Zündquelle

Eine Zündquelle oder das Erreichen der Zündtemperatur sind Voraussetzung, um brennbares Material in Anwesenheit eines Oxidationsmittels, wie z. B. Sauerstoff, zu entzünden, das heißt, sie liefern die notwendige Energie, um eine Verbrennung einzuleiten.[1][2][3]

Die Berührung mit einer Zündquelle, z. B. einem Zündfunken, führt zum Entzünden einer explosionsfähigen Atmosphäre. Die eingeleitete Verbrennung breitet sich in dem explosiven Gemisches aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben spontan auf das gesamte Gemisch aus – es kommt zur Explosion.[1][2][3]

Arten

Als Zündquelle kommen folgende Energien in Frage: heiße Oberflächen, Flammen, mechanisch erzeugte Funken, elektrische Anlagen ohne entsprechenden Schutz, statische Elektrizität, Blitzschlag, elektromagnetische Felder, elektromagnetische Strahlungen, ionisierende Strahlung, Ultraschall, adiabatische Kompression und chemische Reaktionen. Bei einer Sprengung wird die Zündenergie in Abhängigkeit von dem verwendeten Sprengstoff zugeführt (z. B. elektrische Sprengkapseln bei Dynamit).[3]

Wiktionary: Zündquelle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. a b Stephan Löhmer: Risikominimierung durch Brand- und Explosionsschutz Überblick über die chemisch-technischen Grundlagen von Bränden und Explosionen sowie die prinzipiellen „sicherheitstechnischen Schutzmassnahmen“. vdf Hochschulverlag AG, 1995, ISBN 978-3-7281-2194-3, S. 20 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b Thomas Pfeiffer, Josef Sauer: Arbeitsschutz von A–Z 2014 Fachwissen im praktischen Taschenformat. Haufe-Lexware, 2013, ISBN 978-3-648-04390-5, S. 794 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. a b c Verband der TÜV e. V. (VdTÜV): TRbF - Technische Regeln für brennbare Flüssigkeiten Taschenbuch-Ausgabe 2009. Beuth Verlag, 2010, ISBN 978-3-410-20377-3, S. 113 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).