Zellerberg (Rieden)

Zellerberg (bis 1963 Pforzen-Bahnhof) ist ein Ortsteil (Pfarrdorf) der Gemeinde Rieden im schwäbischen Ostallgäu.

Geschichte

Eine Mühle wird bereits 1191 in Zell bei Rieden erwähnt. Der Ortsname Zellerberg rührt von den Flurnamen „Zeller Berg“ und „Zeller Wiesen“ her, deren Ursprung die um 1500 niedergegangene Mönchsniederlassung „Zell“ des Klosters Ottobeuren ist.[1]

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam das Gebiet zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde Rieden, zu der Zellerberg bis heute gehört.

Am 1. September 1847 wurde der Abschnitt AugsburgKaufbeuren der königlich bayerischen Ludwig-Süd-Nord-Bahn eröffnet und das benachbarte Pforzen erhielt einen Bahnanschluss.[2] Der dazugehörige Bahnhof Pforzen an der Bahnstrecke Buchloe–Lindau stand im heutigen Zellerberg. Hier siedelten sich nach dem Zweiten Weltkrieg überwiegend Heimatvertriebene an.[1]

Die Pfarrkirche St. Josef der Arbeiter in Zellerberg hat ihren Ursprung in einem Gelübde zum Bau einer Kapelle. 1962 wurde der Entschluss zur Errichtung der „St. Josef-Kirche von Pforzen-Bahnhof“ gefasst, das 1963 in „Zellerberg“ umbenannt wurde.[1][3]

Einzelnachweise

  1. a b c Gemeinde Rieden (Landkreis Ostallgäu). In: Reise Idee | Verlag und Medien. 10. Mai 2021, abgerufen am 13. Dezember 2025.
  2. v. Schacky und v. Völcker.: Bayerische Eisenbahnen. In: Victor von Röll (Hrsg.): Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. 2. Auflage. Band 2: Bauentwurf–Brasilien. Urban & Schwarzenberg, Berlin / Wien 1912, S. 43.
  3. Zellerberg. In: Gemeinde Rieden. Abgerufen am 13. Dezember 2025.

Koordinaten: 47° 56′ 21,8″ N, 10° 38′ 22″ O