Yuki Shimoda

Yuki Shimoda, geboren als Yukio Shimoda (* 10. August 1921 in Sacramento, Kalifornien; † 21. Mai 1981 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler japanischer Abstammung (Nisei) Er trat in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen auf und wurde unter anderem durch seine Rolle in der Fernsehserie M*A*S*H sowie durch Auftritte in mehreren Hollywood-Spielfilmen bekannt.

Leben

Yuki Shimoda wurde als ältester Sohn der aus der japanischen Präfektur Kumamoto stammenden Auswanderer Chojiro und Kikuyo Shimoda geboren. Er hatte zwei jüngere Brüder: Noboru („Dave“) Shimoda und James, der im Kindesalter verstarb. In Sacramento arbeitete er im Familienbetrieb, zu dem unter anderem ein Restaurant, ein Wohnhaus und ein Billardsaal gehörten. Schon früh zeigte er Interesse an Tanz und Schauspiel und erhielt Unterricht in Ballett sowie Training in Kendō und Judo. Yuki Shimoda besuchte die Sacramento High School und zusätzlich eine japanische Sprachschule. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Familie 1942 aufgrund der Executive Order 9066 in das Tule Lake War Relocation Center verlegt, wo Shimoda bis zum Kriegsende blieb. Dort wirkte er bei Unterhaltungsprogrammen für die Internierten mit. Eine Einberufung zum Militärdienst erfolgte wegen eines angeborenen Herzfehlers nicht.

Nach seiner Entlassung aus dem Internierungslager lebte Yuki Shimoda in Chicago, wo für japanischstämmige US-Bürger eine Wiederansiedlung möglich war. Er studierte an der Northwestern University und schloss mit einem Abschluss in Rechnungswesen ab. Anschließend arbeitete er an der University of Chicago und unterrichtete Japanisch. Er erhielt eine Schauspielausbildung bei den Compass Players,[1] einem Vorläufer von The Second City und war in der buddhistischen Gemeinde von Chicago aktiv. Yuki Shimoda blieb unverheiratet und hatte keine Kinder. Er starb 1981 im Alter von 59 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Seine Asche wurde zunächst im Nishihongwanji-Tempel im Stadtteil Little Tokyo in Los Angeles beigesetzt und später nach Sacramento überführt.

1985 erschien der Dokumentarfilm Yuki Shimoda: Asian American Actor der Organisation Visual Communications, der Ausschnitte aus einem Interview mit Shimoda sowie Stationen seines Lebens und seiner Karriere dokumentiert.[2]

Karriere

Yuki Shimoda trat ab den 1950er-Jahren als Film- und Fernsehschauspieler auf. Zu seinen Kinoauftritten gehören Rollen in Auntie Mame, Don't Give Up the Ship, Career, All in a Night’s Work, A Majority of One, Once a Thief, Midway, MacArthur und The Last Flight of Noah’s Ark. Im Fernsehen war er unter anderem in The Andy Griffith Show und Gomer Pyle, U.S.M.C. zu sehen. In der Fernsehserie M*A*S*H trat er in drei Episoden auf: „The Price“ (Staffel 7), „Yessir, That's Our Baby“ (Staffel 8) und „Oh, How We Danced“ (Staffel 9).

Literatur

  • Celine Parreñas Shimizu: Straitjacket Sexualities: Unbinding Asian American Manhoods in the Movies. Palo Alto, Stanford University Press, 2012.
  • Trades His Tux for Marine Togs. In: Scene , April 1952, S. 22–24
  • Oliver Wang: Between the Notes: Finding Asian America in Popular Music. In: American Music,  S. 439–465.

Einzelnachweise

  1. The Compass Players: How the First Improv Theater Changed Comedy. 10. Juli 2024, abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  2. Yuki Shimoda. In: The Official Masterworks Broadway Site. Abgerufen am 29. November 2025 (amerikanisches Englisch).