Zweimal im Leben (Film)

Film
Titel Zweimal im Leben
Originaltitel Twice in a Lifetime
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 171 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Bud Yorkin
Drehbuch Colin Welland
Produktion Bud Yorkin
Musik Pat Metheny
Kamera Nick McLean
Schnitt Robert C. Jones
Besetzung

Zweimal im Leben (Originaltitel: Twice in a Lifetime) ist ein amerikanisches Filmdrama von Bud Yorkin mit Gene Hackman und Amy Madigan aus dem Jahr 1985. Amy Madigan war für ihre Rolle in dem Film bei der Oscarverleihung 1986 als beste Hauptdarstellerin für einen Oscar nominiert. Hackman und Madigan waren außerdem beide bei den Golden Globe Awards 1986 für ihre Rollen nominiert.

Handlung

Der fünfzigjährige Stahlarbeiter Harry lernt in seiner Kneipe die neue Tresenkraft Audry kennen und verliebt dich in sie. Schließlich verlässt er seine Ehefrau Kate und zieht zu seiner neuen Liebe. Seine Frau ist am Boden zerstört und baut sich ein neues Leben auf. Seine älteste Tochter Sunny, selbst gefangen in einer Ehe mit arbeitslosem Ehemann und Kindern, ist besonders wütend auf den Vater, da er die Familie verließ, als die Jüngste Helen heiraten soll.

Rezension

Roger Ebert meinte 1985, dass der Film seine Karten gut ausspiele. Eine der Stärken sei, dass man verschiedene Perspektiven sehe. Die interessanteste und komplizierteste Figur sei die von Amy Madigan gespielte älteste wütende Tochter. Sie sei der Berührungspunkt für die verschiedenen Geschichten. Sie sei erschöpft von ihrer Schwester und liebe sie, halte zu ihrer Mutter und lasse den Vater zögerlich los. Das sei ein ziemliche Herausforderung das alles zu balancieren. Während sie das tut sieht man eine der kompliziertesten Filmfiguren der jüngeren Kinogeschichte. Auch die von Gene Hackman und von Ann-Margret gespielten Figuren seien komplex. Sie seien nicht von Verlangen angezogen, sondern von der Aussicht ein neues Leben zu führen. Der Film kenne den Unterschied zwischen junger und mittelalter Liebe. Kinder seien oft von Romantik motiviert. Vierzig-, Fünfzigjährige seien aber manchmal inspiriert von dem romantischsten Ideal: Idealismus und Vorstellung einen Geistesgefährten gefunden zu haben. Am wenigsten ausgearbeitet sei die von Ellen Burstyn gespielte Mutter. Am Ende des Films beginne sie zwar auch zu realisieren, dass sie auch in der Ehe gefangen war, aber das sei eher der Bequemlichkeit des Drehbuchs geschuldet.[2]

Janet Maslin meinte im Erscheinungsjahr in der New York Times, dass es ein angenehmes, zweitklassiges Familiendrama reich an Volksweisheiten, wie man sie im täglichen Fernsehen finde, sei. Gespielt würde es von Darstellern, die so gut seien, dass sie selbst papierdünnen Charakteren einige Tiefe gäben. Der sentimentale Kleinstadtrthos der 1930er sei vorüber, aber dies sei das nächste Vorstellbare dazu: ein sentimentales Kleinstadt-Familiendrama um eine Scheidung.[3]

Der Filmdienst fasst den Film zusammen mit:

„Ein 50jähriger verläßt Frau und Familie, um ein neues Leben an der Seite einer jüngeren Frau zu beginnen. Psychologisch stimmige Beschreibung der Reaktionen, jedoch ohne ausreichende Motivation für die Endgültigkeit der Trennung.[1]

Cinema urteilt demgegenüber:

„Das brillante Einfühlungsvermögen der Darsteller führt die schmerzhaften Konsequenzen einer Scheidung authentisch vor. Ihr Schauspiel, der scharfe Humor und die geschliffenen Dialoge machen aus der eigentlich simplen Geschichte kein sülziges Midlife-crisis-Drama, sondern eine psychologisch fundierte Trennungsstudie.[4]

Auszeichnungen

1986

Einzelnachweise

  1. a b Zweimal im Leben bei Filmdienst
  2. Roger Ebert: Twice in a Lifetime, rogerebert.com vom 25. Dezember 1985
  3. Janet Maslin: Film: Tale of a Divorse, ‘Twice in a Lifetime’, The New York Times vom 23. Oktober 1985
  4. Zweimal im Leben bei Cinema.de
  5. The 58th Academy Awards | 1986 bei oscars.com
  6. Twice in a Lifetime bei goldenglobes.com