Zweigstelle (Film)
| Film | |
| Titel | Zweigstelle |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 98 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | WennDann Film |
| Stab | |
| Regie | Julius Grimm |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik |
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| Kamera | Lea Dähne |
| Schnitt | Vincent Jost |
| Besetzung | |
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Zweigstelle ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2025 mit Sarah Mahita, Rainer Bock und Nhung Hong. Die Filmkomödie entstand unter der Regie von Julius Grimm, der gemeinsam mit Fabian Krebs das Drehbuch schrieb.[3][4]
Handlung
Resi möchte sich von ihrem Freund Michi trennen. Nachdem der eine Krebsdiagnose erhält, bringt sie es aber nicht übers Herz. Nach seinem Tod wollen Resi und ihre Freunde Sophie, Phillip und Mel die Asche des Verstorbenen zerstreuen, wie er es sich gewünscht hatte. Dabei kommt es zu einem Autounfall, bei dem alle vier ums Leben kommen.
Bald darauf befinden sich die vier in einer bayerischen Behörde im Jenseits wieder. Diese soll über das weitere Schicksal entscheiden, entsprechend dem jeweiligen Glauben, etwa ob sie ins Fegefeuer oder ins Elysium kommen oder wiedergeboren werden sollen. Allerdings fehlt der Gruppe jegliche Überzeugung. Daher stellt sich die Frage, was mit jemandem passieren soll, der zu Lebzeiten an nichts geglaubt hat.[3][4][5][6]
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden vom 3. bis zum 28. Februar 2025 statt.[3] Gedreht wurde hauptsächlich in den Penzing Studios in der oberbayerischen Gemeinde Penzing.[7]
Produziert wurde der Film von der Münchner WennDann Film, als Produzenten fungierten Felix Mann, Simon Bogocz, Ben Ulrich und Liam Wölfer. Unterstützt wurde die Produktion vom FilmFernsehFonds Bayern. Den Vertrieb übernahm der Weltkino Filmverleih.[3][7][8]
Die Kamera führte Lea Dähne, die Montage verantwortete Vincent Jost, die Musik schrieben Sebastian Borris und Benedikt Krüger. Den Ton gestalteten Attila Makai und Jörg Elsner, das Kostümbild Marlene Jordan, das Maskenbild Lea Reitberger und Luzia Gorr und das Szenenbild Hannah Nonnast und Ruth Grau.[3] Bei den Film handelt es sich um den Debütfilm von Julius Grimm.[7]
Veröffentlichung
Premiere war am 2. Juli 2025 am Filmfest München in der Reihe Neues Deutsches Kino.[3][5] Im September 2025 sind Vorstellungen am Fünf Seen Filmfestival vorgesehen.[9]
Der deutsche Kinostart fand am 9. Oktober 2025 statt.[3]
Rezeption
Dieter Oßwald schrieb im Arthaus-Portal Programmkino.de, das Ensemble aus Altstars und Newcomern habe sichtlich seinen Spaß an süffisanter Situationskomik samt absurden Dialogen – von den Musikeinlagen einer ziemlich gechillten Kapelle ganz zu schweigen! Der berühmte „Münchner im Himmel“ hätte gewiss sein Vergnügen an diesen Nachfolgern bei ihrer Probefahrt ins Paradies.[10]
Corinna Götz bezeichnete die Produktion auf the-spot-mediafilm.com als zeitgeistige Version von Wer früher stirbt, ist länger tot, bemerkenswert entspannt und selbstbewusst inszeniert, mit anarchischem Witz, heftigem Dialekt, grenzenlosem Einfallsreichtum, stilsicherer Bildgestaltung und getragen von einem famosen Cast.[11]
Oliver Armknecht vergab auf film-rezensionen.de sechs von zehn Punkten. Der Film mache sich über eine Behörde lustig, die nach dem Tod festlegt, in welches Jenseits man kommt, und verbinde das mit einer ganzen Reihe weitergehender Themen. Das sei zwar etwas ziellos, aber durchaus amüsant und sympathisch und gebe zudem den einen oder anderen Denkanstoß.[6]
Ulf Lepelmeier bewertete den Film auf filmstarts.de mit 3,5 von 5 Sternen und bezeichnete ihn als amüsante Jenseitskomödie mit absurd-bürokratischem Setting. Nicht alle Späße würden sitzen, die ernsten Untertöne würden sich nicht ganz flüssig in das Geschehen einfügen, aber die originelle Grundidee trage definitiv.[12]
Manfred Riepe (3 von 5 Sternen) urteilte auf epd-film.de: „Eberhofer trifft Kafka im Jenseits: Das Kinodebüt von Julius Grimm hat eine nicht ganz neue, aber brauchbare Grundidee und eine starke Besetzung in den Nebenrollen.“[13]
Lida Bach kritisierte auf riecks-filmkritiken.de die Farbpalette, Kameraaufnahmen und Kostüme als von Wes Anderson abgekupfert und das galgenhumorige Grundkonzept von Tim Burton. Das junge Ensemble gebe den seichten Charakteren immerhin etwas Charme und die Hintergrundmusik von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys bringe ironisches Flair. Der Overkill bayerischer Biederkeit sei aber mehr todlangweilig als zum Totlachen.[14]
Auszeichnungen und Nominierungen
- Auszeichnung mit dem National Audience Award[15]
- Förderpreis Neues Deutsches Kino
- Nominierung in der Kategorie Regie (Julius Grimm)[16]
- Nominierung in der Kategorie Produzentische Leistung (Felix Mann, Ben Ulrich, Simon Bogocz)
- Nominierung in der Kategorie Drehbuch (Julius Grimm, Fabian Krebs)
- Nominierung in der Kategorie Schauspielerische Leistung (Nhung Hong, David Ali Rashed, Beritan Balci, Julian Gutmann)
Günter-Rohrbach-Filmpreis 2025
- Nominierung für den Günter-Rohrbach-Filmpreis (Shortlist)[17]
Weblinks
- Zweigstelle bei IMDb
- Zweigstelle in The Movie Database
- Zweigstelle auf wenndann-film.de
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Zweigstelle. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 270461).
- ↑ Alterskennzeichnung für Zweigstelle. Jugendmedienkommission.
- ↑ a b c d e f g Zweigstelle bei crew united, abgerufen am 22. Mai 2025.
- ↑ a b Zweigstelle. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 28. Mai 2025.
- ↑ a b Zweigstelle. In: filmfest-muenchen.de. Abgerufen am 28. Mai 2025.
- ↑ a b Oliver Armknecht: Zweigstelle. In: film-rezensionen.de. 9. Juli 2025, abgerufen am 9. Juli 2025.
- ↑ a b c Barbara Schuster: Bayerische Kinokomödie „Zweigstelle“ im Dreh. In: the-spot-mediafilm.com. 11. Februar 2025, abgerufen am 28. Mai 2025.
- ↑ Barbara Schuster: Team „Zweigstelle“ über das Projekt und die Dreharbeiten: „Ein Film fürs Zwerchfell“. In: the-spot-mediafilm.com. 12. Februar 2025, abgerufen am 28. Mai 2025.
- ↑ Zweigstelle. In: fsff.de. Abgerufen am 31. Juli 2025.
- ↑ Dieter Oßwald: Zweigstelle. In: Programmkino. 1. Juli 2025, abgerufen am 2. Juli 2025.
- ↑ Corinna Götz: REVIEW FILMFEST MÜNCHEN: „Zweigstelle“. In: the-spot-mediafilm.com. 2. Juli 2025, abgerufen am 3. Juli 2025.
- ↑ Ulf Lepelmeier: Zweigstelle. In: filmstarts.de. Abgerufen am 10. Juli 2025.
- ↑ Manfred Riepe: Kritik zu Zweigstelle. In: epd-film.de. 26. September 2025, abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Lida Bach: Zweigstelle. In: riecks-filmkritiken.de. 26. September 2025, abgerufen am 26. September 2025.
- ↑ Preisträgerfilm: National Audience Award: Zweigstelle. In: filmfest-muenchen.de. Abgerufen am 5. Juli 2025.
- ↑ Jochen Müller: Talente aus 14 Filmen für Förderpreis Neues Deutsches Kino nominiert. In: the-spot-mediafilm.com. 10. Juni 2025, abgerufen am 11. Juni 2025.
- ↑ Shortlist für Günter Rohrbach Filmpreis steht. In: sr.de. 12. September 2025, abgerufen am 12. September 2025.