Zurich Art Prize
Der Zurich Art Prize ist ein schweizerischer Kunstpreis, der vom Museum Haus Konstruktiv in Zürich zusammen mit der Zurich Insurance Group seit 2007 jährlich ausgelobt wird.
Geschichte
Gemeinsam mit der Zurich Insurance Company Ltd., Patronatspartnerin des Museums, hat das Haus Konstruktiv unter Dorothea Strauss (Direktorin 2005–2013) im Jahr 2007 den Zurich Art Prize ins Leben gerufen.
Seither wird jährlich eine eigenständige künstlerische Position honoriert, die sich an den Schnittstellen zwischen dem kulturellen Erbe der konstruktiv-konkreten und konzeptuellen Kunst und gegenwärtigen Tendenzen bewegt. Sabine Schaschl, Direktorin des Museums seit 2013, setzte sich dafür ein, dass der Preis mit einem Preisgeld honoriert wird. Ab 2018 setzte sich der gestiftete Preis aus einem Budget von CHF 80'000 für die Produktion einer Einzelausstellung und einer Preissumme von CHF 20'000 zusammen.
Ab 2026 stehen für die Realisierung einer Einzelausstellung des Preisträgers oder der Preisträgerin im Museum Haus Konstruktiv CHF 100‘000 zur Verfügung; zusätzlich wird ein Preisgeld in Höhe von CHF 30‘000 an den Gewinner bzw. die Gewinnerin vergeben.
Ab 2026 wird die mit dem Zurich Art Prize verbundene Einzelausstellung nicht mehr im Herbst, sondern jeweils in den Sommermonaten gezeigt. Die Vernissage findet künftig unmittelbar vor Beginn der Art Basel statt, um die internationale Sichtbarkeit gezielt zu erhöhen.
Auswahlverfahren
Jedes Jahr lädt Sabine Schaschl, seit 2013 Präsidentin des Zurich Art Prize, sechs Kuratoren, Kritiker und Kunstsachverständige ein, jeweils einen Künstler oder eine Künstlerin zu benennen, der oder die in der internationalen Kunstszene bereits eine sichtbare Kraft entfaltet hat und ein Weiterdenken des konstruktiv-konkreten und konzeptuellen Erbes in der Gegenwartskunst aufzeigt. Der Jury für den Zurich Art Prize 2026 gehörten an: Sabine Schaschl, Direktorin Museum Haus Konstruktiv (Vorsitz); Carin Gantenbein, Head of Professional Liability bei der Zurich Insurance Company Ltd. in Zürich; Matthias Mühling, Direktor Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Filipa Oliveira, Direktorin des Museu Nacional de Arte Contemporânea do Chiado, Lissabon; Stella Rollig, Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des Museums Belvedere, Wien.
Frühere Jurymitglieder waren Tobia Bezzola und Friedemann Malsch.
Bisherige Preisträger
- 2026: Rosa Barba (* 1972 in Agrigent, Italien, lebt in Berlin)[1]
- 2025: Artur Lescher[2]
- 2024: Olaf Holzapfel[3]
- 2023: Damián Ortega (* 1967 in Mexiko-Stadt, Mexiko, lebt in Berlin)[4]
- 2022: Kapwani Kiwanga (* 1978 in Hamilton, Kanada, lebt in Paris)[5]
- 2021: Sonia Kacem (* 1985 in Genf, lebt in Amsterdam)[6]
- 2020: Amalia Pica (* 1978 in Neuquén, Argentinien, lebt in London)
- 2019: Leonor Antunes (* 1972 in Lissabon, lebt in Berlin)[7]
- 2018: Robin Rhode (* 1976 in Kapstadt, lebt in Berlin)
- 2017: Marguerite Humeau (* 1986 in Cholet, Frankreich, lebt in London)
- 2016: Nairy Baghramian (* 1971 in Isfahan, Iran, lebt in Berlin)
- 2015: Latifa Echakhch (* 1974 in El Khnansa, Marokko, lebt in Martigny)[8]
- 2014: Haroon Mirza (* 1977 in London)[9]
- 2013: Adrián Villar Rojas (* 1980 in Rosario)
- 2012: Mariana Castillo Deball (* 1975 in Mexiko)[10]
- 2011: Mai-Thu Perret (* 1976 in Genf)[11]
- 2010: Ryan Gander (* 1976 in London)[12]
- 2009: Tino Sehgal (* 1976 in London)[13]
- 2007: Carsten Nicolai (* 1965 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz)
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Rosa Barba bekommt den Zurich Art Prize 2026. In: www.monopol-magazin.de. 5. August 2025, abgerufen am 5. August 2025.
- ↑ Artur Lescher gewinnt den Zurich Art Prize 2025. In: toponline.ch. 19. November 2024, abgerufen am 19. November 2024.
- ↑ Auszeichnung: Olaf Holzapfel bekommt den Zurich Art Prize. In: Monopol Magazin. 13. Juli 2023, abgerufen am 13. Juli 2023.
- ↑ Schweizer Auszeichnung: Zurich Art Prize 2023 geht an Damián Ortega. Monopol, abgerufen am 24. November 2022.
- ↑ Schweizer Auszeichnung: Zurich Art Prize geht an Künstlerin Kapwani Kiwanga. Monopol, 29. November 2021, abgerufen am 10. Oktober 2022.
- ↑ Zurich Art Prize 2021 geht an Sonia Kacem. artmagazine.cc, 18. November 2020, abgerufen am 22. Januar 2022.
- ↑ Museum Haus Konstruktiv: Der Zurich Art Prize 2019 geht an Leonor Antunes. In: hauskonstruktiv.ch. Abgerufen am 8. Januar 2019.
- ↑ Zurich Art Prize. In: Kunstforum International 49/2015
- ↑ Haaron Mirza bekommt Zurich Art Prize 2014. In: Der Standard vom 5. Dezember 2013
- ↑ Zurich Art Prize an Castillo Deball. In: Neue Zürcher Zeitung (NZZ) vom 11. November 2011
- ↑ Lisa Zeitz: Die Spur der Schnecken. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 19. Oktober 2011
- ↑ Britischer Künstler Ryan Gander für Zurich Art Prize 2009 nominiert. In: Aargauer Zeitung vom 22. Mai 2009
- ↑ Wie Tino Sehgal aus nichts viel Geld mach. In: Die Welt vom 25. April 2009