1,4-Dihydrochinolin

Strukturformel
Allgemeines
Name 1,4-Dihydrochinolin
Summenformel C9H9N
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 50624-35-6
PubChem 12658820
ChemSpider 10645598
Wikidata Q82361412
Eigenschaften
Molare Masse 131,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

46–47 °C[1][2]

Löslichkeit

löslich in Diethylether[1][2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

1,4-Dihydrochinolin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chinolinderivate.

Gewinnung und Darstellung

1,4-Dihydrochinolin kann durch Behandlung von Chinolin mit Lithium in wasserfreiem Ammoniak bei -33 °C, gefolgt von einer Abschreckung mit Ammoniumchlorid gewonnen werden.[2] Die Reduktion von Chinolin mit Natriumhydrid gibt eine Mischung aus 1,2- und 1,4-Dihydrochonlin.[4] Für die Verbindung und ihre Derivate sind eine Reihe weiterer Synthesen bekannt.[5][6][7]

Eigenschaften

1,4-Dihydrochinolin ist ein instabiler Feststoff, der bei Raumtemperatur polymerisiert. Er ist relativ stabil in Diethylether bei −15 °C unter Stickstoff.[1] Die Cycloaddition der Verbindung mit p-Bromphenylazid, eine typische Enaminreaktion, ergibt ein Triazolinderivat.[2]

Einzelnachweise

  1. a b c d Dictionary of Alkaloids. CRC Press, ISBN 978-1-4200-7770-4, S. 616 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c d A. J. Birch, P. G. Lehman: 1,4-Dihydroquinoline. In: Tetrahedron Letters. Band 15, Nr. 28, 1974, S. 2395–2396, doi:10.1016/S0040-4039(01)92265-8.
  3. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. E. A. Braude, J. Hannah, Reginald Linstead: 652. Hydrogen transfer. Part XVI. Dihydrides of nitrogenous heterocycles as hydrogen donors. In: Journal of the Chemical Society (Resumed). Nr. 0, 1960, S. 3249–3257, doi:10.1039/JR9600003249.
  5. Synthetic Approaches to Nonaromatic Nitrogen Heterocycles. Wiley, 2020, ISBN 978-1-119-70875-9, S. 350 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Quinolines, Volume 32, Part 1. Wiley, 1977, ISBN 0-470-18853-7, S. 28 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Green Synthetic Approaches for Biologically Relevant Heterocycles. Elsevier, 2021, ISBN 978-0-323-85130-5, S. 507 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).