gegenseitig durch das Spiel retten.[3][2] Im Remake von 2019 wurde mehr Zeit in die Entwicklung ihrer Beziehung investiert, da das Kreativteam empfand, dass sie im Original zu schnell voranschritt.[39] Executive Producer Jun Takeuchi schlug vor, dass der Kuss zwischen Ada und Leon früher stattfinden solle, was Kamiya zufolge „Ada manipulativer gegenüber Leon erscheinen lässt“.[40] Adas rotes Kleid aus dem Originalspiel wird im Remake zunächst von einem beigefarbenen Trenchcoat verdeckt, was Kadoi zufolge ein „realistischeres“ und „glaubwürdigeres“ Spioninnen-Design darstellt.[41]

Adas Beziehung zu Leon wird in Resident Evil 4 und dessen Minispiel „Separate Ways“ weiter vertieft.[2][42][43] Da die Entwicklung der Playstation-2-Version des Hauptspiels länger dauerte als erwartet, entschied man, das Spiel nicht nur aus dem GameCube zu portieren, sondern zusätzliches Material hinzuzufügen.[43] Produzent Masachika Kawata fand, dass Ada es verdient „wirklich herauszustechen“ über ihre geringe Bildschirmzeit der Hauptkampagne hinaus und entwickelte „Separate Ways“, um die Figur weiter zu erforschen.[43] Auf dem Titelbildschirm von „Separate Ways“ nimmt Ada eine Pose ein, die vom Poster des Films Nikita (1990) inspiriert ist.[3] Im Remake von Resident Evil 4 (2023) werden Adas rotes Kleid mit Beinschlitz und Choker aus dem Original durch einen roten Strickpullover und Ledergeschirr ersetzt.[44][45][46]

Ada kann in Resident Evil 6 als spielbare Figur freigeschaltet werden, nachdem die drei Hauptkampagnen des Spiels abgeschlossen wurden. Executive Producer Hiroyuki Kobayashi war der Meinung dies verstärke Adas Ambiguität und mache ihr Szenario „unterhaltsamer“, da „eines der Themen von Adas Geschichte eine einsame Spionin ist, die im Geheimen arbeitet“.[47] Adas Outfit, entworfen von Yōsuke Yamagata, bestand aus einer roten Bluse und schwarzen Lederhosen und basierte auf einem zuvor verworfenen Design für Resident Evil 4.[48] Ada war ursprünglich vorgesehen in Resident Evil Village (2021) aufzutreten, als geheimnisvolle, maskierte Gestalt im Pestdoktor-Look, die dem Protagonisten Ethan Winters hilft, doch aufgrund „konfliktreicher Szenarien“ wurde sie aus dem Spiel gestrichen.[49]

Synchronsprecherinnen und Live-Action-Darstellerinnen

Sally Cahill sprach Ada erstmals in Resident Evil 2 und wiederholte die Rolle in Resident Evil 4 sowie Resident Evil: The Darkside Chronicles.[50] Ada wurde außerdem von Megan Hollingshead in Resident Evil: The Umbrella Chronicles[51] und von Courteney Taylor in Resident Evil: Operation Raccoon City, Resident Evil 6 und Resident Evil: Damnation gesprochen.[18][52]

Michelle Lee übernahm die Motion-Capture-Darstellung für Ada in Resident Evil 6, während Jolene Anderson die Stimme und das Motion Capture für Ada im Remake von Resident Evil 2 aus dem Jahr 2019 lieferte. Lily Gao, die Ada im Live-Action-Film Resident Evil: Welcome to Raccoon City verkörperte,[15] sprach die Figur ein und übernahm das Motion Capture im Remake von Resident Evil 4 aus dem Jahr 2023.[3] Die chinesische Schauspielerin Li Bingbing spielte Ada im Live-Action-Film Resident Evil: Retribution und wurde dabei auf Englisch von Cahill und auf Japanisch von Junko Minagawa synchronisiert.[53] Li beteiligte sich an der lokalen Promotion des Films für unterschiedliche Zielgruppen, nahm an Premieren teil und gab Interviews für die Medien.[53]

Rezeption

Ada erhielt positive Kritiken von Fachleuten für ihre Persönlichkeit und dafür, dass sie geschlechtsspezifische Konventionen herausfordert. Journalisten/innen des Guardian sowie Larry Hester von Complex lobten ihre Schönheit, Intelligenz und die Tatsache, dass sie „mehrere Schritte voraus“ sei.[54][55] Die akademische Autorin Jenny Platz vertrat die Auffassung, dass Ada eine Geschlechterfluidität verkörpere, da sie Eigenschaften besitze, die typischerweise Männern zugeschrieben würden, wie „Stärke und Intelligenz“, ebenso wie weibliche Eigenschaften wie „Schönheit und Anmut“[44] Andere Kritiker/innen lobten Ada als Femme fatal[3], etwa Lara Crigger von The Escapist, die sie als „starkes feministisches Rollenmodell“ beschrieb.[56] Der Wissenschaftler Andrei Nae stellte fest, dass Resident Evil 4 stark vom Film noir beeinflusst sei, einem Genre, in dem weibliche Charaktere entweder „unterwürfig“ seien – wie Ashley Graham – oder als Femmes fatales die männliche Autorität und patriarchale Konventionen herausfordern. Laut Nae gelingt es Ada im Gegensatz zu den meisten Beispielen von Femme fatales im Film noir, die letztlich aufhören die männliche Autorität in Frage zu stellen und sich dem männlichen Helden – hier in Resident Evil 4 ist es Leon – unterwerfen, außerhalb des „Einflussbereichs des männlichen Protagonisten“ zu bleiben. Dadurch stelle Ada sowohl Geschlechter, als auch Genre-Konventionen der Noir-Fiktion infrage.[57]

Adas Charakterisierung wurde teilweise auch kritisiert, insbesondere aufgrund ihres Status als asiatische Frau. Während Nae sie für ihre Unabhängigkeit und ihre Herausforderung der Noir-Konventionen lobte, vertrat er die Ansicht, dass Adas Identität als chinesisch-amerikanische Frau ihre betonte Sexualität als Femme fatale in orientalische Klischees über ostasiatische erotische Weiblichkeit einfüge.[57] Ähnlich lobte Harri Chan von Polygon zwar Adas Beitrag zur „trashigen Actionfilm-Energie“ von Resident Evil 4, kritisierte jedoch ihre Darstellung, die dem stereotypen „Dragon Lady“-Trope folge und Ada keine anderen Möglichkeiten zur Charakterentwicklung eröffne.[3]

Adas Sexualisierung wurde wiederholt in breiteren Analysen der Figur in Videospielen thematisiert.[58][59][12] Kritiker/innen argumentieren, dass die In-Game-Zwischensequenz in Resident Evil 4 sich auf Adas geschlitztes Kleid – als unrealistisch und unpassend für die Kampfsituationen bezeichnet – und ihren Körper fokussieren, wobei ihre Erscheinungsbild darauf ausgelegt sei, ein männliches Publikum anzusprechen.[45][58][59] In Tropes vs. Women in Video Games kritisierte die feministische Medienkritikerin Anita Sarkeesian Adas Outfit, insbesondere ihren Einsatz von High Heels im Kampf und argumentierte, die Kleidung sei darauf ausgelegt, Männer anzuziehen.[59] Demgegenüber erklärte die Digital-Media-Wissenschaftlerin Esther MacCallum-Stewart, dass die weibliche Charaktere in Resident Evil einzigartige Qualitäten besäßen, die sie zu einer interessanten Wahl für Spieler/innen gegenüber männlichen Charakteren machten, mit alternativen Kampfoutfits, die vermeiden dem männlichen Blick zu gefallen. Die Forscherin Stephanie Jennings argumentierte in Feminism In Play, dass Adas Sexualisierung neu gerahmt werde, um Bedeutung im Spiel zu erzeugen, wobei ihr Kapitel in Resident Evil 6 eine „transgressive Geschlechterperformance bietet, die traditionelle patriarchale Machtstrukturen effektiv kritisiert und verdammt“. Sie schlug vor, dass Adas Präsenz als eine der wenigen multirassistischen Figuren der Reihe das intersektionale Potenzial des feminine gaze zeige, welches jedoch durch die begrenzte Erkundung ihrer ethischen Identität untergraben werde.[12]

Lily Gaos stimmliche Darstellung von Ada von Resident Evil 4 aus dem Jahr 2023 wurde von Fans kritisiert, was zu Review-Bombing des Spiels führte. Jade King von TheGamer kritisierte Adas Sprecherleistung und betrachte sie als den schlechtesten Teil des Spiels.[46] Michael McWhertor von Polygon kritisierte die Dialogführung als unnatürlich und spekulierte, ob Gao schlechte Anweisungen erhalten habe, um eine „coole“ Persönlichkeit zu erschaffen, die Ada von Leon abheben sollte. Gao deaktivierte daraufhin die Kommentarfunktion auf Instagram und versteckte die meisten Beiträge, nachdem sie online belästigt wurde[60] und antwortete später den Kritiker/innen mit den Worten: „Meine Ada ist eine Überlebende. Sie ist unberechenbar, widerstandsfähig und absolut kein Stereotyp.“[3]

Literaturverzeichnis

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Commons: Ada Wong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  4. Simon Bacon: Heroic Girls as Figures of Resistance and Futurity in Popular Culture. Taylor & Francis, 2024, ISBN 978-1-04-001431-8 (google.de [abgerufen am 3. Januar 2026]).
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  39. Alistair Wong: RE2 Remake Originally had a Fixed Camera Perspective Mode Switchable Anytime. In: Siliconera. 2. März 2019, abgerufen am 14. Juli 2024 (englisch).
  40. Alistair Wong: Original RE2 Director Hideki Kamiya Gives his Thoughts on the Remake in Final Discussion Video. In: Siliconera. 17. März 2019, abgerufen am 25. Mai 2023 (englisch).
  41. Wesley Yin-Poole: Capcom Reveals Ada Wong's New Look for the Resident Evil 2 Remake. In: Eurogamer. 20. September 2018, abgerufen am 23. Mai 2022 (englisch).
  42. Resident Evil 4: Separate Ways. In: IGN. 26. September 2005, archiviert vom Original am 15. Oktober 2007; abgerufen am 3. September 2011 (englisch).
  43. a b c Billy Berghammer: Producer Masachika Kawata Talks About what it was like to Bring Resident Evil 4 to the PS2. In: Game Informer. 17. September 2005, archiviert vom Original am 5. November 2005; abgerufen am 24. August 2024 (englisch).
  44. a b Jenny Platz, Nadine Farghaly: The Woman in the Red Dress: Sexuality, Femmes Fatales, the Gaze, and Ada Wong. In: Unraveling Resident Evil: Essays on the Complex Universe of the Games and Films. McFarland & Company, Jefferson (North Carolina) 2014, ISBN 978-1-4766-1440-3, S. 147–160 (englisch).
  45. a b Sources that discuss Ada's outfit:
  46. a b Jade King: Ada Wong is Sadly the Worst Part of Resident Evil 4 Remake. In: TheGamer. 29. März 2023, abgerufen am 18. August 2024 (englisch).
  47. Toshi Nakamura: Resident Evil 6 Creators Talk About Ada Wong, and Warn Players Not to get Too Gung-Ho in Agent Hunt Mode. In: Kotaku. G/O Media, 8. Februar 2012, abgerufen am 23. Mai 2022 (englisch).
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  49. Matt Purslow: Ada Wong Was Cut from Resident Evil Village Due to 'Conflicting Scenarios'. In: IGN. 7. Mai 2021, abgerufen am 23. Mai 2022 (englisch).
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  59. a b c Criticism of Ada's outfit from sources:
  60. Resident Evil 4 Remake actor deactivates Instagram comments after receiving thousands of critical messages. In: Vikki Blake (Hrsg.): Eurogamer.net. 2. April 2023 (eurogamer.net [abgerufen am 3. Januar 2026]).