AGM-123 Skipper II

AGM-123 Skipper II

AGM-123 an einer A-7 „Corsair II“
Allgemeine Angaben
Typ Luft-Boden-Lenkflugkörper
Heimische Bezeichnung AGM-123 Skipper II
Herkunftsland Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller Naval Air Weapons Station China Lake, Emerson Electric
Entwicklung 1980
Indienststellung 1985
Technische Daten
Länge 4,27 m
Durchmesser 389 mm
Gefechtsgewicht 582 kg
Spannweite 1.600 mm
Antrieb Feststoffraketentriebwerk
Geschwindigkeit 1.100 km/h
Reichweite 55 km
Ausstattung
Zielortung Passive Laserzielsuche
Gefechtskopf Mark 83-Bombe
Zünder Aufschlagzünder, Verzögerungszünder
Waffenplattformen Kampfflugzeuge
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Anfang 1980 entwickelte die Firma Emerson Electric im Auftrag der United States Navy eine Kurzstrecken-Luft-Boden-Rakete, die Schiffe bekämpfen sollte. Im Gegensatz zu anderen Programmen sollte es jedoch keine Neuentwicklung sein, sondern es sollte auf bestehende Komponenten zurückgegriffen werden. So wurde als Ausgangsbasis die lasergelenkte Bombe GBU-16 Paveway II genutzt. An die GBU-16 wurde das Mark 78-Raketentriebwerk der AGM-45 Shrike montiert und die Elektronik sowie die verschiedenen Komponenten angepasst. Heraus kam die AGM-123 Skipper II. Im Jahr 1985 kam der Auftrag zur Produktion von 2500 AGM-123. Als Trägerflugzeuge wurden die A-6 „Intruder“, A-7 „Corsair II“ und F/A-18 „Hornet“ genutzt. Die Skipper zeigte auch Schwächen. Laut Hersteller hat sie eine Reichweite von 55 km, doch diese wurde im alltäglichen Einsatz nie erreicht. Hauptproblem waren die Laser-Zielbeleuchter, welche die Reichweite der AGM-123 auf 7 bis 15 km limitierten.

Je nach Quelle soll es noch eine verbesserte AGM-123 bzw. AGM-123B geben, bei der vor allem die Elektronik überarbeitet wurde. Entwickelt haben soll diese Variante Texas Instruments. Wie viele gebaut wurden oder ob sie je in den Truppendienst gelangt ist, ist unklar.

Ab Mitte der 1990er-Jahre musterte die United States Navy die AGM-123 schrittweise aus. Sie befindet sich heute nicht mehr im Dienst.

Der Name AGM-123 Skipper II lässt vermuten, dass es eine Skipper I gab, dies ist aber nicht der Fall. Die Bezeichnung II stammt von Paveway II.

Kriegseinsätze

Die AGM-123 Skipper II wurde bei der Operation Praying Mantis (1988) sowie während des Zweiten Golfkriegs (1991) eingesetzt.

Verbreitung

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