Xhelil Gjoni
Xhelil Gjoni (* 3. November 1936 in Maqellara) ist ein ehemaliger albanischer Politiker der Partei der Arbeit Albaniens (PPSh).
Biografie
Gjoni stammt aus der Region Dibra. Nach einer Lehrerausbildung in Peshkopia. Ende der 1950er Jahre studierte er in der Sowjetunion. Ab 1961 arbeitete er für die Parteizeitung Zëri i Popullit, deren Redaktion er während mehr als anderthalb Jahrzehnten angehörte. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre übernahm er auch Verantwortung für Propaganda innerhalb des Parteikomitees von Tirana. Ab 1984 war er erster Parteisekretär in Kruja, von 1987 bis 1990 in dieser Funktion im Kreis Dibra.[1]
Gjoni soll guter Freund des Schriftstellers Dritëro Agolli gewesen sein.[1] Als Funktionär der PPSh war er Anfang der 1960er Jahre Förderer des späteren Staats- und Ministerpräsidenten Sali Berisha und vermittelte diesem 1962 einen Studienplatz an der Universität Tirana.[2]
Gegen Ende der Volksrepublik Albanien und dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde Gjoni im Juli 1990 Mitglied des Politbüros der PPSh.
Darüber hinaus gehörte er der Volksversammlung (Kuvendi Popullor) in der zwölften Legislaturperiode zwischen 1991 und 1992 als Abgeordneter an. Während dieser Zeit gehörte er dem Führungsgremium der Sozialistischen Partei Albaniens (PS) an, der Nachfolgeorganisation der PPSh.[3]
Über seine politischen Erfahrungen veröffentlichte er darüber hinaus seine Memoiren.[4]
Sein Sohn Ilir Gjoni ist Diplomat und war Innen- und Verteidigungsminister Albaniens in der Regierung von Ministerpräsident Ilir Meta.[5]
Weblinks
- Geschichte der Volksversammlung, S. 156 (PDF; 18,3 MB)
- Politbüro und Sekretariat des ZK der PPSh 1944–1991 ( vom 22. April 2007 im Webarchiv archive.today)
Einzelnachweise
- ↑ a b Si u hoqen prangat e sigurimit nga duart e Dritero Agollit. In: Shqiperia.com. 29. Oktober 2011, abgerufen am 4. November 2025 (albanisch).
- ↑ Berliner Zeitung: Die Rückkehr des Doktor Berisha (7. Juli 2005) ( vom 23. September 2015 im Internet Archive)
- ↑ Jens Reuter: Optionen der internationalen Gemeinschaft zur Lösung der albanischen Frage (2000) (PDF; 168 kB)
- ↑ Oliver Jens Schmitt (Hrsg.): Albanische Geschichte: Stand und Perspektiven der Forschung (= Südosteuropäische Arbeiten. Band 140). R. Oldenbourg, 2009, ISBN 978-3-486-58980-1, ISSN 0933-6850, S. 137 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Ilir Gjoni, Permanent Representative of Albania to NATO. In: NATO. Abgerufen am 4. November 2025 (englisch).