Yunior García

Yunior García Aguilera (* 12. August 1982 in Holguín) ist ein kubanischer Schauspieler, Dramaturg und Menschenrechtsaktivist. Er war Hauptorganisator Bürgerbewegung für den Wandel und des Kollektivs Archipiélago (Archipel).

Leben und Wirken

Berufliches Wirken

Mit neun Jahren als Viertklässler begann Yunior García zu schreiben und zu schauspielen, zunächst in Schulprojekten. Später hatte er erste Theaterauftritte in seiner Heimatstadt Holguín. Dort trat er der Asociación Hermanos Saíz bei, um sich mit anderen Künstlern zu treffen, Erfahrungen auszutauschen und seine Werke öffentlich bekannt zu machen. Im Alter von 17 schrieb er sich in der nationalen Kunsthochschule Escuela Nacional de Arte ein, wo er die professionelle Seite des Theaterspielens erlernte. Später studierte er Dramaturgie und Schauspiel am Instituto Superior de Arte, wo er für seine Dramaturgie ausgezeichnet wurde.

Nach seinem Studium arbeitete er in einer Dramaturgie-Werkstatt für das Royal Court Theatre von Havanna.

Politischer Aktivismus

Die Teilnahme an verschiedenen internationalen Workshops zur Zivilgesellschaft stärkte Yunior Garcías Überzeugung, dass ein Wandel in der kubanischen Zivilgesellschaft notwendig sei. Seit dieser Zeit setzte er sich unter anderem für politische Gefangene und Menschenrechte in Kuba ein. Im November 2020 nahm er an einer Protestaktion junger Künstler teil, die vorm Kulturministerium für ein Gespräch mit dem Minister und Beachtung der Probleme der Künstler einforderten.

Während den Massenprotesten in Kuba am 11. Juli 2021 nahm Yunior García an einer Versammlung junger Künstler, die vorm Institut für Radio und Fernsehen um einen 15-minütigen Sendebeitrag ersuchten. Daraus entstand die Gruppe Archipiélago (spanisch Archipel).

Für den November 2021 versuchte García eine friedliche Demonstration anzumelden, was gemäß kubanischer Verfassung erlaubt ist. Diese wurde jedoch seitens des Regimes nicht genehmigt.[1] Der Staat reagierte mit fortwährender Repression, Geldstrafen, willkürlichen Verhaftungen.

Angesichts dieser Repressionen sah sich Yunior García zur Ausreise nach Spanien gezwungen.[2] In den Tagen vor der geplanten Demonstration wurde García gemäß Aussagen vom oppositionellen Kollegen quasi unter Hausarrest gestellt.[3]

Filmografie

  • 2014: In fraganti
  • 2016: Fuga
  • 2018: Cerdo

Einzelnachweise

  1. „Ein Clan kontrolliert Kuba“. In: taz. 28. Oktober 2011, abgerufen am 12. Juli 2025.
  2. Pau Mosquera,Patrick Oppmann: Cuban activist Yunior Garcia Aguilera arrives in Spain. 17. November 2021, abgerufen am 12. Juli 2025 (englisch).
  3. Dissidentenführer Yunior García Aguilera flieht nach Spanien. In: Die Zeit. 17. November 2021, abgerufen am 16. Oktober 2025.