Yehuda Meshi Zahav
Yehuda Meshi Zahav (geboren am 19. Juli 1959 in Jerusalem; gestorben am 29. Juni 2022 ebenda) war der Gründer und Vorsitzende von ZAKA.
Leben
Avraham Zvi Meshi Zahav wurde am 19. Juli 1959 als Sohn des Schriftstellers Menachem Saamson Mendel und Sara Zissel geboren. Seine Mutter war Tochter des Rabbi Yosef Scheinberger, dem Sekretär des Rabbinatsgerichts Edah HaChareidis. Er wuchs im Jerusalemer Stadtteil Mea Shearim auf. Zahav studierte den Talmud Torah „Etz Chaim“ und die Jeschiwas „Tiferet Yisrael“, „Ohel Yaakov“ und „Torah Ore“.[1]
Meshi Zahav lebte in der Siedlung Givat Ze'ev mit seiner Familie. Zwischen Ende 2020 und Anfang 2021 verlor Meshi Zahav seinen Bruder, der an einer schweren Krankheit starb, seinen Vater und seine Mutter, die an Covid-19 starb.[1]
Schon Anfang der 2010er-Jahre wurde bei der israelischen Polizei eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs gegen Yehuda Meshi Zahav gestellt, die ihre Ermittlungen jedoch bald einstellte. Nachdem bekannt wurde, dass Zahav 2021 den Israel-Preis gewonnen hatte, veröffentlichte eine Zeitung Anschuldigungen, er habe seinen Status und seine Macht seit den 1980er-Jahren missbräuchlich eingesetzt, um Frauen und Minderjährige zu missbrauchen. Im April 2021 versuchte Meshi Zahav nach Vergewaltigungsvorwürfen an Männern, Frauen und Kindern sich zu erhängen, befand sich danach über ein Jahr im Koma und starb schließlich im Juni 2022 im Alter von 62 Jahren.[1]
Yehuda Meshi Zahav war verheiratet und Vater von sieben Kindern.
Ehrungen
2021 sollte Meschi-Sahav die höchste staatliche Auszeichnung, den Israel-Preis, erhalten. Kurz vor der Verleihung wurden zahlreiche Vorwürfe von Vergewaltigungs- und Missbrauch von Minderjährigen gegen ihn bekannt. Infolgedessen lehnte er den Preis ab und legte sein Amt bei ZAKA nieder.[2]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Meshi-Zahav dies a year after attempting suicide amid rape allegations. In: timesofisrael.com. 29. Juni 2022, abgerufen am 29. Juni 2022 (englisch).
- ↑ Israelnetz: ZAKA-Gründer Meschi-Sahav gestorben. In: Israelnetz. 29. Juni 2022, abgerufen am 30. September 2025.