Xte-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q82.4 Ektodermale Dysplasie (anhidrotisch)
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Xte-Syndrom, Akronym für Xeroderma, Talipes und Enameldefekt, ist ein sehr seltenes angeborenes Fehlbildungssyndrom mit den namensbildenden Hauptmerkmalen und kann zu den Ektodermalen Dysplasien gezählt werden.[1][2]

Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1970 durch den Londoner Hautarzt Edmund John Moynahan unter der Bezeichnung „XTE syndrome“.[3]

Anscheinend gibt es seither keine weiteren Publikationen, die diesem Krankheitsbild eindeutig zugeordnet werden können.

Synonyme sind: Ektodermaldysplasie mit Xerodermie; Xte-Syndrom; englisch Moynahan’s syndrome III[4]; Xeroderma talipes enamel defects Leiber nennt als weitere Synonyme: Moynahan-Syndrom und Amelo-zerebro-hypohidrotisches Syndrom.

Das Xte-Syndrom ist nicht zu verwechseln mit dem als „Moynahan-Syndrom II“[5] bezeichneten Alopezie-Epilepsie-Intelligenzminderung-Syndrom Typ Moynahan, einem genetisch bedingten Epilepsiesyndrom mit angeborener Alopezie, Intelligenzminderung und Sprachverzögerung.[6][7]

Das Amelo-zerebro-hypohidrotische Syndrom mit autosomal-rezessiver Vererbung wird als Kohlschütter-Tönz-Syndrom bezeichnet.

Verbreitung und Ursache

Häufigkeit und Ursache sind nicht bekannt, die Vererbung erfolgt autosomal-dominant.[1][2]

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1][2]

  • trockene, gerötete Haut durch Schweißdrüsenhypoplasie (Xerodermie)
  • fakultativ Skelettveränderungen wie Knochendeformitäten
  • Zahnschmelzdysplasie mit Gelbverfärbung, Deformation
  • Zerebrale Veränderungen, EEG-Auffälligkeiten
  • epileptische Anfälle, geistige Retardierung

Hinzu kommt dünnes, langsam wachsendes und spärliches Kopfhaar, fehlende Wimpern.

Einzelnachweise

  1. a b c Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
  2. a b c Altmeyers Enzyklopädie
  3. E. J. Moynahan: XTE syndrome (xeroderma, talipes and enamel defect): a new heredo-familial syndrome. Two cases. Homozygous inheritance of a dominant gene. In: Proceedings of the Royal Society of Medicine. Band 63, Nummer 5, Mai 1970, S. 447–448, PMID 5453419, PMC 1811831 (freier Volltext).
  4. Ole Daniel Enersen: http://www.whonamedit.com/synd.cfm/1675.html (Memento vom 4. Dezember 2024 im Internet Archive) bei whonamedit.com
  5. Ole Daniel Enersen: Moynahan's syndrome II (Memento vom 17. Juni 2025 im Internet Archive) bei whonamedit.com
  6. Eintrag zu Moynahan-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten), abgerufen am 16. September 2024.
  7. E. J. Moynahan: Familial Congenital Alopecia, Epilepsy, Mental Retardation with Unusual Electroencephalograms. In: Proceedings of the Royal Society of Medicine. Band 55, Nr. 5, 1962, S. 411–412, doi:10.1177/003591576205500520, PMID 14476762, PMC 1896622 (freier Volltext).