Zwiesel (Sattel)
Vorder- und Hinterzwiesel verbinden die Trachten[1] am Sattelbaum eines Reitsattels und sorgen dafür, dass kein Druck auf die Wirbelsäule des Pferdes entsteht.
Beim ursprünglichen Bocksattel, wie er heute noch bei Lasttieren verwendet wird, waren die Zwiesel gabelartige Querstücke aus Holz. Der Vorderzwiesel enthält das Kopfeisen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie aus Holz, später aus Eisen oder aus eisenverstärktem Holz gefertigt. Es sind auch Zwiesel aus Kunststoff auf dem Markt.
Bei Arbeitssätteln werden Vorder- und Hinterzwiesel oftmals höher ausgeführt, um dem Reiter einen sichereren und ermüdungsfreieren Sitz zu ermöglichen. Höhere Zwiesel geben Halt, schränken aber auch die Bewegungsfreiheit ein. Ausgeprägte Zwiesel haben zum Beispiel die Sättel der Gardians[2] und der Westernsattel, bei dem der Vorderzwiesel als Fork und der Hinterzwiesel als Cantle bezeichnet werden.
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Englischer Sattel, Markierung der Zwiesel
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Westernsattel mit erhöhtem Hinterzwiesel
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Lasten-Bocksattel
Anmerkungen
- ↑ Grundtypen der Sattelbäume.
- ↑ Arnim Basche: Geschichte des Pferdes. Sigloch, Künzelsau 1984; 2. Auflage. Stürtz, Würzburg 1991, ISBN 3-8003-0396-5, S. 134 f.