Łyśniewo
| Łyśniewo Łësniewò | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Pommern | |
| Powiat: | Puck | |
| Gmina: | Puck | |
| Geographische Lage: | 54° 48′ N, 18° 20′ O | |
| Einwohner: | 45 | |
| Postleitzahl: | 84-103 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 58 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GPU | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Mieroszyno–Łyśniewo | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Łyśniewo (kaschubisch Łësniewò; deutsch Lißnau) ist eine Siedlung in der Landgemeinde Puck im Powiat Pucki der Woiwodschaft Pommern in Polen. Der Wohnplatz gehört zum Sołectwo (Schulzenamt) Mieroszyno (Miruschin).
Geographie
Der Ort liegt in Pommerellen und Kaschubien, elf Kilometer nordwestlich der Stadt Puck (Putzig) und 33 Kilometer nordwestlich von Gdynia (Gdingen). Mieroszyno liegt einen Kilometer westlich, weitere Ortsteile nördlich.
Geschichte
Der Ort wurde 1552 als Lissenow urkundlich genannt, 1592 als Lisnowken und Lissniewo, 1772 als Lisnow und 1783 als Lysniewo, bevor die preußische Verwaltung den Namen mit Lissnau/Lißnau festlegte.
Die Region kam nach der Ersten Teilung Polens 1773 an das Königreich Preußen. Kirchort der Evangelischen war bis 1780 Bohlschau und dann Putzig. Katholiken waren in Strellin eingepfarrt. Von 1887 bis 1919 gehörte der Ort zum Kreis Putzig in der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs. Er hatte den Status eines Gutsbezirks im Amtsbezirk Löbsch. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Kreisgebiet mit Lißnau aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags, mit Wirkung vom 20. Januar 1920, an Polen abgetreten.
Als Teil des Polnischen Korridors gehörte das Gebiet zum Powiat Pucki und wurde am 1. Januar 1927 in den Powiat morski eingegliedert. Durch den Überfall auf Polen 1939 kam das Gebiet des Korridors völkerrechtswidrig an das Reichsgebiet und wurde dem Reichsgau Danzig-Westpreußen zugeordnet. Der Name Lissen wurde 1942 amtlich.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee das Kreisgebiet und übergab es an die Volksrepublik Polen. Die deutsche Minderheit wurde ausgewiesen. In den Jahren 1975–1998 gehörte das Dorf administrativ zur Woiwodschaft Danzig, der Powiat Pucki war in diesem Zeitraum aufgelöst.
Die Gemeinde gehört zu den zweisprachigen Gemeinden in Polen.
Bevölkerungsentwicklung
- 1783: 2 Feuerstellen
- 1885: 48 Einwohner
- 1905: 31 Einwohner
- 1910: 38 Einwohner
Verkehr
Die Woiwodschaftsstraßen werden nur über Mieroszyno erreicht. Die nächste Bahnstation ist Władysławowo (Großendorf) an der Bahnstrecke Reda–Hel. Der nächste Flughafen ist Danzig.
Weblinks
- Westpreussen.de Lißnau.
Literatur
- Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872 (Online).