Yersiniose der Schweine

Die Yersiniose der Schweine ist eine Allgemeinerkrankung des Schweins und wird durch das Bakterium Yersinia enterocolitica verursacht. Sie ist als klinische Erkrankung relativ selten und zeigt sich zumeist als Darm- oder Mandelentzündung. Von größerer Bedeutung sind latente Infektionen, die zu einem Vorkommen von Y. enterocolitica im Schweinefleisch führen und damit zu Durchfallerkrankungen des Menschen führen können.

Epidemiologie

Y. enterocolitica ist ein weit verbreiteter Durchfallerreger des Menschen. Schweine bilden hierfür ein wichtiges Erregerreservoir, können jedoch auch selbst erkranken.

Krankheitsbild

Bei den meisten Fällen von Schweinen handelt es sich um eine latente Infektion, die zu einer lebenslangen Persistenz des Erregers im Wirtsgewebe, einschließlich verzehrbarer Fleischprodukte, führt.

Akute Erkrankungen zeigen eher unspezifische Symptome wie Durchfall, Mandelentzündung, Fruchtbarkeitsstörungen und Lahmheiten. Immunologische Überreaktionen auf den Erreger lösen Gelenksentzündungen, Gelenksknorpeldegenerationen und Hauterkrankungen aus. Je gefährlicher der Stamm ist, desto eher findet man ihn in den Mandeln und im Rachen. Weniger gefährliche Stämme werden eher im Darm gefunden.

Yersiniosen beim Schwein sind eher selten, sollten jedoch als mögliche Diagnose immer in Betracht gezogen werden.

Literatur

  • Rolle, Mayr: Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre, Enke Verlag, Stuttgart 2007.