Yvo Hoffmann

Yvo Hoffmann (* 2. Juli 1968) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Sportlicher Werdegang

Hoffmann begann mit dem Fußballspielen bei der TGB 1865 Darmstadt und wechselte später zum SV Darmstadt 98. Hier rückte er im Frühjahr 1990 aus der Reservemannschaft in den Profikader des damaligen Zweitligisten auf, als die von Uwe Klimaschefski trainierte Mannschaft in der Spielzeit 1989/90 im Abstiegskampf stand. Am 31. Spieltag debütierte der Abwehr- und Mittelfeldspieler beim 3:0-Heimsieg über Blau-Weiß 90 Berlin in der Startformation und bestritt fünf Saisonspiele, als der Klub mit nur einer Niederlage aus den letzten acht Saisonspielen punktgleich mit Absteiger KSV Hessen Kassel aufgrund der besseren Tordifferenz auf den letzten Nichtabstiegsplatz sprang. Unter Neutrainer Jürgen Sparwasser gehörte er in der Hinrunde der folgenden Saison zu den Stammkräften, rückte aber anschließend ins zweite Glied. Im Laufe der Spielzeit 1991/92 wurde er unter Sparwasser und dessen Nachfolger Rainer Scholz Stammspieler, in der Mammutspielzeit 1992/93 mit 46 Saisonspielen schwankte er bei seinen 35 Saisoneinsätzen unter Scholz und Aleksander Mandziara zwischen Startelf und Ersatzbank. Der Klub beendete die Spielzeit als Tabellenschlusslicht und stieg in die Oberliga Hessen ab. Nach dem Abstieg bemühte sich der Klub um die Weiterbeschäftigung etlicher Leistungsträger inklusive Hoffmann, sah sich aber aufgrund eines deutlichen Einschnitts im Etat hierzu vor große Herausforderungen gestellt.[1]

Letztlich schloss sich Hoffmann im Sommer 1993 dem Südwest-Oberligisten SV Edenkoben an. In der Spielzeit 1993/94 war er eine der Stammkräfte, als der Klub um die Meisterschaft und den möglichen Aufstieg zur 2. Bundesliga mitspielte. Als Tabellenzweiter hinter Eintracht Trier qualifizierte er sich mit dem Klub für die neu eingeführte drittklassige Regionalliga. Er wechselte jedoch zurück nach Hessen, wo er sich dem Regionalligisten SG Egelsbach anschloss. In der Spielzeit 1994/95 konnte er sich unter Trainer Herbert Schäty nicht dauerhaft durchsetzen und bestritt 14 Saisonspiele beim Erreichen des zwölften Tabellenplatzes, anschließend verließ er den Klub.

Ab 1995 trat Hoffmann als Spielertrainer für den Bezirksoberligisten KSV Urberach gegen den Ball,[2] im folgenden Sommer wechselte er zum Landesligisten RSV Germania Pfungstadt.[3] 1999 kehrte er als Spielertrainer zur TGB 1865 Darmstadt zurück, 2001 wechselte er in selber Position zum Kreisligisten SV Rohrbach. Nach dem späteren Karriereende blieb er im unterklassigen hessischen Amateurfußball als Trainer tätig.

Ab 2001 leitete Hoffmann die seit 1847 existierende und seit 1937 in Familienbesitz befindliche Darmstädter Gutenburg-Buchhandlung.[4] Im Mai 2010 mussten er und sein Mitinhaber Insolvenz anmelden, zwei Monate später schloss die Traditionsbuchhandlung.[5] Zeitweise betrieb er zudem Mitte der 2000er Jahre einen Indoor-Spielplatz.[6]

Einzelnachweise

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Darmstadt 98 vor schweren Zeiten in der Oberliga“ (27. Mai 1993, S. 53)
  2. Frankfurter Rundschau: „Nach viel Pech einen wahren Glücksgriff getan – Fussball-Bezirksoberligist KSV Urberach ist mit Spielertrainer Yvo Hoffmann sehr zufrieden.“ (7. Oktober 1995)
  3. Frankfurter Rundschau: „Zu früh abgepfiffen – Fußball-Landesliga Süd hat ihren ersten "Skandal"“ (27. August 1996)
  4. Stadtlexikon Darmstadt: „Gutenburg-Buchhandlung“
  5. Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Freud und Leid im Buchgeschäft“ (26. Juli 2010, S. 35)
  6. Darmstädter Echo: „Hüpfen und klettern im Industriebau“ (16. November 2004)