Wrubel-Kunstmuseum Omsk

Das Wrubel-Kunstmuseum Omsk (russisch Омский областной музей изобразительных искусств имени М. А. Врубеля) ist ein staatliches Kunstmuseum in der Stadt Omsk in Russland. Das Museum ist nach dem russischen Künstler Michail Alexandrowitsch Wrubel benannt und zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen Sibiriens.

Die Sammlung umfasst Werke der russischen und westeuropäischen Kunst vom Altertum bis zur Gegenwart.

Geschichte

Das Museum geht auf eine Gemäldegalerie zurück, die am 21. Dezember 1924 im ehemaligen Generalgouverneurspalais eröffnet wurde. Das Gebäude wurde in den Jahren 1859–1862 nach Entwürfen des Architekten Felix Fjodorowitsch Wagner errichtet.[1] Die Galerie war zunächst Teil des Westsibirischen Regionalmuseums. Bei der Eröffnung wurden rund 90 Werke bekannter russischer Künstler gezeigt.

Der erste Direktor des Museums war Fjodor Wassiljewitsch Melechin,[2] der das Museum von 1924 bis 1929 leitete. Zur Erweiterung der Sammlung reiste er nach Moskau und Leningrad, wo er Kunstwerke auswählte, die zuvor unter anderem im Winterpalast, im Marmorpalast, im Museum der Akademie der Künste sowie in den Sammlungen bedeutender russischer Staatsmänner aufbewahrt worden waren.

Im Jahr 1927 umfasste die Sammlung 2555 Exponate. In den 1930er Jahren galt die Kunstsammlung des Museums mit 4230 Objekten als die bedeutendste in Westsibirien.

1940 wurde die Kunstabteilung des Westsibirischen Regionalmuseums organisatorisch verselbstständigt und in „Omsker Staatliches Museum der Bildenden Künste“ umbenannt. Seit 1954 trägt es den Namen „Omsker Regionalmuseum der Bildenden Künste“. Heute nutzt das Museum zusätzlich ein zweites Gebäude im ehemaligen Handelsgebäude an der Leninstraße 3, das 1914 nach Entwürfen des Architekten Andrei Dmitrijewitsch Kryatschkow errichtet wurde.

Im Jahr 2008 veranstalteten das Stadtmuseum „Kunst von Omsk“ und das Wrubel-Kunstmuseum gemeinsam mit Unterstützung des Kulturministeriums der Oblast Omsk eine Ausstellung anlässlich des 20-jährigen Bestehens der informellen Künstlervereinigung „ECHO“.

Im November 2019 wurde in der Museumsstraße in einem historischen Gebäude der Versicherungsgesellschaft „Salamandra“ ein neuer Museumstrakt eröffnet. Neben einer Dauerausstellung zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts aus dem eigenen Bestand beherbergt er das Zentrum „Eremitage–Sibirien“, die erste Vertretung der Staatlichen Eremitage östlich des Urals.[3][4]

Das Museum ist das größte regionale Depot für Kunstwerke und bewahrt in seinen Beständen mehr als 24.000 Objekte.

Galerie

Commons: Wrubel-Kunstmuseum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wagner F. F. Archiviert vom Original am 19. April 2015; abgerufen am 19. April 2015 (russisch).
  2. 130 Jahre seit der Geburt von Fjodor Melechin. Archiviert vom Original am 19. April 2015; abgerufen am 19. April 2015 (russisch).
  3. In Omsk wurde die erste Vertretung der Eremitage östlich des Urals eröffnet. In: ТАСС. 6. November 2019, archiviert vom Original am 13. November 2019; abgerufen am 11. November 2019 (russisch).
  4. Als Erste sehen: „Eremitage–Sibirien“ wird in Omsk eröffnet. In: Omskzdes. 5. November 2019, archiviert vom Original am 11. November 2019; abgerufen am 11. November 2019 (russisch).