Xhelal Juka
| Xhelal Juka | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 5. April 1926 | |
| Geburtsort | Shkodra, Albanien | |
| Sterbedatum | 7. Februar 2012 | |
| Sterbeort | Albanien | |
| Position | Sturm | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1944–1953 | KS Vllaznia Shkodra | |
| 1953–1954 | FK Partizani Tirana | |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1946 | Albanien | 1 (2) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Xhelal Juka (* 5. April 1926; † 7. Februar 2012) war ein albanischer Fußballspieler und -trainer.
Karriere
Verein
Juka spielte in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre und zu Beginn der 1950er Jahre bei KS Vllaznia Shkodra.[1][2] Dieses Team gewann die Meisterschaft 1945, die erste nach dem Zweiten Weltkrieg. Juka schoss in der Finalrunde auswärts gegen SK Tirana einer der beiden Siegestreffer.[3] In der Saison 1946, die wieder von Vllaznia dominiert wurde, wird er nicht als Teil der Mannschaft des Meisters aufgeführt,[4] soll ihr aber als Stammspieler trotzdem angehört haben.[5]
1953 wechselte Juka zu FK Partizani Tirana.[5][6]
Mit 27 Jahren musste er 1953 nach einem Unfall seine sportliche Karriere beenden.[5]
Nationalmannschaft
Juka absolvierte unter Ljubiša Broćić ein Länderspiel für die albanische Nationalmannschaft: Am 22. September 1946 trat erstmals eine offizielle albanische Auswahl zu einem Freundschaftsspiel an, in Shkodra gegen eine Auswahl aus Montenegro, das damals Teil von Jugoslawien war. Das Spiel – Albanien gewann 5:0 – war ein Test kurz vor dem in Tirana ausgetragenen Balkan-Cup 1946. In diesem Spiel erzielte Juka zwei Tore.[7][8]
Trainer
Von 1959 bis 1972 war Juka Trainer der Jugendmannschaft von Vllaznia Shkodra. Zudem war er Assistenztrainer bei der ersten Mannschaft. Der Erfolg Vllazias in diesen Jahren, sicherlich geprägt durch Jukas Arbeit, kann einer der Gründe gewesen sein, dass er nicht mehr als Trainer arbeiten durfte.[5]
Privatleben und Ehrung
Die Familie wurde sowohl im Zweiten Weltkrieg von den Italienern wie auch danach von den Kommunisten verfolgt, da Xhelals Onkel Musa Juka (1885–1955) unter Ahmet Zogu unter anderem Innenminister gewesen war. Viele Familienmitglieder lebten im Exil oder waren interniert oder inhaftiert. Auch für Xhelal sollte der Familienname Juka immer wieder ein Hindernis sein – so wurde er nicht zu weiteren Spielen der Nationalmannschaft aufgeboten.[5][9][10]
Eine höhere Ausbildung durfte Xhelal Juka entgegen seines Wunsches nicht absolvieren. Auch die Arbeit als Sportlehrer wurde ihm verwehrt. Er arbeitete indessen im staatlichen Fuhrpark von Shkodra.[5]
Im Mai 1951 kam es bei einem Heimspiel gegen Dinamo Tirana zu einem Eklat. Juka reklamierte gegen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, worauf er die rote Karte erhielt. Er weigerte sich da Spielfeld zu verlassen, erhielt Unterstützung von Mannschaftskollegen, Funktionären und dem Publikum. Das Spiel musste unterbrochen werden. Dass die Fans während und nach dem Spiel endlos den Namen Juka propagierten, missfiel der kommunistischen Führung. Im Gegensatz zu anderen erhielt Juka in der Folge mit zwei Spielsperren eine milde Strafe. Ihm wurde aber klargemacht, dass er sich in Zukunft nicht mehr exponieren solle.[5]
Die Würdigung, die Xhelal Juka in kommunistischer Zeit verwehrt geblieben war,[5] erhielt er später. Er erhielt die nationale Auszeichnung „Verdienter Meister des Sports“ und 1999 den Orden „Naim Frashëri“. Seine Heimatstadt würdigte ihn im Jahr 2000 mit einem Titel und 2009 als Ehrenbürger.[9] KF Vllaznia Shkodra veranstaltete in den 2010er Jahren das Fußballturnier Kupa Xhelal Juka.[11]
Weblinks
- Xhelal Juka in der Datenbank von weltfussball.de
Einzelnachweise
- ↑ Xhelal Juka. In: eu-football.info. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Publikohet për herë të parë/ Në foto Vllaznia e vitit 1952 kur mundte 4-1 Partizanin. In: Shkodër Info. 2. Dezember 2018, abgerufen am 25. Dezember 2025 (albanisch).
- ↑ Albania – Campionato 1944/45. In: Calcio Mondiale Web. Abgerufen am 25. Dezember 2025 (italienisch).
- ↑ Florent Hoxha, Fatjon Pandovski: Albania - Championship Winning Teams. In: RSSSF – The Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 20. Mai 2004, abgerufen am 25. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ a b c d e f g h Namik Mehmet: “Edhe pse në fushë u futën titullarët e Komitetit të Partisë dhe Degës së Brendshme, duke e kërcënuar, Xhelal Juka, s’pranonte të dilte nga loja, pasi…”/ Historia e panjohur e ndeshjes së 15 majit 1951. In: Memorie.al. 22. Mai 2024, abgerufen am 25. Dezember 2025 (albanisch).
- ↑ Historia/ Shkodranët e suksesshëm të Partizanit..../ vazhdim. In: Shkodra Sport. 11. Juni 2019, abgerufen am 25. Dezember 2025 (albanisch).
- ↑ Xhelal Juka. In: 11v11.com. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
- ↑ Prelë Milani: “Ramiz Alia iu drejtua me shaka Boriçit të famshëm: Ti Loro rri këtu në Jugosllavi, se në Shkodër ka dale një djalë i ri…”! / Historia e panjohur e legjendës së futbollit shqiptar. In: Balkanweb. 16. September 2025, abgerufen am 25. Dezember 2025 (albanisch, erstmals publiziert in Memorie.al am 15. September 2025).
- ↑ a b Anila Dushi: ‘Pronarë tokash e tregtarë, historia e trishtë e familjes Juka…’/ Saga e fisit të madh shkodran, që u masakrua nga regjimi komunist. In: Shqiptarja.com. 13. März 2023, abgerufen am 25. Dezember 2025 (albanisch).
- ↑ Ja kush kanë qenë sportistët me biografi të keqe në klubin Vllaznia. In: Shkodra Sport. 27. März 2013, abgerufen am 25. Dezember 2025 (albanisch).
- ↑ Gjergj Kola: Vllaznia një fitore sot për 94 vjetorin e krijimit të saj. In: Shkodra Sport. 16. Februar 2013, abgerufen am 25. Dezember 2025 (albanisch).