Ẁurdah Ïtah
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| Studioalbum von Magma | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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| Label(s) | Ego Records | |||
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Format(e) |
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Titel (Anzahl) |
12 | |||
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39:04 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
Studio De Milan (Paris) | |||
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Ẁurdah Ïtah ist das vierte Studioalbum der französischen Avant-Prog- und Zeuhl-Band Magma. Das Album wurde ursprünglich am 15. Juni 1974 von Christian Vander unter dem Namen Tristan et Iseult als Soundtrack Yvan Lagranges gleichnamigen Avantgardefilm Tristan et Iseult von 1972 veröffentlicht. Der Film thematisiert die Legende um Tristan und Isolde.
Musikstil
Ẁurdah Ïtah, was in der Kunstsprache Kobaïanisch, in der auch die Texte der auf dem Album gesungenen wurden, etwa mit Tote Erde übersetzt werden kann, ist der zweite Teil der Theusz Hamtaahk-Trilogie. Es folgt auf das Album Theusz Hamtaahk (deutsch etwa: Zeit des Hasses), welches lediglich als Live-Album erhältlich ist und wird von Mekanïk Destruktïw Kommandöh (1973) fortgeführt.
Entstehungsgeschichte
Erstmals wurde eine Vorversion von Ẁurdah Ïtah im Frühjahr 1971 von Vander am Piano und Gesang, Klaus Blasquiz Gesang, René Gerber an der Bassklarinette, Clément Bailly und Doudou Weiss am Schlagzeug bei einem einmaligen Konzert im Pariser Gibus Club in einer akustischen Version aufgeführt.[1]
Nach einer Aufführung trat Yvan Lagrange an Magma heran und wollte die damals noch vorläufig als Theusz Hamtaahk betitelten Stücke in einem rohen Livemitschnitt für seinen Avantgardefilm Tristan et Iseult verwenden. Die Band drängte jedoch darauf den Soundtrack in einer guten Qualität im Studio aufzunehmen, worauf die Titel in einer 25:53-minütigen Version am 3. Januar 1972 im Studio Chapell, Paris von Gérald Nimal aufgenommen wurde.[2] Die Im Besetzung bestand lediglich aus Klaus Blasquiz an Perkussions und Gesang, Jean-Pierre Lembert am E-Bass, René Garber, Gesang und Christian Vander am Piano, Schlagzeug und Gesang. Diese Aufnahme wurde erst 2018 remastert als Bonustrack in Neuauflagen von Ẁurdah Ïtah offiziell als Ẁurdah Ïtah (Prima Matéria) auf Tronträgern veröffentlicht.[3][4]
Von Thibaults fertigen Film war die Band schließlich wenig begeistert. Blasquiz schämte sich für die Teilnahme an diesem Projekt, das er als totales Fiasko mit einem nicht enden wollendem Fehlen von Handlung bezeichnet, das nur wenig, allenfalls verschwommen Sinn ergibt.[2]
Die Aufnahmen für die 1974 erschienene LP-Version wurden von einem Kernquartett von Magma-Mitgliedern, bestehend aus Christidan Vander am Schlagzeug, Piano, E-Piano und Gesang, Jannick Top am E-Bass, Blasquiz an Perkussions und Gesang, sowie Stella Vander, Gesang, am 4., 5. und 8. April 1974 in Jean-Pierre Bameulls Studio De Milan in Paris in einer 39:04 Minuten langen Version eingespielt und abgemischt.[4] Bei späteren Liveaufführungen wurde das Stück instrumental und mit aufwändigeren Gesangspassagen sowie in der Laufzeit weiter ausgebaut[3] und Längen von bis zu 49 Minuten auf der 2009 erschienen DVD Mythes et Légendes Epok II erreicht.
1989 wurde das Album auf Stella Vanders Label Seventh Records mit dem Magma-Logo auf dem Cover wiederveröffentlicht und wird seitdem rückblickend als Magma-Album kontextiert. Das Album wurde mehrfach neu aufgelegt, unter anderem in dem Boxset Studio Zünd und 2018 remastert auf Sevent Records mit der 1972 für Tristan et Iseult eingespielten 26-minütigen Originalversion als remasterter Bonustitel Wurdah Ïtah (Prima Matéria).[3]
Titelliste
Alle Titel wurden von Christian Vander geschrieben und arrangiert. Den kobaïanischen Titeln folgen die französischen Titel in Klammern.[5]
| Nr. | Titel | Deutsche Entsprechung[6] | Länge |
|---|---|---|---|
| 1. | Malaẁëlëkaahm (Incantation) | Beschwörung | 3:37 |
| 2. | Bradïa Da Zïmehn Iëgah (L'Initié A Parlé) | Der Eingeweihte hat gesprochen | 2:18 |
| 3. | Manëh Fur Da Zëss (Ensemble Pour Le Maître) | Gemeinsam für den Meister | 1:38 |
| 4. | Fur Dï hël Kobaïa (Pour La Vie Éternelle) | Für das ewige Leben | 4:55 |
| 5. | Blüm Tendiwa (L'Âme Du Peuple) | Die Seele des Volkes | 3:29 |
| Nr. | Titel | Deutsche Entsprechung | Länge |
|---|---|---|---|
| 6. | Ẁohldünt Mᴧëm Dëẁëlëss (Message Dans L'Étendue) | Botschaft aus der Ferne | 3:29 |
| 7. | Ẁaïnsaht !!! (En Avant) | Vorwärts / Attacke | 2:30 |
| 8. | Ẁlasïk Steuhn Kobaïa (Ascension Vers L'Éternel) | Aufstieg zur Ewigkeit | 2:46 |
| 9. | Sëhnntëht Dros Ẁurdah Süms (La Mort N'est Rien) | Der Tod ist nichts | 3:24 |
| 10. | C'est la vie qui les a menés là ! (dito.) | Das Leben hat sie dorthin gebracht! | 4:58 |
| 11. | Ëk Sün Da Zëss (Qui Est Le Maître ?) | Wer ist der Meister? | 2:16 |
| 12. | De Zeuhl Ündazïr (Vision De La Musique Céleste) | Vision der himmlischen Musik | 3:40 … |
| Gesamtlänge: | 39:04 | ||
| Nr. | Titel | Länge |
|---|---|---|
| 13. | Wurdah Ïtah (Prima Matéria) (Eingespielt am 3. Januar 1972 im Studio Chapell, Paris von Gérald Nimal) | 25:53 |
Literatur
- Philippe Gonin: Magma - Décryptage d'un mythe et d'une musique. Le Mot et le Reste, Marseille 2010, ISBN 978-2-36054-000-6, Ẁurdah Ïtah, S. 161–170 (französisch).
Weblinks
- Ẁurdah Ïtah auf magmamusic.org (englisch)
- Christian Vander - Tristan Et Yseult bei Discogs
- Ẁurdah Ïtah bei AllMusic (englisch)
- Rezensionen zu Wurdah Ïtah auf den Babyblauen Seiten
- CHRISTIAN VANDER: TRISTAN ET ISEULT (AKA: ẀURDAH ÏTAH) in Prog Archives (englisch)
- / Ẁurdah Ïtah (1974) bei Musik-Sammler.de
- Yvan Lagranges Film Tritstan et iseult (1972) auf IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Alain Raemackers im Booklet vom Album Ẁurdah Ïtah von 2004
- ↑ a b Klaus Blasquiz: Au cœur de Magma. Le Mot et le Reste, Gémenos 2013, ISBN 978-2-36054-106-5, S. 115–116, 215 (französisch, englisch).
- ↑ a b c Stefan Selm: Magma – Ẁurdah Ïtah (Remastered). In: BetreutesProggen.de. 23. Januar 2018, abgerufen am 3. Juli 2022.
- ↑ a b Wurdah Itah Remastered + 25 mn Unpreviously Released Bonus! In: Sevent Records. Abgerufen am 8. September 2023 (englisch).
- ↑ Übersetzung der französischen Titel nach: Christian Vander – Tristan Et Yseult. In: Discogs. Abgerufen am 7. September 2023 (englisch).
- ↑ Übersetzung aus den französischen Titeln