Yusuf bin Ahmad al-Kawneyn

Yusuf bin Ahmad al-Kawneyn (arabisch يوسف بن أحمد الكونين, auch: Aw Barkhadle („Gesegneter Vater“),[1] Yusuf Al Kownayn, geb. 10. Jahrhundert)[2][3] war ein islamischer Gelehrter und Reisender der seinen Wohnsitz in Zeila, Somalia, hatte. Laut dem Forscher Enrico Cerulli (1898–1988) wird Yusuf Al Kawneyn in den Harar-Manuskripten erwähnt.

Leben

Lokale somalische orale Tradition und niedergeschriebene äthiopische Geschichte geben Anlass zu der Annahme, dass Aw Barkhadle aus Arabien kam.[4] Es gibt jedoch auch die Ansicht, dass die arabischen Ursprungsgeschichten von Ahnenheiligen wie Yusuf möglicherweise ein Mythos der Gelehrten und eine Islamisierung einer vorislamischen Ursprungsgeschichte sind, die auf Waaq- und Ahnenkult zurückgeht. Diese Mythen würden die Somalier mit dem Clan des Propheten (Quraisch) verbinden. Möglicherweise spiegelt dies religiösen Synchronismus wieder, bei dem die alte Religion angepasst wird, um die Hegemonie der neuen widerzuspiegeln. Sie angestammte Heimat der Vorfahren liegt damit in Arabien, dem Zentrum des Islam[5][6] und Yusuf erhält dadurch eine „erhabene Herkunft“ und Verwandtschaft mit dem Propheten.[7]

Yusuf wird teils als Einheimischer von Somalia[8][9] und als ethnischer Somali beschrieben,[10][11] der in seiner Heimatstadt Zeila und später im Irak studierte. Aufgrund seiner Studien im Irak erhielt er auch den Titel „Al Baghdadi“.[12] Man schreibt ihm auch die Entwicklung einer somalischen Nomenklatur für arabische Vokale zu,[13] welche letztlich in die Wadaad-Schrift mündete. Das von ihm entwickelte Notationssystem wurde als „zu authentisch somalisch“ beschrieben, als dass ein Araber es allein hätte entwickeln können.[14]

Ihm wird die Einführung des Schwarzkopfschafs mit dem dicken Schwanz (Berbera Blackhead) in bestimmten Gebieten zugeschrieben.[15]

Zum Teil wird Yusuf als Scherif beschrieben[1][16] und gilt als „der herausragendste Heilige in Somaliland“ („the most outstanding saint in Somaliland“).[17] Yusufs Sohn Muhia ad-Din Yusuf Aw-Barkhadle wird um 1038 AD als Emir von Harar geführt.[18]

Dem Scheich wird auch zugeschrieben, den islamischen Glauben in Südostasien verbreitet zu haben Er soll von Zeila aus Reisen dorthin unternommen haben.[19][20] Außerdem war er einer der somalischen 'Diwan al-awliya' (Berühmte Heilige aus Somalia).[21]

In den Malediven wird er „Al-Hafiz Abu Barakat al Barbari“ („Gesegneter Vater von Barbari“) genannt und mit dem religiösen Namen „Shaykh Yusuf al Kawneyn“.[22] Dort schreibt man ihm die Ausbreitung des Islam in den Inseln zu und die Gründung der Hukuru Miskiiy Moschee.[23] Al-Barbari soll auch die Maliki-Schule auf den Malediven eingeführt zu haben, die noch immer in Nordafrika verbreitet ist.[24] Ibn Battuta schreibt, dass der maledivische König von Abu Al Barakat Al Berber zum Übertritt zum Islam bewegt wurde.[25] Nach diesem Bericht wurde der König, Sultan Mohammed Al Adil, von Yusuf überzeugt, nachdem dieser Rannamaari, einen Meeresdämonen besiegt hatte.[26]

Familie und Vermächtnis

Scheich Yusuf Al Kawneyn wird auch mit der Walashma-Dynastie von Ifat und Adal in Verbindung gebracht, einer mittelalterlichen muslimischen Dynastie am Horn von Afrika.[27][28] Sie regierte die Sultanate Ifat und Adal in Teilen des heutigen Somaliland, Dschibuti und Ost-Äthiopien. Manche Historiker beschreiben Scheich Yusuf als Stammvater dieser königlichen Familie.[29][30][31] Er ist auch Repräsentant des spirituellen Erbes der Sultanate Ifat und Adal.[32] Manche Historiker führen Scheich Yusuf Al Kawneyn auf den Gadabursi-Clan zurück, der hauptsächlich am Horn von Afrika lebt. Laut den Somaliern von Issa sind die Wardiq, einer ihrer Unterclans, ebenfalls Nachkommen dieses Heiligen. Diese Issa-Tradition dreht sich um die Aufnahme von Harla-Clans als „Horoone“ in die somalische Abstammungslinie.[33] Einige ethnische Gruppen im heutigen Südäthiopien behaupten, von Aw Barkhadle abzustammen, darunter die Silt’e und Wolane.[34] Ein offizieller Nachfahre Barkhadles war einer der wichtigsten Unterhändler bei der Kapitulation des Emirats Harar an die Abessinier im Jahr 1887.[35]

Verehrungsorte

In Sri Lanka gibt es mehrere Schreine, die Aw Barkhadle gewidmet sind,[36] außerdem in der Stadt Aw-Barkhadle nordöstlich von Hargeisa in Somaliland,[37] sowie an einer Stätte mit namen Qoranyale, bei der Stadt Borama.[12] Weitere Schreine gibts es im Osten des heutigen Äthiopien in der Region Fedis, sowie in Harar.[38][39]

C. J. Cruttenden berichtete, die Grabstätte des Heiligen Aw Barkhadle, im Südwesten von Berbera, sei von den Isaaq-Clans genutzt worden, Streit zu schlichten und Eide auf Allianzen zu Schwören unter einer heiligen Reliquie, die Bilāl ibn Rabāh zugeschrieben wurde. Die Eidagale handelten traditionell als Vermittler.

„Wenn eine ernste Frage auftaucht, die die Interessen des Isaakh-Stammes im Allgemeinen betrifft, werden auf einem noch immer sorgfältig im Grab aufbewahrten Papier, das die Unterschrift von Belat [Bilal], dem Sklaven eines der frühen Khaleefehs, trägt, neue Eide dauerhafter Freundschaft und dauerhafter Bündnisse abgelegt… Im Jahr 1846 wurde diese Reliquie unter der Obhut der Haber Gerhajis nach Berbera gebracht, und darauf schworen die rivalisierenden Stämme der Aial Ahmed und Aial Yunus, alle Feindseligkeiten zu begraben und als Brüder zu leben.“[40]

Laut dem renommierten somalischen Anthropologen I. M. Lewis versammeln sich in seinem Buch „Saints and Somalis: Popular Islam in a Clan-based Society“ die Nachkommen von Scheich Isaaq (der Isaaq-Clan) jährlich am historischen Schrein des Heiligen Aw Barkhadle, um ihm in Form einer Siyaaro (lokale Pilgerfahrt mit Opfergaben) ihren Respekt zu erweisen. Da Aw Barkhadle keine bekannten Nachkommen hatte, werden die Nachkommen von Scheich Isaaq, einem Freund und Zeitgenossen des Heiligen, Aw Barkhadle an seiner Stelle gedenken:

„Da Aw Barkhadles genaue Verbindung zu den Herrschern von Ifat jedoch nicht allgemein bekannt ist, erscheint er als isolierte Figur und im Vergleich zu den etwa einer Million Speeren der Isaaq-Linie als ein Heiliger ohne bekannte Nachkommen. Der auffällige Unterschied zwischen diesen beiden Heiligen wird durch eine populäre Legende erklärt, der zufolge Scheich Isaaq und Aw Barkhadle bei ihrer Begegnung prophezeite, Isaaq werde von Gott mit vielen Kindern gesegnet. Er selbst würde jedoch keine Nachkommen haben, doch Isaaqs Nachkommen würden ihm Respekt und Siyaaro (freiwillige Opfergaben) erweisen. So kommt es, so heißt es, dass sich die Mitglieder des Isaaq-Clans jedes Jahr an Aw Barkhadles Schrein versammeln, um in seinem Namen Opfergaben darzubringen.“[41]

Der Schrein von Aw Barkhadle in der Nähe von Fadis wurde während des Ogadenkrieges 1977 von der äthiopischen Miliz angezündet.[42]

Legenden zu Aw Barkhadle

Der Überlieferung zufolge unternahm Barkhadle ausgedehnte Reisen von Mogadischu nach Berbera, Hargeisa und schließlich Harar, wo er angeblich 300 Jahre seines 500-jährigen Lebens verbrachte. Gegen Ende seiner Herrschaft erbaute er in Dogar eine Moschee.[43] Vor Al-Kowneyns Ankunft hieß diese Stadt (die heute nach ihm benannt ist) Dogor.[44] Die Bewohner waren keine Muslime, sondern Heiden und glaubten an eine vorislamische Religion namens „Wagar“. Wagar selbst gilt als anthropomorphe Darstellung eines heiligen Merkmals oder einer heiligen Figur, was auf einen einheimischen, nichtislamischen Fruchtbarkeitsbrauch in Aw Barkhaadle hindeutet.[44] Das Wort „wagar“/„Waĝa“ (Waaq) bezeichnet den Himmelsgott, den verschiedene Kuschitische Völker (inklusive der Konso) am Horn von Afrika verehrten.[45]

Während seines Studiums in Zayla erfuhr Al Kowneyn von einer Stadt im heutigen Somalia namens Dogor, deren König Bu’ur Ba’ayr ein unterdrückerischer König war, der vermutlich ein Yibir war.[46] Der Legende nach traute Bu’ur Ba’ayr Paare, indem er in den ersten sechs Nächten der Ehe mit der Braut schlief und heidnische und magische Handlungen beging.[47] Die Einheimischen in Aw-Barkhadle führen den Übertritt der Einheimischen zum Islam auf die Niederlage des vorherigen religiösen Führers Bu’ur Ba’ayr im Duell gegen den muslimischen Neuankömmling Aw-Barkhadle zurück, der von der unterdrückerischen Natur des Königs hörte und ihn aufhalten wollte. Der Heilige zeigte die religiöse Überlegenheit seines Glaubens gegenüber dem lokalen Glauben der Anhänger Bu’ur Ba’ayrs, die er in großer Zahl für sich gewinnen konnte.

Darüber hinaus ist die Stätte Aw-Barkhadle eine wichtige Grabstätte der muslimischen Herrscher des Adal-Sultanats.[48][49]

Muslimische Ansiedlung in Sri Lanka

Yusuf bin Ahmad al-Kawneyn gilt auch als Gründer der ersten muslimischen Siedlung Sri Lankas. Sie liegt im Westen Sri Lankas und trägt zu Ehren und aus Respekt vor dem Scheich den Namen Berbereen (Beruwala).[50]

Siehe auch

  • Islam in Somaliland
  • Scheich Isaaq Bin Ahmed Bin Mohammed, islamischer Führer des 12. Jahrhunderts im Nordwesten Somalilands und Gründer des Isaaq-Clans
  • Abdirahman bin Isma’il al-Jabarti

Einzelnachweise

  1. a b Mohamed Diriye Abdullahi: Culture and customs of Somalia. Greenwood 2001: S. 13.
  2. Sada Mire: The child that tiire doesn’t give you, God won’t give you either. The role of Rotheca myricoides in Somali fertility practices. In: Anthropology & Medicine, 23:3, 2016: S. 311–331. DOI:10.1080/13648470.2016.1209636
  3. Mohamed Mohamed-Abdi: Retour vers les dugsi, écoles coraniques en Somalie. In: Cahiers d’études africaines. 2003, vol. 43, is. 169–170: S. 351–369. doi=10.4000/etudesafricaines.204 ISSN 0008-0055
  4. Sada Mire: Divine Fertility: The Continuity in Transformation of an Ideology of Sacred Kinship in Northeast Africa. Routledge 2020. google books ISBN 978-0-429-76924-5
  5. Akbar S. Ahmed: Islam in Tribal Societies: From the Atlas to the Indus. Routledge 2013. google books ISBN 978-1-134-56527-6
  6. Ali Jimale Ahmed: The Invention of Somalia. The Red Sea Press 1995. google books ISBN 978-0-932415-99-8
  7. Sada Mire: Divine Fertility: The Continuity in Transformation of an Ideology of Sacred Kinship in Northeast Africa. Routledge 2020. google books ISBN 978-0-429-76924-5
  8. Mohamed Abdillahi Rirash: Effects of Sixteenth Century Upheavals on the History of the Horn. (englisch).
  9. New Era. Ministry of Information and National Guidance 1973. google books
  10. Shaul Shay: Somalia in Transition Since 2006. Routledge 2017. google books ISBN 978-1-351-48876-1
  11. Heather Marie Akou: Macrocultures, Migration, and Somali Malls: A Social History of Somali Dress and Aesthetics. University of Minnesota 2005. google books
  12. a b I.M. Lewis: Saints and Somalis: Popular Islam in a Clan-based Society. The Red Sea Press 1998. archve.org S.97 ISBN 978-1-56902-103-3
  13. David D. Laitin: Politics, Language, and Thought: The Somali Experience. University of Chicago Press 1977: S. 85.
  14. Ali Abdirahman Hersi: The Arab Factor in Somali History: The origins and the Development of Arab Enterprise and Cultural Influences in the Somali Peninsula. arcadia.sba.uniroma3.it S. 130.
  15. Ali Abdirahman Hersi: The Arab Factor in Somali History: The origins and the Development of Arab Enterprise and Cultural Influences in the Somali Peninsula.
  16. I. M. Lewis: Saints and Somalis: Popular Islam in a Clan-based Society. The Red Sea Press 1998. google books ISBN 978-1-56902-103-3
  17. I. M. Lewis: Saints and Somalis: Popular Islam in a Clan-based Society. The Red Sea Press 1998: S. 102. google books ISBN 978-1-56902-103-3
  18. History of Harar. S. 105; (englisch).
  19. Musa Galaal: Kap. Les liens historiques entre la corne de l’Afrique et les îles du golfe Persique et de l’océan Indien par les voies de l’Islam. In: Relations historiques à travers l’océan Indien. l’Organisation des Nations Unies pour l’éducation, la science et la culture. 1980: S. 28. ISBN 978-92-3-201740-6 Zitat: Translated from French to English: Now this holy man - this is the new point (Al Kownayn) – seems to be the same as that which the people of the Maldive Islands, near India, called Barakath Al-Barbari who spread Islam in this region as he did in the Horn of Africa. We only know in which of these two regions he lived first and this prompted him to change sectors of business. The tomb of Sheik Barkhadle (Yusuf Al Kownayn) is in a ruined city called Dhogor, near Hargeisa, in the north of the Democratic Republic of Somalia.
  20. Stephanie Honchell: Sufis, Sea Monsters, and Miraculous Circumcisions: Comparative Conversion Narratives and Popular Memories of Islamization. Fairleigh Dickinson University and the University of Cape Town 2018: S. 5. Zitat: „In reference to Ibn Batuta’s Moroccan theory of this figure, citation 8 of this text mentions, that other accounts identify Yusuf Al Barbari as East African or Persian. But as a fellow Maghribi, Ibn Battuta likely felt partial to the Moroccan version.“
  21. Scott S. Reese: Review of Saints and Somalis: Popular Islam in a Clan-Based Society. In: Bulletin of the School of Oriental and African Studies. University of London 2000. vol. 63, is. 2: S. 324–325. ISSN 0041-977X jstor=1559579 doi=10.1017/S0041977X00007606 s2cid=231794703
  22. Richard Bulliet – History of the World to 1500 CE (Session 22) – Tropical Africa and Asia. Youtube.com, 23. November 2010, abgerufen am 23. September 2013 (englisch).
  23. Tim Mackintosh-Smith: Landfalls: On the Edge of Islam from Zanzibar to the Alhambra. Hodder & Stoughton 2010: S. 384.
  24. David Westerlund: Islam Outside the Arab World. Taylor & Francis 2012: S. 250. google books ISBN 978-1-136-11322-2
  25. Ibn Batuta, hg. v. Samuel Lee: The travels of Ibn Battuta in the Near East, Asia and Africa 1325-1354. Mineola, New York 2004: S. 179. ISBN 978-0-486-43765-1
  26. Ibn Batuta: Travels in Asia and Africa 1325–1354, tr. and ed. H. A. R. Gibb, Broadway House, London 1929.
  27. Enrico Cerulli: Le popolazioni della Somalia nella tradizione storica locale. In: L’Accademia 1926. "Cerulli schlägt vor, dass der Heilige „Aw Barkhdale“ (Yusuf Al Kownayn) mit „Yusuf Barkatla“, dem Vorfahren von Umar‘ Walashma, dem Gründer der Ifat-Dynastie, in Verbindung gebracht werden kann"
  28. Nehemia Levtzion, Randall Pouwels: The History of Islam in Africa. Ohio University Press 2000: S. 242. google books ISBN 0-8214-1296-5
  29. I. M. Lewis: Saints and Somalis: Popular Islam in a Clan-based Society. The Red Sea Press 1998. 89 archive.org. ISBN 978-1-56902-103-3
  30. Nehemia Levtzion, Randall Pouwels: The History of Islam in Africa. Ohio University Press 2000: S. 242. „Aw Barkhadle ist der Gründer und Vorfahre der Walashma-Dynastie“…
  31. Christian Bader: Les Yibro: Mages somali. Les juifs oubliés de la corne de l’Afrique? Harmattan 2000. google books ISBN 978-2-7384-8815-2 „Es sei darauf hingewiesen, dass die Figur des Aw Barkhadle zu den Vorfahren der Herrscher der Walashma-Dynastie gehört, die über den muslimischen Staat Ifat herrschten.“
  32. Nehemia Levtzion, Randall Pouwels: The History of Islam in Africa. Ohio University Press 2000: S. 242. ISBN 978-0-8214-4461-0 „Aw Barkhadle, der Vorfahre des Gründers der Walashma-Dynastie, repräsentiert das „spirituelle Erbe“ des islamischen Staates Yifat/Adal.“
  33. Art. Issa. In: Encyclopedia Aethiopica. en.sewasew.com
  34. Art. Wolane In: Encyclopedia Aethiopica. en.sewasew.com
  35. Richard Caulk: The Occupation of Harar: January 1887. In: Journal of Ethiopian Studies. 1971: vol. 9, is. 2. Institute of Ethiopian Studies: S. 19. jstor=41967469
  36. Talib Jaleel: Notes on Entering Deen Completely: Islam as its followers know it. EDC Foundation 2015: S. 1106.
  37. Sada Mire: Wagar, Fertility and Phallic Stelae: Cushitic Sky-God Belief and the Site of Saint Aw-Barkhadle, Somaliland. In: African Archaeological Review. März 2015, vol. 32, is. 1: S. 93–109. doi=10.1007/s10437-015-9181-z
  38. Ulrich Braukamper: Islamic History and Culture in Southern Ethiopia. Collected Essays. LIT Verlag Münster 2002: S. 115. google books ISBN 978-3-8258-5671-7
  39. Yusuf al-Akwan. Encyclopedia Aethiopica; (englisch).
  40. „When any grave question arises affecting the interests of the Isaakh tribe in general. On a paper yet carefully preserved in the tomb, and bearing the sign-manual of Belat, the slave of one of the early khaleefehs, fresh oaths of lasting friendship and lasting alliances are made… In the season of 1846 this relic was brought to Berbera in charge of the Haber Gerhajis, and on it the rival tribes of Aial Ahmed and Aial Yunus swore to bury all animosity and live as brethren.“ The Journal of the Royal Geographical Society. Vol. 19, 1849: S. 61–62. google books
  41. Since, however, Aw Barkhadle’s precise connection with the rulers of Ifat is not widely known, he appears as an isolated figure, and in comparison with the million or so spears of the Isaaq lineage, a saint deprived of known issue. The striking difference between these two saints is explained in a popular legend, according to which, when Sheikh Isaaq and Aw Barkhadle met, the latter prophesied that Isaaq would be blessed by God with many children. He, however, would not have descendants, but Isaaq’s issue would pay him respect and siyaaro (voluntary offerings). So it is, one is told, that every year the Isaaq clansmen gather at Aw Barkhadle’s shrine to make offerings in his name. I. M. Lewis: Saints and Somalis: popular Islam in a clan-based society. Red Sea Press 1998: S. 94. ISBN 1-56902-103-1
  42. Letter from Jeddah: an interview with WSLF. Horn of Africa Journal, S. 8; (englisch).
  43. Mohammed Mohammed-Abdi: Histoire des croyances en Somalie: religions traditionnelles et religions du Livre. In: Annales Littéraires de l’Université de Besançon. vol. 465, Université de Besançon 1992: S. 112. ISBN 2-251-60465-0 doi=10.3406/ista.1992.2545 persee.fr
  44. a b Sada Mire: Wagar, Fertility and Phallic Stelae: Cushitic Sky-God Belief and the Site of Saint Aw-Barkhadle, Somaliland. 2015.
  45. C. R. Hallpike: The Konso of Ethiopia: A study of the values of a Cushitic people. Oxford: Clarendon Press 1972.
  46. I. M. Lewis: A Pastoral Democracy. A Study of Pastoralism and Politics Among the Northern Somali of the Horn of Africa. Lit 1999: S. 264. google books ISBN 978-0-85255-280-3
  47. H. Altenmüller, J. O. Hunwick, R. S. O’Fahey, B. Spuler: The writings of the Muslim peoples of northeastern Africa. Part 1, Vol. 13 Leiden [u. a.]: Brill 2003: S. 174.
  48. Sada Mire: Divine Fertility: The Continuity in Transformation of an Ideology of Sacred Kinship in Northeast Africa. Kap. 3. google books
  49. P. Paulitschke: Beiträge zur Ethnographie und Anthropologie der Somali, Galla und Harari. Leipzig 1888.
  50. Talib Jaleel: Notes on Entering Deen Completely: Islam as its followers know it. EDC Foundation 8. Juli 2015: S. 1106.

Literatur

  • Mohamed Diriye Abdullahi: Culture and customs of Somalia. Greenwood 2001. archive.org ISBN 978-0-313-31333-2
  • David D. Laitin: Politics, Language, and Thought: The Somali Experience. University of Chicago Press 1977. google books ISBN 978-0-226-46791-7
  • I. M. Lewis: Saints and Somalis: Popular Islam in a Clan-based Society. The Red Sea Press 1998. google books ISBN 978-1-56902-103-3
  • Faati Quath: Islam Walbaasha Cabra Taarikh. (Islam and Abyssinia throughout history.) Kairo, Ägypten 1957.
  • Josef W. Meri, Jere L. Bacharach: Medieval Islamic Civilization: A-K, index. Taylor & Francis 2006. google books ISBN 978-0-415-96691-7