Zerbrechliches Krummstielmoos
| Campylopus fragilis | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Campylopus fragilis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Campylopus fragilis | ||||||||||||
| (Brid.) Bruch & Schimp. |
Das Zerbrechliche Krummstielmoos[1] Campylopus fragilis (mitunter auch als Bruchblättriges Krummstielmoos bezeichnet), ist eine Laubmoos-Art aus der Familie der Leucobryaceae.
Merkmale
Campylopus fragilis bildet lockere bis dichte, bis 3 oder 4 Zentimeter hohe, grüne bis gelbgrüne Rasen mit weißlich durchscheinenden Blattbasen. Dabei sind die Blätter in der Spitze oft deutlicher gesägt als bei den anderen Arten. Die Stämmchen tragen einen rotbraunen Rhizoidenfilz, sind oben büschelästig und dicht beblättert.[1]
Die einzelnen Blätter sind 4 bis 5 Millimeter lang, gerade, steif aufrecht abstehend, lanzettlich-pfriemenförmig mit rinnenförmiger Pfrieme und gezähnter Blattspitze. Zum Blattansatz hin werden sie etwas schmaler, sodass die breiteste Stelle etwa bei einem Achtel bis einem Viertel der Blattlänge liegt. Die Blattrippe nimmt am Blattgrund etwa ein Drittel bis eine Hälfte der Blattbreite ein. Der Querschnitt der Rippe weist an der Oberseite eine Lage mit großen hyalinen Zellen, eine mittlere Lage Deuterzellen in meist gleicher Anzahl und dorsale Stereidengruppen auf.
Bei der vegetativen Vermehrung werden an den Sproßspitzen dicht gedrängte Brutblätter gebildet, die vom Wuchs an Blumenkohl erinnern, wodurch das Krummstielmoos in diesem Entwicklungsstadium leicht erkennenbar ist.[1]
Standortansprüche und Verbreitung
Die Art ist kalkmeidend, jedoch basentoleranter als andere Campylopus-Arten, siedelt auf neutraler bis schwach saurer Unterlage, verschwindet aber bei starker Bodenversauerung.[1] Sie wächst an feucht-schattigen Stellen auf Erde, Humus, Torf, Sandböden, auf kalkfreiem Gestein oder in Felsspalten.
Die Verbreitung ist ozeanisch-montan. In Europa hat das Moos seinen Verbreitungsschwerpunkt in Westeuropa. Es kommt hauptsächlich in der untermontanen Höhenstufe und nur zerstreut vor. Weitere Vorkommen gibt es im Kaukasus, in der Türkei, im Himalaya, auf Japan, in Ostafrika, auf den atlantischen Inseln und in Nord- bis Südamerika.
Literatur
- Jan-Peter Frahm, Wolfgang Frey: Moosflora (= UTB. 1250). 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8252-1250-5.
- Martin Nebel, Georg Philippi (Hrsg.): Die Moose Baden-Württembergs. Band 1: Allgemeiner Teil, spezieller Teil (Bryophytina I, Andreaeales bis Funariales). Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3527-2.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Campylopus fragilis (Brid.) Bruch & Schimp.. thueringen.moose-deutschland.de abgerufen am 22. November 2025