Aage Kvalbein

Aage Kvalbein (* 29. März 1947 in Oslo) ist ein norwegischer Cellist und Hochschullehrer.

Leben

Aage Kvalbein studierte von 1957 bis 1968 am Musikkonservatorium in Oslo, zunächst bei Sverre Krøvel, später bei Karl Andersen. 1967 absolvierte er ein musikbezogenes Zwischenfachstudium (mellomfag) an der Universität Oslo. 1969 erwarb er den Grad eines Master of Music an der University of Oregon. Ab 1971 setzte er seine Ausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen fort und schloss dort 1974 sein Solistenexamen ab. Er nahm außerdem an kürzeren Studienaufenthalten bei Mstislav Rostropowitsch und William Pleeth teil. In den folgenden Jahren entwickelte er eine intensive internationale Konzerttätigkeit mit Auftritten in Europa, Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten sowie in Ost- und Südostasien. Von 1977 bis 1978 war er Solocellist der Oslo-Filharmonien.[1] 1974 gründete er gemeinsam mit Jens Harald Bratlie und Stig Nilsson das Oslo Trio. Mit dem Oslo Trio konzertierte er in Norwegen sowie auf Tourneen in Europa und den Vereinigten Staaten und erhielt 1979 den Spellemannprisen.[2] Seit 1980 ist Kvalbein an der Norwegischen Musikhochschule tätig. 1985 wurde er dort zum Professor für Violoncello berufen und ist heute Professors emeritus.[1] Zu seinen Schülern zählt Lene Grenager. Neben seiner Konzerttätigkeit wirkte Kvalbein als Cellist an einzelnen Film- und Fernsehproduktionen mit.[3] Darüber hinaus war er als Musiker und vereinzelt als musikalischer Leiter an Produktionen des Nationaltheatret in Oslo beteiligt.[4] Kvalbein ist mit der Schauspielerin Mari Maurstad verheiratet. Aus der Ehe stammen die Söhne Scott, Aslak und Stinius Maurstad.[1] Er ist Bruder von Jon, Hans und Asbjørn Kvalbein.

Auszeichnungen

Er gewann internationale Musikwettbewerbe, darunter 1973 den Internationalen Folkwang-Preis sowie mit dem Oslo Trio Preise in Helsinki und einen 3. Preis beim Internationaler Musikwettbewerb der ARD 1976.[1][2][5] Zu seinen Auszeichnungen zählen Strykerprisen Trondheim 1969, Debutantprisen 1973, Kritikerprisen 1980/1981, Griegprisen 1986 und Spellemannprisen 1979, 1986.[1]

Einspielungen

Seine Diskographie umfasst rund 40 Tonträgerproduktionen mit Werken des klassischen und zeitgenössischen Repertoires.

Einzelnachweise

  1. a b c d e Rune J. Andersen, Arne Forsgren: Aage Kvalbein. In: Store norske leksikon. 26. August 2025 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 8. Januar 2026]).
  2. a b Trond Olav Svendsen: Oslo Trio. In: Store norske leksikon. 26. November 2024 (norwegisch, snl.no [abgerufen am 8. Januar 2026]).
  3. Aage Kvalbein | Musikabteilung, Schauspieler, Komponist/-in. In: https://www.imdb.com. Abgerufen am 8. Januar 2026.
  4. AAGE KVALBEIN – FOREST. In: https://forest.nationaltheatret.no. Nationaltheatret, abgerufen am 8. Januar 2026 (norwegisch).
  5. 1976 – INTERNATIONALER MUSIKWETTBEWERB DER ARD. In: https://www.ard-musikwettbewerb.de. Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 8. Januar 2026.