Zulu Sofola

Nwazuluwa Onuekwuke „Zulu“ Sofola (* 22. Juni 1935 in Issele-Uku; † 5. September 1995 in Washington, D.C., USA) war eine nigerianische Schriftstellerin und Hochschullehrerin.[1] Sie gilt als die erste veröffentlichte nigerianische Dramatikerin.[2] Zugleich wurde sie als erste Frau zur Professorin der Theaterkünste (Theatre Arts) in Afrika berufen.[1]

Leben

Sofola wurde in Issele-Uku im heutigen Bundesstaat Delta geboren.[1] Aufgrund schulischer Leistungen erhielt sie ein Stipendium für eine High-School-Ausbildung in Nashville und verbrachte einen Teil ihrer Jugend in den Vereinigten Staaten.[1] Im Jahr 1959 schloss sie an der Virginia Union University in Richmond (Virginia) ein Bachelorstudium in Englisch ab.[1] 1965 erwarb sie an der Katholischen Universität von Amerika in Washington, D.C. einen Masterabschluss in Drama (Playwriting and Production).[1] 1966 kehrte sie nach Nigeria zurück und lehrte am Department of Theatre Arts der University of Ibadan, wo sie 1977 in Theatre Arts (Tragic Theory) promovierte.[1] Ab den frühen 1980er-Jahren wirkte sie an der University of Ilorin und leitete dort das Department of Performing Arts.[3] Vor ihrem Tod im Jahr 1995 setzte sie in Ilorin das Postgraduiertenprogramm des Fachbereichs Performing Arts mit auf.[4] 1988 war sie Fulbright-Stipendiatin an der State University of New York in Buffalo.[3] Sie starb am 5. September 1995 in Washington, D.C.[3]

Wirken

Sofolas dramatisches Werk reicht von historischer Tragödie bis zu häuslicher Komödie und bedient sich zur Thematisierung von Konflikten zwischen Traditionalismus und Moderne sowie männlicher Dominanz Elementen wie Mythos, Ritual und Magie.[1] Zu ihren meistgespielten und bekannten Stücken zählt Wedlock of the Gods, das 1973 in einer Ausgabe bei Evans Brothers erschien.[5] The Sweet Trap erschien 1977 bei Oxford University Press in Ibadan.[6] The Wizard of Law wurde 1972 bei Evans Brothers veröffentlicht, und King Emene: Tragedy of a Rebellion 1974 bei Heinemann.[7] Im Jahr 1988 präsentierte Sofola Arbeiten auf der ersten International Women Playwrights Conference in Buffalo (USA), wo eigens eine Session mit szenischen Lesungen ihrer Stücke stattfand.[8] Die Konferenz versammelte über 200 Dramatikerinnen aus mehr als 30 Ländern und gilt als Meilenstein der internationalen Netzwerke von Theaterautorinnen.[9] In der nigerianischen Theatergeschichtsschreibung wird sie als Vorreiterin und eine der produktivsten Autorinnen ihrer Generation beschrieben.[7]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h Zulu Sofola. In: African Studies Centre Leiden. 7. September 2021, abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  2. Zulu Sofola. In: Zaccheus Onumba Dibiaezue Memorial Libraries. Abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  3. a b c Life of Zulu Sofola. In: Official Website of Zulu Sofola. Abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  4. History – Department of The Performing Arts. In: University of Ilorin. Abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  5. Wedlock of the Gods (1973 edition). In: Internet Archive. 1973, abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  6. The sweet trap / by 'Zulu Sofola. In: National Library of Australia. 1977, abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  7. a b Zulu Sofola. In: Black Plays Archive (National Theatre). Abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  8. Session I: Staged readings from three plays by Zulu Sofola (Nigeria). In: University at Buffalo Libraries Finding Aids. Abgerufen am 27. September 2025 (englisch).
  9. First Women Playwrights Conference. In: New Theatre Quarterly (Cambridge Core). Abgerufen am 27. September 2025 (englisch).