Yuri Confortola

Yuri Confortola
Nation Italien Italien
Geburtstag 24. April 1986 (39 Jahre)
Geburtsort TiranoItalien
Größe 169 cm
Gewicht 70 kg
Karriere
Verein Bormio Ghiaccio
Nationalkader seit 2002
Status zurückgetreten
Karriereende 2024
Medaillenspiegel
Olympia-Medaillen 0 × 1 × 1 ×
WM-Medaillen 0 × 0 × 1 ×
Team-WM-Medaillen 0 × 0 × 1 ×
EM-Medaillen 4 × 1 × 3 ×
JWM-Medaillen 0 × 1 × 0 ×
 Olympische Winterspiele
Silber 2022 Peking Mixed-Staffel
Bronze 2022 Peking 5000 m Staffel
 Shorttrack-Weltmeisterschaften
Bronze 2021 Dordrecht 5000 m Staffel
Shorttrack-TeamweltmeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
Bronze 2007 Budapest Team
 Shorttrack-Europameisterschaften
Gold 2006 Krynica-Zdrój 5000 m Staffel
Bronze 2007 Sheffield Mehrkampf
Gold 2008 Ventspils 5000 m Staffel
Gold 2009 Turin 5000 m Staffel
Gold 2010 Dresden 5000 m Staffel
Bronze 2017 Turin 5000 m Staffel
Bronze 2020 Debrecen 5000 m Staffel
Silber 2021 Danzig 5000 m Staffel
 Shorttrack-Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2005 Belgrad 2000 m Staffel
Platzierungen im Shorttrack-Weltcup
 Debüt im Weltcup 22. Oktober 2004
 Weltcupsiege 2
 1500-m-Weltcup 5. (2006/07)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 1000 Meter 0 1 1
 1500 Meter 1 1 1
 Staffel/Team 1 1 4
 

Yuri Confortola (* 24. April 1986 in Tirano) ist ein ehemaliger italienischer Shorttracker.

Werdegang

Confortolas erster internationaler Start fand im Januar 2002 bei der Juniorenweltmeisterschaft in Chuncheon statt, wo er allerdings in jedem Rennen schon spätestens im Viertelfinale ausschied. Auch ein Jahr später verpasste er in jedem Wettkampf den Finaleinzug, stieß aber immerhin zweimal ins Halbfinale vor. Erst im Jahr 2004 gelang ihm der Sprung in den letzten Durchgang über 1000 Meter, wo er sofort auch eine Bronzemedaille gewann. Damit qualifizierte er sich für das Super-Finale der besten acht Athleten, hier belegte er allerdings nur Platz 7. Mit der Staffel gewann er dagegen die Silbermedaille.

Im Oktober 2004 wurde Confortola erstmals für den Shorttrack-Weltcup nominiert, in seinen beiden Auftritten in der Saison 2004/05 gelang ihm aber nicht ein Finaleinzug, auch nicht mit der Staffel. Bei der Junioren-WM 2005 in Belgrad blieb er erneut erfolglos. Mit der Staffel schied er bei der Weltmeisterschaft 2005 schon in den Vorläufen aus. Die Auftritte im Weltcup 2005/06 verliefen ebenfalls wenig erfolgreich und ohne Finalteilnahme, sodass Confortola nicht an den letzten drei Weltcupstationen der Saison an den Start ging. Dafür nahm er an den Großereignissen des Jahres 2006 teil, mit unterschiedlichem Erfolg; während er bei den Europameisterschaften mit der Staffel siegte und auch bei der Team-WM ordentliche Ergebnisse einfuhr, scheiterte die italienische Staffel bei der Weltmeisterschaft schon im Vorlauf. Außerdem nahm Confortola, wieder mit der Staffel, an den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin teil, bei denen er als Vierter nur knapp an einer Medaille vorbeifuhr.

Im Shorttrack-Weltcup 2006/07 schnitt Confortola ebenfalls gut ab, als bestes Resultat blieb ein zweiter Rang über 1000 m stehen. Bei jenem Rennen nahmen allerdings viele Top-Athleten nicht teil. Insgesamt gelang ihm in einem System, bei dem es sich punktemäßig lohnte, bei vielen Weltcups an den Start zu gehen, ein fünfter Rang im 1500-Meter-Weltcup, da er über diese Distanz alle Rennen bestritt. Auch bei den Großereignissen hatte er Erfolg, unter anderem gewann er die Bronzemedaille im Overall-Wettbewerb bei den Europameisterschaften 2007 und erreichte einen fünften Rang über 1000 m bei den Weltmeisterschaften des gleichen Jahres. Der Weltcup 2007/08 endete ebenfalls mit einigen guten Resultaten Confortolas, besonders über 1500 m. Hier stand ein dritter Rang in Turin als sein bestes Ergebnis zu Buche, dazu kamen weitere podiumsnahe Platzierungen. Bei der Europameisterschaft 2008 verpasste er eine weitere Einzel-Medaille, triumphierte dafür aber mit dem Team. Die Weltmeisterschaften beendete Confortola dagegen gänzlich ohne Finalteilnahme.

Der Shorttrack-Weltcup 2008/09 begann mit weiteren Top-10-Platzierungen bei den ersten beiden Weltcupstationen. Es folgten bei den Europameisterschaften 2009 in Turin der sechste Platz im Mehrkampf und die Goldmedaille mit der Staffel. Zum Saisonende kam er in Dresden auf den dritten Platz über 1000 m sowie auf den zweiten Rang über 1500 m und errang bei den Teamweltmeisterschaften 2009 in Heerenveen den siebten Platz. In der Saison 2009/10 wurde er Achter im Weltcup über 1500 m und errang bei den bei den Europameisterschaften 2010 in Dresden wie im Vorjahr den sechsten Platz im Mehrkampf sowie den ersten Platz mit der Staffel. Zudem kam er bei den Weltmeisterschaften 2010 in Sofia auf den 21. Platz im Mehrkampf und bei den Teamweltmeisterschaften 2010 in Bormio auf den vierten Rang. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, belegte er den 30. Platz über 500 m, den 13. Rang über 1500 m und den neunten Platz über 1000 m. In den folgenden Jahren erreichte er im Weltcup meist Platzierungen im Mittelfeld und nahm bis 2018 an vier Weltmeisterschaften sowie sieben Europameisterschaften teil. Dabei war der 18. Platz im Jahr 2018 in Montreal im Mehrkampf sein bestes Gesamtergebnis und gewann bei den Europameisterschaften 2017 die Bronzemedaille mit der Staffel. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi belegte er den 21. Platz über 500 m, den 15. Rang über 1000 m, den 14. Platz über 1500 m sowie den achten Platz mit der Staffel und bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang den 21. Platz über 500 m sowie den siebten Rang über 1000 m.

In der Saison 2018/19 wurde Confortola in Turin Dritter mit der Staffel und kam damit nach zehn Jahren wieder im Weltcup aufs Podest. Zudem belegte er bei den Europameisterschaften 2019 in Dordrecht den fünften Platz mit der Staffel sowie den vierten Rang im Mehrkampf und bei den Weltmeisterschaften 2019 in Sofia den 13. Platz im Mehrkampf sowie den achten Rang mit der Staffel. Im folgenden Jahr wurde er bei den Europameisterschaften in Debrecen Achter im Mehrkampf und gewann mit der Staffel erneut die Bronzemedaille. In der Saison 2020/21 lief er bei den Weltmeisterschaften 2021 in Rotterdam auf den 20. Platz und bei den Europameisterschaften 2021 in Danzig auf den 17. Platz im Mehrkampf. Zudem holte er in Rotterdam die Bronzemedaille und in Danzig die Silbermedaille mit der Staffel. Nach Platz drei mit der Staffel beim Weltcup in Peking zu Beginn der Saison 2021/22, holte er in Nagoya über 1500 m seinen ersten und einzigen Weltcupsieg im Einzel. Dies blieb seine einzige Top-Zehn-Platzierung in der Weltcupsaison im Einzel und wurde damit zum Saisonende Neunter im Weltcup über 1500 m. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking, kam er auf den zehnten Platz über 1500 m und gewann mit der Staffel die Bronzemedaille sowie mit der Mixed-Staffel die Silbermedaille. Bei den folgenden Weltmeisterschaften in Montreal errang er den 22. Platz im Mehrkampf. Letztmals im Weltcup startete er im Oktober 2022 in Montreal, wobei er den 25. Platz über 1500 m, den 24. Platz über 1000 m und den vierten Platz mit der Staffel errang.

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

  • 2005 Peking: 5. Platz Staffel
  • 2010 Sofia: 21. Platz Mehrkampf
  • 2013 Budapest: 31. Platz Mehrkampf
  • 2014 Montreal: 8. Platz Staffel, 31. Platz Mehrkampf
  • 2015 Moskau: 12. Platz 1500 m, 21. Platz Mehrkampf, 22. Platz 500 m, 27. Platz 1000 m
  • 2018 Montreal: 18. Platz 1500 m, 19. Platz Mehrkampf, 19. Platz 1000 m, 23. Platz 500 m
  • 2019 Sofia: 7. Platz 1000 m, 8. Platz Staffel, 13. Platz Mehrkampf, 28. Platz 1500 m, 29. Platz 500 m
  • 2021 Rotterdam: 3. Platz Staffel, 17. Platz 1000 m, 20. Platz Mehrkampf, 21. Platz 500 m, 23. Platz 1500 m
  • 2022 Montreal: 15. Platz 1000 m, 15. Platz 1500 m, 22. Platz Mehrkampf, 23. Platz 500 m

Team-Weltmeisterschaften

Europameisterschaften

Weltcupsiege im Einzel

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 30. Oktober 2021 Japan Nagoya 1500 m

Weltcupsiege im Team

Nr. Datum Ort
1. 4. Februar 2007 Niederlande Heerenveen  1
1 
Mit Denis Bellotti, Roberto Serra und Nicola Rodigari.

Persönliche Bestzeiten

  • 500 m 40,869 s (aufgestellt am 20. Februar 2018 in Gangneung)
  • 1000 m 1:24,383 min (aufgestellt am 17. Februar 2018 in Gangneung)
  • 1500 m 2:11,057 min (aufgestellt am 20. Oktober 2012 in Calgary)
  • 3000 m 4:47,972 min (aufgestellt am 19. Januar 2014 in Dresden)